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„Kunst konfrontiert, und was man dabei über sich selbst erfährt, ist manchmal nicht immer gut auszuhalten.“ – Ein paar Stimmen zu Manaf Halbounis Monument. Lesenswert.

One drawing a day keeps the doctor away: Ich schätze ja Christoph Niemanns Arbeiten und seinen Blick auf die Dinge – und nun auch seinen Instagram-Kanal abstractsunday.

Nicht Kunst. Mode. Durch den Film Sabrina habe ich mich als Kind in Mode verliebt. Und jener Film war natürlich der Beginn von Hubert de Givenchy und Audrey Hepburns Fashion Romance. (falls es euch noch vor Ende März nach Den Haag verschlagen sollte).

Off Topic:

In der heutigen Folge von Kitchen Impossible wird übrigens Südkorea besucht. Ich hätte natürlich viel lieber gesehen, wie ein Herr Mälzer (wahrscheinlich schweißgebadet und fluchend) irgendwo in der koreanischen Pampa mindestens eine Tonne Kimchi einlegt. Doch nun werde ich mich wohl mit Meta Hiltebrand im Restaurant Jungsik begnügen müssen. Als Service des Hauses habe ich für alle Interessierte vorab ein paar Links zusammengestellt.

Das Restaurant Jungsik in Gangnam, Seoul (New Korean Cuisine).

Ein Interview mit Chef Jung Sik Yim.

Eine Restaurantkritik (Lunch) gibt es natürlich bei den Sternefressern.

(kleine Klugscheißereien Ergänzungen zur Restaurantkritik am Rande: Der Fisch „Ok Dom“ ist ein Ziegelbarsch/Branchiostegus japonicus, der an der koreanischen Südküste und rund um die Insel Jeju gefangen wird. Und „Sujeonggwa“ ist ursprünglich ein traditionelles Dessertgetränk, gekocht aus Zimt, Ingwer und getrockneter Kaki aka Gotgam, ab und an dekoriert mit kleinen Birnenstückchen.)

2017

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Ich glaube, 2017 wird für mich das Jahr des Makgeollis! Nicht das billige Produkt aus der Plastikflasche, vollgestopft mit künstlichen Süßstoffen und Konservierungsmittel. Nein, das richtige Zeug, das aus nur drei Zutaten handwerklich hergestellt wird (und erstaunlich spritziger und herber ist als das süßliche Industrieprodukt). Ihr erinnert euch vielleicht an mein letztes kulinarisches Projekt aus 2016? Es wird mich definitiv ins neue Jahr begleiten. Nach den ersten Experimenten bin ich angefixt. Zu beobachten wie fröhliche Milchsäurebakterien und Hefen eine wilde Party schmeißen und dabei Reis und Wasser langsam in Alkohol verwandeln, ist die reinste Freude. Aber es geht (geschmacklich) noch mehr. Das weiß ich. Vor allem die Säure muss ich noch in den Griff bekommen…

Wer hätte jemals gedacht, dass ausgerechnet die Themen Sauerteig (Nuruk, der Starter, ist eine Art getrockneter Sauerteig) und Alkohol bzw. Homebrewing mich derart faszinieren können? Ich lese, schaue, lerne. Noch. Daher (noch) keine Rezepte.

Irgendwelche Makgeolli-Liebhaber unter euch? Oder hat gar jemand schon Erfahrung in der Herstellung von Makgeolli?

PS: Falls jemand in Seoul Makgeolli probieren möchte, empfehle ich die ziemlich entspannte Bar Damotori H (다모토리 ㅎ) im Viertel Haebangchon/Gyeongnidan. Dort werden Makgeolli-Sorten aus allen Provinzen des Landes angeboten und es gibt einen praktischen „Sampler“ mit fünf kleinen Schälchen unterschiedlicher Sorten – perfekt zum Durchprobieren und Entdecken. Zudem bieten alle Makgeolli-Bars (wie Izakayas) auch gleich die passende warme(!) Essensbegleitung an.

Damotori H (다모토리 ㅎ)
44-18 Yongsan 2(i)ga-dong, Yongsan-gu, Seoul, South Korea
Tel.: +82 (0) 70 8950 8362

Wer etwas mehr Zeit hat und auch mehr über Makgeolli, weitere Alkoholsorten und koreanische Brautradition erfahren möchte, kann die Sansawon Gallery (sowohl Museum als auch Brauerei) in Pocheon besuchen, in etwa anderthalb Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Seoul zu erreichen.
Die Brauerei bietet zudem diverse Homebrewing-Kurse an (auf Anfrage/Reservierung). Hier ein erster Eindruck von Sansawon und die wichtigsten Schritte in der Herstellung von Makgeolli und Soju (Koreanisch mit englischen Untertiteln).

The Gallery Sansawon (Baesangmyun Brewery)
512 Hwahyeon-ri, Hwahyeon-myeon, Pocheon-si, Gyeonggi Province
Tel.: +82 (0) 31 531 9300

noch mehr Infos und Preise

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Die ersten Wochen des Sommers waren geprägt von rosaroten Wolken. Mit Erdbeergeschmack. Ich habe meine zwischenzeitlich vergessene Leidenschaft für altmodische Windbeutel wiederentdeckt. Und jede Erdbeere, die ich fassen konnte, wurde in dieser Saison geviertelt und verschwand sofort in einer rosaroten … Weiterlesen

Das Huhn, das vom Fliegen träumte

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Seoul, Seoul, Seoul #2

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Eigentlich wollte ich euch bereits letztes Jahr auf die folgenden Listen von Vic hinweisen. Seoul food diary Shopping in Seoul Sie hat sich wie immer die Mühe gemacht, ihre Entdeckungen ausführlich zu notieren – eine Heidenarbeit (eine unheimlich trockene dazu, … Weiterlesen

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Nach der #1 kommt #2. Und zwar Naengmyeon. Kalte Nudeln wortwörtlich (Naeng = kalt, Myeon = Nudeln). Von diesem ursprünglich nordkoreanischen Gericht, das erst nach dem Koreakrieg durch die vielen Flüchtlinge in ganz Südkorea bekannt (und beliebt) wurde, gibt es … Weiterlesen

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Hyukohs 와리가리 Wari Gari (Comes and Goes) Hyukoh – derzeit die (musikalische) Sommersensation in Korea. Die eigentliche Sensation ist, dass dahinter echte Musiker statt Jungs aus der koreanischen Casting-Retorte stehen. Eine Indie Band aus jungen Musik- und Kunststudenten (alle Jahrgang … Weiterlesen