Kimchi aus Minigurken

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Als eines der allerersten Rezepte auf diesem Blog habe ich vor einer gefühlten Ewigkeit bereits ein Rezept für Oi Sobagi (Gurken-Kimchi) gepostet.

Es war mal wieder an der Zeit, das Rezept zu überarbeiten. Wenn ich die Nachfragen richtig interpretiere, scheint allgemein das richtige Einsalzen (Salzmenge und Zeit) nach wie vor das Schwierigste bei der Herstellung von Kimchi zu sein. Ich sprenkel das Meersalz zwar immer noch am liebsten mit lockerer Hand direkt auf das Gemüse (ich bilde mir ein, das Arbeiten mit Salzlösung verwässert leicht den Geschmack), jedoch sehe ich ein, dass das Einlegen in einer Salzlösung für Anfänger die leichtere Methode ist. Daher habe ich mein ursprüngliches Rezept nun nach dieser „flüssigen Methode“ leicht abgewandelt und nebenbei meinem liebsten Sommerkimchi neue Bilder gegönnt.

Oi Sobagi ist schnell und einfach gemacht (somit ideal für Einsteiger), kann sofort frisch ohne Fermentation verzehrt werden und meine Version ist ganz nebenbei vegan, weil ich weder Fischsauce noch eingelegte Babyshrimps für dieses Kimchi verwende. Für das Kimchi auf den Bildern hatte ich im Frühsommer Minigurken verwendet, aber ihr könnt jede Art von Gurken nehmen. Je kernarmer und knackiger, desto besser. Dicke, aufgepumpte Schlangengurken eher meiden.
Dieses schnelle Kimchi passt ideal zu Grillfleisch oder einfach zu einer schlichten Schale Reis.

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Gurken-Kimchi_Oi Sobagi

12-15 Einlegegurken oder Minigurken
80g Meersalz
1 Liter Wasser

Füllung:
100 g Buchu (Schnittknoblauch), alternativ Schnittlauch
1 kleine Möhre
½ Zwiebel (mittel)
2-3 EL Gochugaru
1 TL Sesamkörner, geröstet
1 TL Meersalz, fein
½ TL Zucker

Zubereitung:

  1. Salz in Wasser auflösen. Gurken waschen, Enden abschneiden und kreuzweise bis auf 1-2 cm einschneiden (Achtung nicht ganz durchschneiden!), sodass 4 Spalten entstehen, die an einem Ende zusammengehalten werden, ähnlich wie bei Salzzitronen.
  2. Die eingeschnittenen Gurken in der Salzlösung ca. 30-60 min je nach Festigkeit und Dicke der Gurken einlegen. Sie sollten komplett mit Wasser bedeckt sein. An heißen Sommertagen verkürzt sich die Einsalzzeit – eher 30 min. Als Test die Gurken an den Einschnittstellen vorsichtig auseinanderziehen. Sie sollten allgemein zwar noch fest sein, jedoch elastisch nachgeben ohne zu brechen, wenn sie an den Einschnittstellen vorsichtig auseinander gezogen werden.
  3. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dafür Buchu in 1 cm Stücke hacken, Möhren in sehr feine Julienne schneiden und evtl. noch kleiner hacken, etwas Zwiebel in hauchdünne Streifen schneiden. Alle Zutaten bis auf Buchu zusammen mit allen Gewürzen gut vermischen. Dabei mit dem Löffelrücken kräftig kneten, sodass die Masse etwas kompakter wird. Danach Buchu zügig untermengen (Buchu sollte nicht zu lange geknetet werden, sonst wird der Geschmack grasig). Die fertige Füllung kurz ziehen lassen. Abschmecken und nach Geschmack evtl. nachwürzen.
  4. Nach 30-60 Minuten die Gurken durch ein Sieb abgießen, die Schüssel erneut mit Wasser auffüllen und darin alle Gurken kurz ausspülen. Erneut abgießen und die Gurken im Sieb gut abtropfen lassen, sehr vorsichtig mit den Händen ausdrücken. Nun die Gurken mit der fertigen Würzmischung befüllen, dabei die Gurkenspalten fest um die Füllung wieder verschließen. Zur groben Orientierung reichen ca. 3 TL der Füllung als Menge, aber mit den Fingern (Handschuhe) lässt es sich leichter arbeiten.
  5. In einen luftdicht verschließbaren Behälter geben. Falls etwas Füllung übrig bleibt, diese über die fertig gefüllten Gurken verteilen. Sofort in den Kühlschrank stellen. Diese Kimchisorte kann bereits am nächsten Tag verzehrt werden. Beim Servieren die Gurken vorsichtig entnehmen, sodass die Füllung nicht herausfällt.
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9 Kommentare zu “Kimchi aus Minigurken

  1. Pingback: Gurken Kimchi auf zwei Arten – waehnerk

  2. Pingback: Fleisch, das vom Knochen fällt | missboulette

  3. Liebe Missboulette, um noch eine undusselige Frage zu stellen: Wie isst man diese wunderbaren Gurken wohl korrekt mit Stäbchen, zumal metallenen? In Stücke geschnitten? Die ganze Gurke zum Mund führen, abbeißen und den Rest wieder auf den Teller? Warten bis keiner hersieht und die Hände nehmen? Es ist nicht einfach …

    Wo ich aber schon mal frage, kann ich auch gleich loben: Ich finde Deine Website absolut großartig und hänge folglich häufig, wenn auch geräuschlos hier herum. Falls ich irgendwann zum Hobbykoreaner gereift sein werde, wird Dein Anteil daran wohl beträchtlich sein. Auch von mir ein Danke.

    • Eine wichtige Frage! Du hast es eigentlich schon raus:

      Die ganze Gurke zwischen Metallstäbchen balancierend zum Mund führen, abbeißen und den Rest wieder auf den Teller legen. Wichtig ist, dass man bei jedem Bissen sowohl Gurke als auch Füllung erwischt. Und wenn niemand schaut, darf man auch mit den Fingern zulangen.

      Manchmal serviere ich Gurken-Kimchi fertig in Stifte zerteilt (also einfach das eine Ende mit einer Küchenschere kreuzweise durchschneiden) – aber da muss jeder selbst schauen, dass man jeweils die richtige Menge Füllung zur Gurke greift. Etwas feiner, aber nicht unbedingt besser.

      Und vielen Dank für die Blumen!

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