Kimchi aus Minigurken

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Als eines der allerersten Rezepte auf diesem Blog habe ich vor einer gefühlten Ewigkeit bereits ein Rezept für Oi Sobagi (Gurken-Kimchi) gepostet. Es war mal wieder an der Zeit, das Rezept zu überarbeiten. Wenn ich die Nachfragen richtig interpretiere, scheint … Weiterlesen

Für Freunde der gepflegten Fermentation

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Es ist an der Zeit, mich mal wieder meinen geliebten Milchsäurebakterien zu widmen. Und einem weiteren (viel zu oft unterschätzten) Liebling – dem Rettich. Diesmal in Form von Rettich-Wasserkimchi aka Dongchimi 동치미 (ausgesprochen Dongtschimi), was übersetzt schlicht und einfach Winter-Kimchi … Weiterlesen

Was Kimchi zu Kimchi macht

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„Trendy is the last stage before tacky.“ Karl Lagerfeld bringt auf den Punkt, warum ich mich an Trends im Allgemeinen und dem Wort „trrändy“ im Besonderen störe. Seit geraumer Zeit ist ein kleiner, aber stetig wachsender Kimchi-Hype auszumachen – zumindest … Weiterlesen

10 Jahre Kochtopf oder: Kimchi für alle

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Heute darf ich Gast bei Zorra sein. Und ich freue mich sehr, dass ich ihr zum Jubiläum „10 Jahre Kochtopf“ ein besonderes Kimchi-Rezept widmen darf. Doch der Reihe nach. Zuerst solltet ihr drüben bei Zorra meinen Gastbeitrag lesen. Bis gleich! … Weiterlesen

Auf einer Hundewiese

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…traf ich alte Bekannte: Dallae und Ssuk. Oder Allium und Artemisia. Dallae in schönster Blüte. Ssuk groß und mächtig – dank seiner Hundefreunde. Off-Topic Erkenntnis: Ein Vertical Garden ist keine neumodische Erfindung der letzten Jahre… Weiter ohne Hund. Kein Dallae … Weiterlesen

Kimchi + Faltmanufaktur

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Mein heutiger Gast ist kein reiner Foodblog, eigentlich gar kein Foodblog im herkömmlichen Sinn (wie einige meiner vorigen und zukünftigen Gäste). Aber sie scheint ein Profi in Sachen Kimchi zu sein. Immerhin hat sie bereits einige Monate in Korea gelebt … Weiterlesen

Kimchi + Toni Hundertachtziggrad

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Und weiter geht es mit der unregelmäßig regelmäßigen Reihe Kimchi +. Nach der Weltpremiere mit The Food and the City soll niemand auf die Idee kommen, fremdsprachig und schwarzhaarig-asiatisch sei hier die Prämisse. Nein, mein heutiger Gast ist blond (wenn … Weiterlesen

Kimchi Lasagne

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Nach wilden Gedanken (Kimchi ins Sugo, als Lage zwischendurch oder als Topping? Oder gar alles?) und aufmunternden Selbstgesprächen (was bin ich wagemutig, radikal innovativ, springe über meinen Schatten…) habe ich mich schlussendlich doch für die Schisser-Variante entschieden: Nur sehr wenig … Weiterlesen

Kimchi + The Food and the City

Kimchi + The Food and the City

Es gibt Begegnungen, die sich ab dem ersten Moment so leicht und so selbstverständlich anfühlen, als würde man sich schon ewig kennen. Mit echten Foodies (die sich die Freude an einfachen Sachen bewahrt haben) passiert mir dies immer wieder, ob … Weiterlesen

180° Adventskalender – Türchen Nr.13 oder: Lauter Winkel und Dreiecke

Ideenlos, gedankenlos, schlaflos streune ich seit einigen Wochen nervös umher – schuld ist natürlich die versammelte Innenwinkelsumme eines Dreiecks.

Eine überaus freundliche Delegation, exakt 45 Grad, trat auf mich zu und wartete auf eine Antwort für die restlichen 135 Grad. Natürlich habe ich (damals schon völlig gedankenlos) sofort freudig (hechelhechel) zugesagt. Ohne zu wissen was! Und unermessliche Freiheit dazu, die schafft doch immer erst die großen Probleme! Bekommt man enge Grenzen gesetzt, kann man sich zumindest über die mangelnde Freiheit beschweren. Meine Zahl durfte ich mir auch noch wünschen. Noch nicht mal zum Meckern reicht’s!

Worüber soll ich also schreiben, über die besinnliche Vorweihnachtszeit (bin ja nicht wirklich der Weihnachtstyp)? Über alternden Wein (kenne mich gar nicht aus, trinke als Enzymgestörte nur manchmal, aber bitte nur die rote Farbe)? Über Models und das was sie tragen (ok, kenne mich aus – und wer noch glaubt bei Modelcastingshows suchen Laien den Weg ins Rampenlicht, äh, liegt genau richtig…interessiert hier aber keinen)? Über Royales und Regentschaft (bin ja kein Anhänger der Monarchie)? Was habe ich mir da bloß eingebrockt? Oder sollte ich mir etwa schnell einen ergebenen Praktikanten zulegen, der das für mich erledigt?

