Sonntagssüß mit Nori

Es gibt nicht viele traditionelle Gebäcksorten in Korea, aber eine davon ist Jeonbyeong. Früher wurden diese dünnen, knackig-knusprigen Waffelkekse gern an Busbahnhöfen als überzuckerte Fabrikware in riesengroßen Tüten den Vorbeieilenden feilgeboten. Keine geschmackliche Offenbarung, aber bei der Generation meiner Oma … Weiterlesen

Wie mehr Geschmack in koreanisches Essen kommt

Diesen kleinen Ort hier habe ich ja mal begonnen, um allen Interessierten einen ersten Einblick in die koreanische Küche zu gewähren. Hier gibt es weder interessante Geschichten noch tolle Bildchen, nach wie vor schreibe ich am liebsten nur über Essen … Weiterlesen

Dreierlei Bärlauch, koreanisch

Irgendwo in den Untiefen meines Kühlschranks schlummert noch ein Gläschen Bärlauchpesto des VORvorjahres. Unangetastet. Vielleicht geht es euch auch so und ihr sucht Verwertungsmöglichkeiten jenseits von Pesto, Paste, Öl und Suppe. Jedenfalls werden meine asiatisch eingelegten Blütenknospen (wie jedes Jahr … Weiterlesen

Und plötzlich…

…ist jetzt Frühling. Meine liebste Jahreszeit. Nicht so kalt, nicht so warm, nicht so trist – genau richtig. Und vor allem, endlich Grün! Kein Frühling darf vergehen, ohne vorher Mindeullae Gutjuri (so der koreanische Name für Löwenzahnsalat) verspeist zu haben. … Weiterlesen

Kalte Nudeln #3

Das war das ursprünglich geknipste Bild für Kong Guksu, Nudeln in cremiger Sojamilch. Glaubt man diversen Ratschlägen, heißt es ja immer: kleine Portionen, möglichst alle Komponenten sichtbar, nicht die Teller überladen. Doch dann dachte ich, kurz bevor ich mich in … Weiterlesen

Haut mal drei

gegessen: Hühnerhaut, glasiert gesehen: Entenhaut gespürt: Gänsehaut – zu der man in Korea wiederum Hühnerhaut/Dak Sal sagt… der Kreis schließt sich somit PS: Und ja, diese knusprig-mürbe Hühnerhaut, die im Ofen auf ein Drittel der Ursprungsgröße schrumpft, war der fettige … Weiterlesen

Glänzend

Kleine essbare Goldklumpen. Gamja Jorim – als platte Fusion-Variante gab es sie bereits. Hier nun die klassische koreanische Art Kartoffeln zu essen. Vorzugsweise Baby-Kartoffeln werden so lange in einem Sud aus Wasser, Sojasauce, Kombu, Knoblauch und Reissirup geschmort, bis die … Weiterlesen

Eine schwarze Spur

Kein Schlick, auch wenn sich Konsistenz und Farbe sehr ähneln. Riecht nach Sesam, schmeckt nach Sesam, ist Sesam. Schwarze Sesampaste wird meines Wissens nicht in Korea, sondern nur in Japan als Kuro Neri Goma verwendet. Doch auch in Korea ist … Weiterlesen

Blanchierter Spinat in Sesamdressing

Etwas für Puristen. Ziemlich einfach, unkompliziert und eine kalte Küche. Die leichte Süße des bissfest blanchierten Spinats harmoniert perfekt mit der weichen, satten Nussigkeit des Sesamöls. Dazu noch frisch zerriebener Knoblauch und sehr feine Lauchringe für einen leichten Schärfeakzent – das war’s, mehr nicht. Diese simple Spinat-Beilage (시금치나물 Sigeumchi Namul) zählt zu Namul und man isst sie dementsprechend kalt. Nicht nur an heißen Tagen eine meiner Namul-Favoriten – schon seit meiner Kindheit. Mir blieb glücklicherweise der teilweise traumatische Kontakt zur braun-grünen Pampe aus der Packung (mit oder ohne Blubb) erspart. Folglich, keine Angst vor Spinat – ganz im Gegenteil. Seit über 3 Wochen könnte ich mich nur davon ernähren. Irgendwas scheint meinem Körper zu fehlen.

Das wichtigste an diesem schlichten Rezept ist die Qualität des Sesamöls. Je besser (also intensiver) das Öl, desto besser schmeckt das Gericht. Logisch. In diesem speziellen Fall ist kaltgepresst nicht erstrebenswert. Dunkel, fast rauchig geröstet und anschließend sofort abgefülltes Öl offenbart erst die volle Palette des würzig, nussigen Sesamaromas. Also, bitte nicht in die Pseudoexotik-Abteilung eines Supermarktes, sondern in den Asialaden sich begeben. Die dunklen reinen Sesamöle gibt es leider nur dort; noch besser schmeckt’s natürlich selbst gepresst. Auch logisch.

So einfach und so gut, probiert es aus. Die meiste Arbeit macht eher das Säubern.

Blanchierter Spinat in Sesamdressing_Sigeumchi Namul

Zutaten:

400 – 500 g frischer Blattspinat oder Wurzelspinat je nach Saison

1 EL Sesamkörner, geröstet

2-3 EL dunkles Sesamöl

1 Knoblauchzehe, fein zerrieben

Salz nach Geschmack

optional

Lauchzwiebeln, feine Ringe

Zubereitung:

  1. Evtl. Wurzeln und welke Blätter entfernen und mehrfach im Wasser durchspülen, gut säubern. Kurz abtropfen lassen. In einem großen Topf Salzwasser sprudelnd kochen und den Spinat hinzugeben. Sobald das Wasser wieder aufkocht den Spinat einmal wenden und wieder aufkochen lassen (je ca. 1-2 min).
  2. Wasser abschütten, Spinat sofort in kaltes Wasser geben und abschrecken. Gut (aber vorsichtig) in den Händen ausdrücken, mit dem Messer grob zerteilen. Mit allen weiteren Zutaten mit der Hand gut vermengen. Mit Salz abschmecken. Nur einzelne Tischportionen entnehmen und servieren. Die restliche Menge hält sich so einige Tage im Kühlschrank.