Bergauf

patjuk1

Heute, zur Wintersonnenwende, ganz klassisch Dongji Patjuk gegessen – ein Congee/Porridge aus Azukibohnen, Reis und kleinen Mochibällchen. Wahlweise salzig oder süß. Auf das zusätzliche Verspritzen an allen vier Ecken des Hauses, so wie es meine Oma früher tat, habe ich aus nachbarschaftlichen Gründen verzichtet. Der Glaube an die Seelen Verstorbener und somit auch an (gute wie böse) Geister ist ja tief in der koreanischen Kultur verankert. Am dunkelsten Tag des Jahres sollten kleine Kleckse dieser roten Bohnensuppe an den Außenwänden böse Kräfte fernhalten.
Zugegeben, ich esse Patjuk hauptsächlich, weil es mir schmeckt. Und die Wintersonnenwende ist eine hervorragende Ausrede, um zumindest einmal im Jahr Patjuk zu rühren.

Ab morgen geht es bergauf. Bei Sonnenaufgang auf die Ohren: Don’t give up on me.
Irgendwann wiederentdeckt via stepanini.

Ansonsten: Oh Wunder, auch in dieser Vorweihnachtszeit nicht sonderlich viel gebacken. Eine Premiere war nur ein Quitten-Haselnuss-Stollen adaptiert nach diesem schnellen Rezept. Im Original zwar ein klassischer Quarkstollen, doch ich habe es fast bis zur Unkenntlichkeit verändert: Zitronat, Orangeat restlos verbannt, statt Rosinen (bin ja Rosinenphobiker) selbstgemachtes Quittenbrot kleingehäckselt (ebenfalls eine Premiere dieses Jahr), Walnüsse gegen frisch geröstete Haselnüsse ausgetauscht und zum Schluss den heißen Stollen mit VIEL geschmolzener Butter bepinselt und dick gepudert.

Ich weiß nicht warum, aber dieses Jahr habe ich urplötzlich (und für mich gänzlich unnormal) Appetit auf festes, würziges Backwerk (s.o. Stollen). Daher möchte ich unbedingt noch ein Früchtebrot backen. Vielleicht dieses? Zu Käse sicherlich genial, wie Milchmädchen empfiehlt. Da müsste ich aber 1000 g (!) Rosinen irgendwie ersetzen oder das Rezept als ultimative Konfrontationstherapie betrachten… Oder es wird dieses Apfelmus-Dattel-Brot. Falls ihr sonst ein unkompliziertes Früchtebrot empfehlen könnt – immer her mit den Links!

Wenn jemand auf der Zielgeraden – ganz im Gegensatz zu mir – backtechnisch noch einmal richtig loslegen will und Inspiration sucht: Plätzchenmania Teil 1-3.

Ich liebe ja die ruhige Zeit zwischen den Jahren. Für diese letzten Tage habe ich mir noch ein neues DIY-Projekt vorgenommen: Makgeolli, ein fermentierter, koreanischer Reiswein. Makgeolli ist das älteste alkoholische Getränk Koreas und erlebt seit einigen Jahren ein Revival. Falls es gute Nachrichten zu vermelden gibt, werde ich nächstes Jahr berichten. Bis dahin.

Genug gesabbelt. Habt schöne Feiertage!

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4 Kommentare zu “Bergauf

  1. Tauschen wir? Ein bisschen Porridge gegen das aller-, allerletzte Stück Früchtekuchen – zum Probieren? Denn er ist fruchtig… SEHR fruchtig. Ich mag Rosinen & Co wirklich gern, aber diese Dosis ist selbst mir manchmal zu hoch (deshalb die lange Haltbarkeit ;)). Nur so als Warnung. Drumherum ist’s NUR lecker :D!

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