Muscheln, gegrillt

Es wäre übertrieben hier von Kochen zu reden. Doch es sind die einfachen Dinge, die einen glücklich machen. An den seichten Gewässern der koreanischen Westküste (vorzugsweise rundum Buan, auf der wunderschönen Halbinsel Byeonsan) findet man (fast schon inflationär) Muschelgrillverzehrstationen, in … Weiterlesen

Lebensweisheit oder eine kleine Jeon Party

Nein, nicht Konfuzius. Von Pacman lernt man den Sinn des Lebens: Viel essen. Bösen Leuten aus dem Weg gehen. Aufs nächste Level springen. (source: baldauf & von gehlen via: slomo) Dieser Pacman. Der hat’s drauf. Apropos viel essen. Hier bitte. … Weiterlesen

Kimchi, Chanel und traumhaft Schönes

source: murrrry
source: murrrry

Der wahre Duft meiner Kindheit – Kimchi an den Händen und Chanel No.5 am Hals meiner Mutter.

Eine Arbeit des Künstlers Hongtu Zhang auf dem Cover einer Gastronomica (Ausgabe 09/03), gefunden über die wunderbare Seite einer Leserin.

Es sind solche zufälligen Entdeckungen, die ich am Bloggen so liebe. Kommentar oder Link angeklickt und Klick gemacht – und manchmal, urplötzlich betritt man eine völlig neue Welt. So geschehen mit Tina Kraus’ Seite Faltmanufaktur. Atemberaubende, fantasievolle Papierobjekte voller fragiler Schönheit…

und Illustrationen, die zum Träumen anregen.

Bei der Betrachtung ihres Circus Zingaro wartet man schon regelrecht auf Gestalten, die den fernen Welten Roald Dahls, Ilka Schönbeins oder Markus Schinwalds entsprungen sind – und die entrückte Stimmung wäre vollkommen.

Normalerweise sehe ich mich nicht als emotionales Flittchen, das inflationär mit Verzückungstönen um sich wirft, und ich bin auch weder verwandt noch verschwägert mit Tina, aber ihre Arbeiten muss man einfach angucken, anschauen, anstaunen! Ich bin nur insofern vorbelastet, als ich zu jenen Erwachsenen gehöre, die selbst von Popup-Kinderbüchern magisch angezogen werden.

Tina hat u.a. in Südkorea studiert und ist somit kein unbeschriebenes Blatt, was die koreanische Küche betrifft. Ihre Begeisterung dafür hat sie unlängst für ein koreanisches Kochbuch illustratorisch festgehalten, das im August im kleinen aber feinen Jacoby und Stuart Verlag erscheinen wird. Ich kann es kaum erwarten und bin selbstverständlich auch auf die hoffentlich authentischen Rezepte gespannt.

Der Büchermarkt wird ja leider noch von pseudokoreanischen Rezepten (unter authentischem Deckmäntelchen) dominiert, bei denen meine Großmutter sich im Grabe umdrehen würde – und alle ihre Schwestern dazu.

Ich sag nur „mashinnen eumsik“ (Häh ?!!! Warnung: Wer dies bei der nächsten Koreareise als Gruß formuliert, wird hoffnungslos ausgelacht). Ein freundliches „Annyeong haseyo“ in Verbindung mit einer kleinen Verbeugung (aber bitte mind. im 45 Grad Winkel) ist die gängige Methode. Worauf die Autorin wahrscheinlich hinaus wollte ist die ständige Erkundigung der Koreaner, ob man gegessen habe – jederzeit und überall. Aber selbst dann sagt man nicht „mashinnen eumsik“, was nur soviel bedeutet wie „schmackhafte Gerichte“.

Ach ja, da wäre noch David Chang, der sein Kimchi sogar mit Sojasauce würzt und statt Pul (weisse Paste) reines Wasser zur Gewürzmischung kippt. Schon so schräg, dass es ein Versuch wert wäre. Nun, er will aber auch nicht unbedingt original kochen. Katharina hat zumindest gute Erfahrungen mit seinem Rezept gemacht. Und ihre Meinung schätze ich…

Aber, um beim Thema zu bleiben: Sind all diese Bilder nicht wunderschön?

(alle Bilder und Rechte bis auf Gastronomica: www.faltmanufaktur.com)