Meeresknabbern

dashima5

Schnell und ohne große Worte: Dashima Twigak 다시마 튀각 aka Kombu Chips. Auf Wunsch von Britta hole ich doch noch diese süßlich-salzige Umamibombe aus der ewigen Warteschleife. Ich bin eh der Meinung, wir alle sollten mehr Algen essen. Ob als Salat (nicht von den beknackten Fotos irritieren lassen – der Wakamesalat ist wirklich köstlich und der perfekte Begleiter an heißen Tagen) oder eben als Chips.

dashima6

Dashima Twigak_Kombu Chips

Zubereitung: Kombu mit einem feuchten Küchenpapier gründlich sauber wischen (eine gute Qualität erkennt man an weißen Schlieren – doch das Zeug/Meersalz muss vor der Zubereitung immer runter, sonst wird es zu salzig). Mit einer Küchenschere in mundgerechte Rechtecke (ca. 4×3 cm) schneiden. Komplett trocknen lassen (kann sogar am Vortag gemacht werden). In einem kleinen Topf ca. 1 cm hoch Öl angießen und erhitzen. Anschließend bei ca. 150 Grad ein paar Sekunden frittieren bis sie hell aufplustern (die Hitze nicht zu hoch und nicht zu niedrig – zur Kontrolle eine winzige Prise Meersalz ins Öl geben, sobald die Salzkörner nach dem Absinken sofort wieder an die Oberfläche schnellen, ist die richtige Temperatur erreicht). Falls sie zu kurz garen, bleiben sie ledrig wie eine schlechte Schweinekruste. Garen sie zu lange, werden sie bitter und schwarz. Perfekt gegarte Kombu Chips sind crisp mit kurzem Biss und sind gleichmäßig hell. Nur jeweils wenige Stücke gleichzeitig frittieren, so kann man den richtigen Garpunkt besser kontrollieren und anpassen. Auf Küchenpapier abtropfen und leicht auskühlen lassen. In eine Tüte geben, etwas Zucker (ja, richtig gelesen) und Sesam dazugeben und gut schütteln. Als Banchan (Beilage zu Reis) oder vor allem auch als Anju (Beilage zu Alkohol) servieren. Dashima Twigak waren quasi die Kartoffelchips der Generation meiner Oma, auch wenn ich mit Erstaunen feststellen musste, dass in den USA selbsternannte Hip Chicks nun auch Kombu Chips knabbern.

Übrigens, ich pulverisiere diese Chips grob und streue das so entstandene Umamipulver auch über salzige Popcorn. Schmeckt mir fast besser.

Tipps: Diese Kombu Chips sind sehr (!) salzig. Wer diese nur pur und nicht als Beilage knabbern möchte, kann Dashima/Kombu auch für ca. 5 Minuten in heißem Wasser kochen. Danach mehrere Tage gut trocknen bevor man frittiert. Die Brühe nicht wegschmeißen, sondern als Grundlage für Misosuppen o. Ä. verwenden. Ich verwende sie sogar für Pastasaucen.

12 thoughts on “Meeresknabbern

  1. YEAH, das sind sie, danke du Liebe🙂 jetzt muss ich nur noch schauen, ob es die in „meinem“ Asialaden gibt, aber es gibt tatsächlich kaum was, das ich da noch nicht gefunden hätte😀

    • ha! hab’s mir doch gedacht. kombu/dashima gibt es wirklich überall. die gibt es in großen „strängen“ mindestens DIN A4 größe, eher größer.

  2. Wie oft habe ich schon Doenjang jjigae mit Dashima gemacht und diese danach achtlos weggeworfen. Jetzt werde ich sie trocknen und frittiert. Freue mich auf das Ergebnis.

    • oh, da solltest du aufpassen, dass du dashima nicht ZU lange kochst, johann. doenjang jjigae köchel ich oft mindestens 20 min. danach schmecken die dashimastücke ziemlich ausgelaugt. musst du ausprobieren, ob es dir trotzdem schmeckt. besser ist vllt doch nur kurz blanchieren und eher die brühe zu verwerten?

    • susanne, ich muss gestehen, dass diese knabberei – pur – nicht wirklich zu meinen favoriten gehört. es schmeckt schon sehr extrem. lieber mag ich kleine prisen des pulvers. aber vielleicht ergeht es dir wie britta und du fährst total darauf ab? möglich wäre es… jedenfalls, viel spaß mit den dingern!🙂

  3. Missboulette die Dashimastücke lasse ich meistens über Nacht oder zumindest einige Stunden im lauwarmen Wasser liegen, bis sich etwas „Schleim“ bildet. Das Wasser verwende ich natürlich zum aufgießen. Dashima selbst koche ich nicht mit da ich glaube, die Jjigae bekommt einen leicht bitteren Geschmack dadurch.

  4. Wie genial sind die denn bitte? Ich war schon echt verzweifelt ob der Riesenmenge Kombu, der ich einfach nicht Herr werden wollte (so viel, wie in der Packung war, brauche ich ein Lebtag nicht für Dashi!). Der Versuch, daraus Lasagne zu machen, war zwar umami-lecker, hat mich wegen des astronomischen Jodgehalts aber ein bisschen nervös gemacht. Dabei muss man das Zeug nur frittieren, was ich gestern tat… LECKER! Hab‘ tausend Dank!

    • huch, habe dich soeben (ganz zufällig) aus der spamtonne gefischt. hoffe, dass mir keine anderen wichtigen kommentare entwischt sind.

      wie auch immer: schön, dass sie dir gefallen. und du bist schön mutig… lasagne aus den blättern.🙂

      ansonsten schneide ich wie gesagt kombu in ca. 4×4 cm quadrate und werfe 1-2 stück in jegliche suppen oder bolognesesoßen.
      die dinger halten ja ewig, so kann man sich beim verbrauch zeit lassen.

Gedanken hinterlassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s