Mochi mit Maronen

Diese Mochis mit einer Füllung aus Crème de Marrons und einer leichten Puderdecke aus Kinako (dunkel gerösteten Sojabohnen) hatte ich bereits im Frühling während des ersten Lockdowns gemacht. Als das halbe Internet damals das Backen für sich entdeckte, saß ich in einem absoluten Mehlmangelgebiet – fast acht Wochen lang kein Mehl weit und breit. Und mein Appetit auf selbstgemachtes Süßes wurde nicht geringer. Dann eben Reiskuchen statt Rührkuchen und dämpfen statt backen (anders als Weizenmehl habe ich Reismehl stets auf Vorrat).

Ursprünglich als Kompromisslösung gedacht, sind sie vielleicht die besten Mochis, die mir je gelungen sind. Aber hier spricht jemand mit einer absoluten Schwäche für Süßes mit Maronen…

Mochi mit Maronen

Zutaten für 6 Stück

Teig:

100 g Klebreismehl (Mochiko aka Sweet Rice Flour)
2 EL Zucker
100-110 ml Wasser
1/4 TL Salz
etwas Stärke zum Formen

Crème de Marrons:
(ergibt ca. 400-500 ml fertige Crème)

500-600 g frische Maronen (oder 300 g fertig gekochte und geschälte Maronen)
250 ml Wasser
150 g Zucker
2 TL Vanillezucker, selbstgemacht

Zubereitung Crème de Marrons:

  1. Maronen waschen, komplett mit Wasser auffüllen und ca. 12-15 min. kochen. Dann sind sie gar, aber noch nicht zu weich. Wasser abgießen und mindestens 5 Minuten ausdämpfen lassen (so lassen sich die Maronen etwas leichter schälen). Alle Maronen schälen und klein hacken. Beiseite stellen.
  2. Zucker in einem Topf flach verteilen und bei mittlerer Hitze langsam karamellisieren lassen bis eine schöne Farbe erreicht ist. Aufpassen, dass nichts verbrennt. Mit Wasser ablöschen und zusammen mit Vanillezucker und Salz aufkochen. Die vorbereiteten Maronen in den Karamellsirup geben und unter Rühren 10 min. auf mittlerer Hitze köcheln.
    Kurz von der Hitze ziehen und mit dem Pürierstab glatt mixen. Danach auf kleiner Hitze weitere 5-10 min. je nach gewünschter Konsistenz weiterrühren (dabei bedenken, dass die Crème nach dem Auskühlen fester wird). In vorbereitete, heiß ausgespülte und trockene Marmeladengläser umfüllen und noch heiß zuschrauben. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.

Zubereitung Mochi:

  1. Klebreismehl, Zucker und Salz gut vermischen. Mit einem Spatel die trockenen Zutaten mit Wasser klümpchenfrei verrühren, dabei die letzten 10 ml nur noch teelöffelweise hinzufügen, bis eine glatte weiße Paste entstanden ist, die in einem feinen, langen Strahl vom Spatel fließt. So ist die richtige Konsistenz erreicht. Den Teig in eine Metallschüssel (hitzeleitent) geben und über kräftigem Wasserdampf 15 min. dämpfen.
  2. Währenddessen die Arbeitsfläche vorbereiten. Hierfür reichlich Stärke über ein großes Tablett sieben. Für die Füllung aus dem erkalteten Kastanienmus 6 walnussgroße Kugeln formen. Auf einem Teller beiseite stellen (optional kurz anfrieren).
  3. Den fertigen Teig in der Metallschüssel entnehmen. Noch in der Schüssel den nun zähen Teig kräftig mit einem nassen Holzlöffel schlagen und auf das vorbereitete Tablett gleiten lassen. Nochmals mit Stärke von oben bestäuben und zu einer dicken Rolle formen. In 6 gleichmäßige Stücke schneiden, alle etwas in Stärke wenden und jedes Teil nochmals vorsichtig in der Hand kneten (Vorsicht heiß!). Dann zu einer handflächengroßen Scheibe flach drücken, dabei den Rand dünner als die Mitte ziehen. Überschüssige Stärke von der Innenseite abklopfen und jeweils eine Kugel Crème de Marrons darauf legen. Die Teigscheibe gut um die Füllung formen und die Naht verschließen. Mit der Naht nach unten auf einen Teller legen und ein wenig flach drücken. Zügig mit allen Teigstücken genauso verfahren, bevor der Teig erkaltet. Optional: Am Schluss alle fertigen Mochis mit Kong Garu (Kinako) bestäuben. Mindestens 30 Minuten komplett erkalten lassen und mit Grüntee oder Oolong-Tee servieren. Kaffee oder Fruchtsäfte (jegliche Getränke mit Säure) meiden, da sie den Geschmack verfälschen würden.

Tipps: Das Formen der Mochis fällt leichter, wenn ihr die Füllung, nachdem ihr sie zu Kugeln geformt habt, für 15-30 Minuten anfriert.

Die Füllung ist ausreichend und ich mache normalerweise immer 12 Mochis. Jedoch empfehle ich, auch bei doppelter/größerer Menge den Teig immer nur in o.g. Menge etappenweise zu dämpfen, da sich sonst die Garzeit in die Länge zieht und die Teigoberfläche dabei austrocknet.

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