Feuerwasser

Wusstet ihr, dass die meistverkaufte Spirituose weltweit immer wieder (auch aktuell) Soju ist? Mit weitem Abstand vor Wodka. Dabei sollte man sich vergegenwärtigen, dass Soju außerhalb Koreas bzw. einer koreanischen Community nicht sonderlich bekannt ist. Gemeinsames, exzessives Trinken (das hässliche … Weiterlesen

Trinkgenuss in Korea

andong soju via wikimedia

Nachdem ich bereits Anfang des Jahres kurz über Teegenuss in Korea (Part 1, 2, 3) berichtet hatte, kommen wir hier nun zu den härteren Sachen.

Koreaner sind ein sehr trinkfreudiges und trinkfestes Völkchen und gemeinsame Trinkgelage gehören unbedingt zur Sozialisation. Kurz, wer nicht mittrinkt bleibt außen vor. Am liebsten hätte ich natürlich einen eigenen Erfahrungsbericht geschrieben, aber da ich bereits von alkoholisierten Nachspeisen fast vom Stuhl kippe und somit denkbar ungeeignet bin, überlasse ich es gerne anderen.

Zum Beispiel Tom von TomeatsJencooks (seit kurzem Expats in Seoul). Er hat in einer sehr informativen Reihe alles über Makgeolli, Soju, koreanisches Bier und Katerdrinks zusammengefasst. Besser hätte man es gar nicht machen können.

Na denn – Prost!

P.S. Ist es möglich, dass man auf Wein fast schon hochallergisch reagiert und „härtere“ Sachen wie Soju und Wodka besser verträgt? Oder alles Einbildung?

Spareribs in Birne-Honig-Ingwer Marinade_Galbi

Bei der Durchsicht meiner Rezepte stellte ich fest, dass vegetarische Speisen momentan dominieren. Dabei bin ich generell kein Fleischverächter. Aber ernährt man sich überwiegend koreanisch, hat es automatisch zur Folge, dass man, neben Fisch, Meeresfrüchte, Pilze und Hülsenfrüchte, (die bevorzugte Art der Eiweißaufnahme) einfach viel Grünfutter zu sich nimmt. Nicht nur Gemüse – es gibt Unmengen an verschiedenen Kräutern und Wildkräutern, die sehr bewusst angesichts ihrer (Heil)Wirkung den Weg auf den Tisch finden.

Nicht oft, aber ab und an brauche selbst ich Fleisch. Dafür sind Schälrippchen, die man ganz archaisch mit der bloßen Hand anfassen und anknabbern kann, genau das richtige. Eingelegt in einer aromatischen Marinade aus Sojasauce, Honig, Ingwer und Birne.
Eigentlich werden die Rippchen in Stückchen lange auf niedriger Hitze mit Maronen und Jujube geschmort, bis sie förmlich vom Knochen fallen. Diesmal habe ich sie am Stück in den Backofen geschoben und kurz angegrillt.

Spareribs in Birne-Honig-Ingwer Marinade_Daeji Galbi

Zutaten für 4 Portionen:

1,5 kg Schälrippchen vom Schwein

60 ml Sojasauce

3 EL Honig

1 kleine Zwiebel

3 cm Ingwer

½ Birne, koreanische oder Nashi, notfalls jede andere Sorte

3 Knoblauchzehen

3 EL Sherry

3 EL Sesamöl

Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Mindestens 6 Stunden vorher oder besser am Vortag: Das Fleisch waschen, trocken tupfen und grob vom überschüssigen Fett befreien.
  2. Zwiebel, Knoblauch, Birne und Ingwer schälen und in Stücke schneiden. Alles mit einem Pürierstab mixen. Restliche Zutaten hinzufügen und zu einer glatten Marinade rühren. Evtl. mit Salz und Pfeffer noch abschmecken.
  3. In einer großen Schale das Fleisch mit der Marinade einreiben und mehrere Stunden ziehen lassen. Zwischendurch einmal wenden.
  4. Mindestens 1 Stunde vor dem Servieren: Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Mit der Fleischseite nach oben auf ein Backblech geben und mit Alufolie abdecken. Die überschüssige Marinade beiseite stellen. Das Fleisch auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 45 min. garen. Danach die Folie entfernen, die restliche Marinade über das Fleisch gießen und weitere 10-15 min angrillen. Oder ohne Grillfunktion: Hitze hochschalten. Aufpassen, dass die Marinade nicht verbrennt! Vor dem Servieren nochmals das Fleisch mit der Sauce begießen, damit alles schön glänzt.

Tipps: Dazu passt Reis. Wer möchte kann statt Sherry natürlich auch Soju (koreanischer Schnaps) verwenden. Aber das Sherryaroma passt sehr gut dazu. Und schmeckt die verwendete Birne sehr süß, kann man den Honig etwas reduzieren.