weich und mollig…geschmorter Tofu_Dubu Jorim

Endlich kann man zumindest wieder den Herd benutzen, ohne in der Hitze völlig zu verglühen. Mein erstes warmes Gericht bzw. Banchan/Beilage seit einigen Tagen war…

Dubu Jorim – geschmorter oder gedämpfter Tofu. Reich an Proteinen, daher ideal für Vegetarier.
Pur ist Tofu relativ geschmacksneutral oder böse Zungen behaupten sogar, er schmecke nach nichts. Daher schreit er nach intensiver Begleitung. Für Puristen unter euch kann ich empfehlen, den Tofu einfach in 1cm dicke Scheiben zu schneiden, etwas trocken tupfen (sonst spritzt es wie verrückt), leicht von beiden Seiten salzen, gutes Öl in die Pfanne, beide Seiten goldbraun braten. In etwas Sojasauce dippen wer mag oder pur genießen. Ach ja, eine beschichtete Pfanne wäre toll, sonst wird man wahnsinnig.

Eine kalorienärmere (keine Angst, ich zähle nicht zu denen, die Kalorien über Geschmack stellen) und meine bevorzugte Variante ist der in Sojasaucen-Dressing gedämpfte, würzig und leicht scharfe Tofu. In irgendeinem koreanischen Restaurant habe ich mal „molliger Tofu“ gelesen; es ist tatsächlich die richtige Bezeichnung für das Mundgefühl, dass guter Tofu verursachen sollte. Er muss schnittfest und trotzdem weich sein, nicht zu fest und nicht zu glibberig schmecken.

Eine Abwandlung zum nachstehenden Rezept wäre, den Tofu zunächst wie oben beschrieben anzubraten, und erst danach wie im Rezept fortzufahren. Dann schmeckt der Tofu eher bissfester und insgesamt kräftiger.

Der Tofu wird pur in Scheiben abwechselnd mit Gemüse und Dressing geschichtet und im geschlossenen Topf gedämpft. Wenn man statt Wasser Fleischbrühe verwendet, wird das Aroma gesteigert. Wer wie ich Zwiebeln liebt, kann zusätzlich sogar als allererste Lage in 1 cm dicke Scheiben geschnittene Zwiebel auslegen. Damit wird der Dämpfeffekt verstärkt, und die in der Würzmarinade weich geschmorten Zwiebeln schmecken auch köstlich.

Gedämpfter Tofu_Dubu Jorim

Zutaten

3 EL Wasser oder selbstgemachte Fleischbrühe

2 EL Sojasauce

1 EL Olivenöl

1 TL Sesamöl

1 TL gerösteter Sesam

1 TL Gochugaru

1 Prise Salz nach Geschmack

1 Zwiebel – oder 2 für Zwiebel-Fans

1 Lauchzwiebel

1 Stück Tofu

optional

Knoblauch und etwas geschnittene grüne Chilischote

Zubereitung:

Alle Gewürze zu einer Marinade verrühren, evtl. Knoblauch und klein geschnittenen Chili hinzufügen.

Zwiebeln halbieren, in 1cm dicke Scheiben schneiden. Für eine extra Lage die Zwiebel ganz lassen, in Scheiben schneiden und den Topfboden komplett damit auslegen.

Lauchzwiebel im Schrägschnitt in 1cm dicke Ringe schneiden.

Tofu quer halbieren, von der kurzen Seite in 1cm dicke Scheiben schneiden, sodass ca. 6 x 6 cm Quadrate entstehen. Dies ist natürlich nur ein Ratschlag – wer sich hier kreativ austoben möchte kann natürlich jegliche andere Form wählen, von Dreiecke, über Kreise bis hin zu kunstvoll geschnitzten Figuren.

Nun schichten: halbe Menge der Zwiebel und Lauchzwiebel, dann halbe Menge Tofu und zum Schluss Hälfte der Marinade – alles wiederholen. Falls etwas Gemüse übrig bleibt einfach ganz zum Schluss drüber streuen.

Aufkochen, dann mit geschlossenem Deckel auf mittlerer Hitze ca. 15-20 min. köcheln lassen. Zwischendurch die obere Lage mit der Marinade begießen.

Beim Servieren vorsichtig mit einem Löffel entnehmen, da die Scheiben leicht zerfallen.

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