Magic Mochi Brownies

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Zugegeben, an diesen Brownies ist gar nichts „magic“. Ehrlich gesagt waren sie eher ein astreiner Küchenunfall als Folge einer zu hemmungslosen Rezepteadaptiererei. Doch ihr kennt sicherlich die mehrschichtigen Magic Custard Cakes, die vor geraumer Zeit ganz Pinterest bevölkerten. Und ähnlich wie jene Magic Custard Cakes kam mein Mochi Brownie plötzlich mit zwei völlig unterschiedlichen Lagen/Konsistenzen aus dem Ofen. Oben eine tief schokoladige Kuchenmasse, unten ein bissfester Reiskuchen.

Also, nach dem ersten kleinen Schock tief durchatmen, nichts anmerken lassen und schnell einen neuen Namen erfinden: Magic Mochi Brownies. Klingt doch schon viel besser als „spektakulär gescheitert“? Improvisation ist schließlich alles!

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Fazit: Man kann sich ja vieles schön essen, doch in diesem Fall möchte ich tatsächlich von einem glücklichen Unfall sprechen. Die zwei Lagen machen sich nicht nur optisch gut, in Kombination sind sie geschmacklich der Hit – vorausgesetzt man mag Mochis bzw. deren klebrig-bissfeste Konsistenz (und NUR deshalb isst man Reiskuchen/Mochis). Dazu noch die hauchdünne zuckrig knusprige Kruste obenauf. Besser als erwartet!

Ich hatte bereits öfter Mochi Cakes bzw. Reiskuchenteige im Ofen gebacken, anstatt auf die traditionelle Weise zu dämpfen, jedoch bisher nur mit typisch koreanischen Zutaten für Reiskuchen wie Maronen, Jujube, Azukibohnen und getrocknete Kürbisstreifen. Die Verwendung von Schokolade war eine Premiere, die ich sicherlich für Schokoliebhaber wiederholen werde (exakt in dieser Variante mit zwei Lagen).

Jeder der eine Schwäche für Reiskuchen/Mochi UND Schokolade hat, wird diese Mochi Brownies lieben. Der Teig enthält nur Klebreismehl (Sweet Rice Flour aka Mochiko), so dass diese Brownies ganz nebenbei auch noch glutenfrei sind.

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Ursprünglich sollte es dieser Chocolate Mochi Cake nach use real butter werden, der eine vollkommen gleichmäßige Konsistenz aufweist. Ich nahm viel weniger Zucker und normale Milch statt Kondensmilch. Zudem ist mir bei der Zubereitung ein kleiner Fehler unterlaufen: bis auf Butter und Schokolade habe ich einfach alle Zutaten zusammengerührt wie ich es von anderen gebackenen Reiskuchen gewohnt bin. Woran es nun letztlich gelegen hat, ist mir bis heute schleierhaft. Es steht euch natürlich frei, ob ihr euch zunächst stoisch an das Originalrezept haltet oder gleich meine zweischichtige Unfallversion aka Magic Mochi Brownies ausprobiert. Exakt mit den unten aufgeführten Mengen, Zutaten und der Zubereitungsmethode habe ich jedenfalls die zwei Lagen erhalten.

Magic Mochi Brownies
grob adaptiert von use real butter

Zutaten für eine ca. 20×20 cm Form, 16 kleine Quadrate

140 g Klebreismehl (Sweet Rice Flour aka Mochiko)
120 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 TL Natron
1 Prise Salz
100 g Zartbitterschokolade
60 g Butter, geschmolzen
280 ml Milch
1 Ei, verschlagen

Zubereitung:

  1. Ofen auf 175 Grad vorheizen. Klebreismehl, Zucker, Vanillezucker, Natron und Salz mischen.
  2. Schokolade hacken und mit Butter im Wasserbad schmelzen, bis sich eine homogene Masse bildet. 5 Minuten abkühlen lassen.
  3. Trockene Zutaten zur Schokomasse geben, Milch und verschlagenes Ei hinzufügen und alles mit einem Spatel klümpchenfrei verrühren.
  4. Eine geschlossene (!) quadratische Backform oder Auflaufform grob mit Wasser besprenkeln, mit Backpapier auslegen (wichtig, sonst bekommt man den Reiskuchen nicht aus der Form) und den dünnflüssigen Teig hineingießen. Auf mittlerer Schiene ca. 40-45 Minuten backen (bei mir exakt 40 Minuten). Mindestens 30 Minuten in der Form auskühlen lassen. Lauwarm oder komplett ausgekühlt servieren. Die Brownies schmecken am besten noch am Backtag, können aber luftdicht verschlossen 2-3 Tage aufbewahrt werden. Unbedingt bei Zimmertemperatur und nicht im Kühlschrank aufbewahren.

Tipps: Reismehl ist nicht gleich Reismehl. Achtet darauf, dass ihr Klebreismehl/Sweet Rice Flour (koreanisch: Chapssal Garu) bekommt. Mit „normalem“ Reismehl erhält man keine Mochis, weder gebacken noch gedämpft.

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