Stulle ohne Brot

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Für gewöhnlich hab’ ich es ja nicht so mit Hypes. Doch von Onigirazu bin auch ich Fan! Diese superschnellen Reis-Sandwiches mit unendlichen Füllmöglichkeiten, die letztes Jahr in Japan als ‘dish of the year’ ausgewählt wurden. Dort sollen sich in manchen Kochbuchabteilungen meterlange Regalreihen rein dem Thema “Was-fülle-ich-zwischen-je-zwei-Lagen-Reis-und-Nori” widmen.

Die Weiterentwicklung der in Japan allgegenwärtigen Onigiris (die ich ehrlich gesagt in der klassischen Form immer schon etwas langweilig fand), tauchte erstmals Anfang der Neunziger in einem Food Manga namens Cooking Papa auf, geriet zwischenzeitlich in Vergessenheit und jetzt ist die Nachfrage groß.

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Onigirazu habe ich für mich zunächst als schnelle Alternative zu (den im Vergleich doch aufwändigen) Kimbap für mich entdeckt. Füllen, umklappen, fertig. Doch Onigirazu ist die ideale Resteverwertung für alles mögliche Zeugs: Braten, Tempura, Fried Chicken, gedünsteter Fisch, Grillfleisch, Bulgogi usw. Und ich bin ja immer für jede Art der kreativen Resteverwertung sofort zu begeistern. Zudem sind sie, wie jede Stulle auch, perfekt für den Transport und unterwegs. Klein, handlich und absolut alltagstauglich.

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Auch mein Patenkind liebt diese “Reisburger”, wie er sie nennt. Und wenn er so langsam in Richtung Gummibärchen schleicht, habe ich jetzt eine schnelle gesunde Alternative. Etwas auf die Hand. Er mag am liebsten Onigirazu mit Bulgogi, Catalognasalat, eingelegten Schwarzwurzeln und Omelett. Dafür habe ich beide Däumchen nach oben bekommen. Ich mag bisher am liebsten karamellisiertes Kimchi mit Rucola und Spiegelei. Eine “deutsche” Füllung mit confiertem Fisch, Grie Soß und Gurke fanden wir beide etwas gewöhnungsbedürftig – trotzdem nicht schlecht.

Ihr könnt alles nehmen, was euch schmeckt und einfällt. Von Spargel, Schinken, Ei bis frittierte Garnelen mit Wasabi und Algensalat. Damit die Onigirazu nicht langweilig schmecken, achte ich nur auf mindestens 3 verschiedene Komponenten in der Füllung.

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Onigirazu zubereiten:
Ich habe extrakleine Onigirazu aus der Hälfte eines Noriblattes gemacht. Hier klappt man das eine Ende über die Füllung. Doch normalerweise werden Onigirazu etwas größer mit einem ganzen Noriblatt zubereitet. Dafür legt man zuerst eine Folie aus. Darauf diagonal ein Noriblatt mit einer Spitze nach vorne. Reis in die Mitte setzen und möglichst quadratisch flach verteilen (hier hilft ein in Wasser getauchter Löffelrücken). Füllungen darauf gleichmäßig verteilen und dabei die imaginäre Schnittkante beachten, damit beim Aufschneiden alles farbenfroh sichtbar wird. Mit einer weiteren Lage Reis abdecken. Nun jeweils die gegenüberliegenden Spitzen mithilfe der Folie anheben und möglichst straff über den Reis ziehen. Mit beiden restlichen Ecken ebenso verfahren und alles straff in die Folie einwickeln. Diagonal oder quer in der Hälfte mit einem scharfen Messer aufschneiden. Aus der Folie wickeln und essen.

von außen ziemlich unspektakulär

von außen ziemlich unspektakulär

#WBD2015: Manakish mit Za’atar

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Ihr Ottolenghi-Anhänger da draußen (und ich weiß, ihr seid nicht wenige) – heute gibt es ein passendes Brot zu seinem Aromenuniversum: Manakish. Ein Fladenbrot der levantinischen Küche, das je nach Region immer etwas unterschiedlich ausgesprochen wird. Natürlich getoppt mit dem … Weiterlesen

Kalte Nudeln #2

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Nach der #1 kommt #2. Und zwar Naengmyeon. Kalte Nudeln wortwörtlich (Naeng = kalt, Myeon = Nudeln). Von diesem ursprünglich nordkoreanischen Gericht, das erst nach dem Koreakrieg durch die vielen Flüchtlinge in ganz Südkorea bekannt (und beliebt) wurde, gibt es … Weiterlesen

Kalte Nudeln #1

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Bibimbap, gemischter Reis, ist das meistgesuchte und meistgeklickte Rezept auf meiner Seite und in manchen Städten mittlerweile gefühlt an fast jeder Straßenecke erhältlich (vor allem in Berlin – eine gute Übersicht bieten Stil in Berlin und iheartberlin, wobei auf meiner … Weiterlesen

Für Freunde der gepflegten Fermentation

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Es ist an der Zeit, mich mal wieder meinen geliebten Milchsäurebakterien zu widmen. Und einem weiteren (viel zu oft unterschätzten) Liebling – dem Rettich. Diesmal in Form von Rettich-Wasserkimchi aka Dongchimi 동치미 (ausgesprochen Dongtschimi), was übersetzt schlicht und einfach Winter-Kimchi … Weiterlesen

Planlos

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Was bringt ein Redaktionsplan (das sind diese Listen, die man in übermotivierten Momenten als Foodblogger macht und dann ziemlich schnell wieder vergisst), wenn man sich überhaupt nicht daran hält? Wie auch immer, im Nachhinein hat der Plan wenigstens geholfen, mich … Weiterlesen

Mein Brot des Sommers…

maneul bbang

…ist eine schnöde Focaccia. Nach zig Anläufen und ebenso vielen Löschvorgängen entscheide ich mich letztlich, möglichst wenige Worte über diese Focaccia zu verlieren. Verdient hätte sie viele. Die erste selbstgemachte Foccacia, mit der ich wirklich zufrieden bin. Oben wie unten … Weiterlesen

Die Suppe einer Braut

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Ich liebe puristisches Essen, ich liebe klare Aromen, ich liebe schlichte Hausmannskost. Und ich liebe es, wenn ein Gericht eine Geschichte oder eine Legende hat. Also kann ich nicht anders, als folgende Suppe zu lieben. Welche Geschichte sich hinter diesem … Weiterlesen

Glänzend

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Kleine essbare Goldklumpen. Gamja Jorim – als platte Fusion-Variante gab es sie bereits. Hier nun die klassische koreanische Art Kartoffeln zu essen. Vorzugsweise Baby-Kartoffeln werden so lange in einem Sud aus Wasser, Sojasauce, Kombu, Knoblauch und Reissirup geschmort, bis die … Weiterlesen

Ein Zwischenbericht…

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bezüglich meiner kleinen Lebensaufgabe aka Work in Progress. La Mian oder handgezogene Nudeln, die mich zufrieden stellen, kann ich noch immer nicht präsentieren. Das Hauptproblem ist nach wie vor das Ziehen gleichmäßiger feiner Nudeln. Man könnte also auch sagen, das … Weiterlesen