Sommer-Kimchi: Kimchi aus Kohlrabi

Hier nun das Rezept für Kohlrabi Kimchi. Eigentlich ist es mein Rezept für Kkakdugi, gewürfeltes Rettich-Kimchi. Doch da es in Deutschland zuweilen schwierig ist, richtig guten, knackigen Rettich oder gar Daikon aufzutreiben (im Sommer nahezu unmöglich), greife ich in den warmen Monaten gerne auf Kohlrabi zurück – ein Gemüse, das ich mittlerweile liebe und sehr mit Deutschland verbinde.

Kohlrabi Kimchi_Kohlrabi Kkakdugi

Dieses Kimchi ist schnell gemacht und perfekt für Einsteiger geeignet. Es passt sehr gut zu Fleischbrühen, Fleischgerichten allgemein und zu Nudelsuppen jeglicher Art. Überall dort, wo ein leicht scharfer „Crunch“ als Kontrast gewünscht ist.

Zutaten:

Pul/Paste:
1 EL Reismehl (alternativ Weizenmehl)
100 ml Wasser

3 Kohlrabi, groß
60 g Meersalz zum Einsalzen
2-3 Scheiben Ingwer
2 Knoblauchzehen
1/2 Stück rote Spitzpaprika
1 EL Zucker
1 EL Fischsauce oder 2 TL Saeu Jeot (gesalzene Babyshrimps)

2-3 EL Gochugaru oder nach Bedarf mehr
Salz zum Abschmecken

Zubereitung:

  1. Kohlrabi schälen, darauf achten, dass sie nicht faserig sind, sonst sind sie ungeeignet. In mundgerechte ca. 3×3 cm Würfel schneiden: zunächst in dicke Scheiben, dann dicke Stifte, danach in Würfel. Einsalzen, gut vermischen und ca. 3-4 Stunden ziehen lassen. Kein Wasser dazu, da das Gemüse genug Wasser verliert. Zwischendurch jede Stunden wenden.
  2. Reismehl und Wasser klümpchenfrei kalt (!) verrühren, unter Rühren aufkochen bis Bläschen blubbern. Beiseite stellen und erkalten lassen. Wer kein Reismehl hat, nimmt die gleiche Menge Weizenmehl.
  3. Alle restlichen Zutaten bis auf Gochugaru und Salz zusammen pürieren/mixen, einzelne Zutaten ggf. vorab in grobe Stücke schneiden. Erkaltete weiße Paste (Pul) und Gochugaru hinzufügen, gut verrühren und stehen lassen, dass sich die Aromen verbinden.
  4. Die fertig gesalzenen Kohlrabistücke dreimal gut abspülen, tropfnass mit der vorbereiteten Würzpaste gut vermengen. Ganz zum Schluss mit Salz, zusätzlich Gochugaru und evtl. wenig Zucker abschmecken. Die Würfel sollten (wie jedes Kimchi) leicht versalzen abgeschmeckt werden, denn nach der Reifezeit schmecken sie dann genau richtig. In einen trockenen, luftdicht verschließbaren Behälter umfüllen und alles gut andrücken. Kein Wasser hinzufügen, Kimchiflüssigkeit entsteht mit der Zeit automatisch. 2-3 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen, bis das Kimchi langsam das typische Aroma entwickelt. Das kann man schmecken, also jeden Tag (morgens und abends) ein Stück probieren. Erst danach im Kühlschrank aufbewahren.

Tipps: Gerade bei dieser Kimchisorte (Kkakddugi) ist es wichtig, dass das fertige Kimchi zunächst bei Zimmertemperatur reift. Erst wenn sich das typische Kimchi-Aroma entwickelt hat, d.h. eine leicht säuerliche Note bemerkbar wird, sollte es gekühlt werden. Stets kühlschrankkalt servieren. So schmeckt Kimchi immer am besten.

Kkakddugi Kimchi, egal ob aus Kohlrabi oder Rettich, ist für den kurzfristigen Verzehr gedacht – daher innerhalb von 14 Tagen aufbrauchen. Am besten schmeckt das Kimchi zwischen dem 5-6 Tag und der gesamten zweiten Woche. Danach fällt der Geschmack langsam aber sicher mit zunehmender Säure und immer weicher werdenden Konsistenz.

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Ein Kommentar zu “Sommer-Kimchi: Kimchi aus Kohlrabi

  1. Pingback: Sommer18 | missboulette

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