Seither träume ich (schlecht) von Winkeln und Dreiecken: spitz, stumpf, außen, innen, gleichseitig, gleichschenklig…arrrgh! Ich finde doch Mathe und alles was dazu gehört ekelhafter als Hühnerfüße! Bis auf den Goldenen Schnitt verzichte ich gerne, aber selbst da führt der klassische Umweg bekanntlich über ein Dreieck. Die Mathe-Gene hat doch jemand anders aus unserer Familie komplett für sich beansprucht, ein Trauma! Und überall verfolgen sie mich:

in der Stadt…auf dem Land

Source: peterphile.tumblr.com Source: klaus leidorf

in der Sonne…in der Pose

Source: brunswicker.dk Source: unknown

und manchmal sogar…

Source: justbesplendid.tumblr.com

Holy Shit, unser ganzes Leben ist ein einziges mathematisches Dreiecksdingsbums! Augenblick. Ha, dafür kann ich kochen (sagen einige zumindest), sogar dreieckig kochen! Gleichseitig ist doch besonders hübsch, oder? Ja, kriege ich hin. Wer nun passend zur Adventszeit etwas Zimtduft erwartet, der muss sich woanders umschauen. Ich werde hier schließlich bezahlt, um anders zu sein (oder war das auch nur geträumt). Statt Zimt und Sternchen gibt es eine feine Meeresbrise und leicht röstigen Sesamduft. Auch nicht schlecht.

Samgak Kimbap, ein Dreiecks-Kimbap! Entweder pur nur mit Reis oder mit Wunschfüllung. Ideal zum Transportieren, für die kleine Lunchbox oder auch schön auf dem Teller in Miniformat. Man könnte diese dreieckige Meeresbrise sogar in ein geometrisches Weihnachtsmenü integrieren (und damit Damien Rudds Geometrie im Alltag fortsetzen), wie wär’s?

Dieses essbare Dreieck ist ein Standard in koreanischen 24h-Convenience-Stores und ist als fertiges Kit incl. Folie ebenfalls dort erhältlich. Ich musste darauf komplett verzichten, aber mit etwas Bastelarbeit klappt es sogar ohne dreieckige Onigiri-Plastikform und Kit:

Samgak Kimbap_Dreiecks Kimbap

Zutaten für je 1 Samgak-Kimbap:

4-6 EL fertig gekochter Sushireis, warm (grob ½ Reisportion)

½ TL Sesamöl

1 Prise Salz

1 EL Füllung, klein geschnitten: Kimchi, Gemüse, Fleisch, Bulgogi, Fisch etc. (bei mir Kimchi mit Fleisch)

1 halbes Blatt Nori (dicke Sorte speziell für Kimbap/Sushi)

Zubereitung ohne Onigiriform und Kit:

  1. Wunschfüllung vorbereiten, beiseite stellen. Reis nach Geschmack mit Salz und Sesamöl würzen, dabei nur vorsichtig und leicht mit einem Spatel unterheben, nichts andrücken.
  2. Blätter vorbereiten: Handelsübliche Noriblätter evtl. rösten (s. Packung), längs halbieren, Breite exakt ausmessen und die Länge auf doppeltes Breitenmaß kürzen. Bei mir war die Breite 9,5 cm – fertige Länge 19 cm.
  3. Formring/Schale/Tasse mit etwas kleinerem Durchmesser als Noribreite (bei mir 8,5 cm) mit Sesamöl leicht fetten (damit nichts klebt). 2-3 EL Reis flach verteilen, evtl. nun die Füllung (bei mir gebratenes Kimchi mit Fleisch) mit knapp 1 cm Rand zur Schale verteilen und wieder mit gleicher Menge Reis abschließen.
  4. Einen breiten Löffel oder Spatel leicht mit Wasser benetzen und mit der Rückseite die Reiskugel gut pressen, bis der Reis ungefähr ein Drittel der Ursprungshöhe verloren hat. Die Reiskugel herausholen und zunächst auf einem Teller (vorher mit wenig Sesamöl leicht fetten) mit 2 Spateln ein gleichmäßiges Dreieck formen (Augenmaß reicht!!), dabei nicht nur die Seiten, auch von oben andrücken.
  5. Noristreifen mit der kurzen Seite nach vorne drehen. Fertiges Reis-Dreieck mit der Spitze nach oben an die obere Nori-Kante setzen. Untere Kante über den Reis schlagen und die Ecken darunter schieben. Die verbliebenen Ecken von oben nun schräg links und rechts über die Dreiecksspitze schlagen. Gut andrücken und umdrehen. So entsteht ein Samgak-Kimbap mit ca. 3 cm Höhe.
für Suse
für Suse

Tipps: Der Reis sollte wie bei Sushi leicht „abgewedelt“ sein und weder zu heiß (verzieht Nori) noch zu kalt (klebt nicht) sein. Lasst bei der Füllung eurer Kreativität freien Lauf. Nur auf den Rand achten, damit die Füllung beim Pressen nicht rausquillt. Samgak Kimbap/Onigiri ist streng genommen kein Sushi mit gesäuertem Reis. Falls roher Fisch als Füllung verwendet wird, den Reis trotzdem mit Essig und Zucker würzen statt mit Sesamöl.

Ach, und nach meiner Augenmaß-Methode schließen die Noriblätter an den Ecken nicht akkurat bündig ab (s. Bild) und Reis guckt etwas heraus (wie auch beim käuflichen Original). Mathematische Perfektionisten unter euch können gerne die exakte Höhe in die Länge/Breite mitkalkulieren (auf den Millimeter gleichseitig setze ich dann voraus), bzw. Reis/Nori perfekt zueinander berechnen und ein möglichst nahtloses Ergebnis anstreben. Ich bitte um kurze Veröffentlichung dieser mathematischen Sonderleistung über die Kommentarfunktion. Belohnung ausgeschlossen. Nachahmung garantiert.

Das 13. Türchen ist hiermit weit geöffnet, liebste hundertachtziggradheiße Orgientruppe! Jetzt wisst ihr, warum ich euch lieber in die Temperaturschublade stecke…

P.S.: Es lohnt sich dem Link Klaus Leidorf zu folgen, dort erwarten euch noch weitere faszinierende Luftbildaufnahmen des Fotografen. Danke nochmal an dieser Stelle.