180° Adventskalender, Türchen 16: Verehrtes

weihnachten

ein vorweihnachtlicher gruß von der weltbesten nichte

Und schon ist fast wieder Weihnachten. Alle Jahre wieder hetzt man durch das Jahr, setzt genüsslich Winterspeck an, versucht ihn dann über Monate hinweg loszuwerden und sobald man ihm zu entkommen glaubt, ist es wieder Zeit für ihn. Ein ewiger Kreislauf…

Nun, Weihnachten. Diese wahre Weihnachtsgeschichte kann niemals übertroffen werden, also starte ich erst gar keinen Versuch. Stattdessen gibt es zum ersten Mal auf meinem Blog eine kleine Rückschau. Ein Blick zurück auf einige der vielen erhellenden Momente des fast vergangenen Blog-Jahres – mit Anspruch auf Unvollständigkeit.

Meine Bestenliste in zufälliger Reihenfolge:

Kulinarischer Beitrag des Jahres: Über die Seele der Tomaten
Wenn ich groß bin, möchte ich so über Essen reden und schreiben können. Und (Gemüse)Seelen einfangen.

Tipp des Jahres (oder Trick des Jahres): Kommt von einem schwarzen Vogel. Ein Exemplar der hochgeschätzten Guanoproduzenten. Vielleicht bald noch ein safranproduzierender Vogel?

Blog des Jahres: Küchenschabe. Einfach weil mein Jahr ohne Uschis Blog weniger schmackhaft geworden wäre. Höchster Nachkochfaktor im Alltag (leider nicht hier auf dem Blog ersichtlich). Parmesanflan steht noch aus und wird über die Feiertage gemacht.

Newcomer des Jahres: Yellowyellowstripes. Rüberklicken, dann wisst ihr warum.

Flop des Jahres: Semmelknödel. Nach einem hochgelobten Rezept aus angeblich Europas größter Koch-Community. Der zweite Teil des Grauens ruht derzeit im Tiefkühlfach, aber ich fürchte mich davor, die Betonrolle mit undefinierbarer Farbe wieder zum Leben zu erwecken… Ich weiß, warum ich mich schon immer lieber auf Blogs herumgetrieben habe. Hinterlasst mir gerne eure Semmelknödelrezepte, Familienrezepte, Tipps und Tricks – ja, verlinkt euch massenhaft selbst!

Entdeckung des Jahres: Strudel, Strudel und nochmals Strudel (mein Dank gilt Turbohausfrau und Katha).

Duft des Jahres: Immer wieder Steirischer Erdäpfelstrudel (s. Blog des Jahres und Entdeckung des Jahres).

Top-Kommentator des Jahres: Zwei. Eva Kochpoetin und Susanne Magentratzerl. Nicht, dass ihr euch verausgabt habt, ich knickse vor eurer Leistung!

Dank des Jahres geht an Katharina. Sie hat mir die meisten Besucher geschickt. Mein stetes Vorbild ist sie sowieso. UND natürlich Eline, die ihr unendlich scheinendes Küchenwissen so großzügig teilt, niemals aufdringlich, niemals besserwisserisch, immer passend und immer inspirierend. Sie hat mich übrigens auch zu diesem Blick zurück inspiriert.

Last but not least, die Zugabe:
Best Haxe EVER!!! Schweinshaxen bitte nur so und nicht anders. Vorkochen heißt das Zauberwort. Nach Suse Hundertachtziggrad und Haxn-Coach Toni. Euch beiden sei Dank für dieses unverschämt saftige und butterzarte Fleisch. Außen ist es auch noch knusprig…unverschämter geht es doch gar nicht.

16_missboulette

Zu gewinnen gibt es mal wieder…NICHTS! Nur meine Verehrung.

Das war das Türchen 16. Ja, das war’s leider schon. Mehr Türenöffner gibt es hier. Und the closing of the doors überlasse ich einer stilsicheren Dame, die ich ebenfalls verehre. Tief gekramt. Wer will auch LIVE (da sie LIVE immer besser ist – nur leider in diesem Ausnahmefall nicht).

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20 Kommentare zu “180° Adventskalender, Türchen 16: Verehrtes

  1. ich danke dir, da werd ich ganz rot bei so viel Lob :-))
    Für mich ist dein Blog deshalb eine Bereicherung, weil ich bei dir so viele hochinteressante, mir völlig unbekannte Gerichte kennenlernen durfte – ich denke da nur an Ginger Scallion Fried Rice, Dotori Muk oder die schwarze Panne Cotta. Und danke nochmals für den Link zu den Kimchi Chronicles!

  2. Um meinem „Ruf“ gerecht zu werden… 😉
    Und ich stimme dir in den meisten Punkten zu. Ein Leben ohne Küchenschabe? Unvorstellbar. Aber eins hast du, natürlich, vergessen, dich selbst, missboulette, ein Leben ohne dein Blog wäre irgendwie auch nicht rund. 🙂

  3. Tja, dann muss ich wohl was sagen 😉
    Ich stimme zu, was die Küchenschabe angeht. Aber ohne deine superinteressanten Beiträge wäre mein Bloggerleben definitiv um eine Attraktion ärmer. Und das Semmelknödelrezept, das kommt. Kann aber 2014 werden 😉

  4. Ich schätze Deinen Blog sehr. Du bringst Leuten die koreanische Küche näher, oder bringst sie überhaupt erst zum Bewusstsein.
    Die meisten Geschäftsleute, die nach Korea auf Besuch kamen, glaubten und sagten mir auch, die koreanische Küche sei eintönig, es werde ja nur ein Haufen Fleisch gegessen, sie kannten eigentlich nur Kalbi, Bulgogi und Kimchi. Das kam, weil koreanische Mitarbeiter die Gäste immer zu Fleisch einluden. Besucher waren begeistert von meinen Einladungen in ein edles Restaurant unter dem Theater in Seoul, wo auf hohem Niveau ein buntes Allerlei von Strassenfood und Hausmannskost serviert wurde. Meine Mitarbeiter klagten, das hätten sie jeden Tag, Gästen könne man doch nicht so simples Essen auftischen, und wenn sie mal auf Firmenkosten essen gehen könnten, würden sie lieber Fleisch essen.

    • danke für die lieben worte, erich. und das „fleischproblem“ kenne ich auch. meine verwandten schauen auch immer verwundert, dass ich lieber kein fleisch , sondern die ganzen gemüsebeilagen essen möchte. zur erklärung sollte ich vllt erwähnen, dass es zum guten Ton gehört, als gastgeber seinem gast fleisch, insbesondere rindfleisch, anzubieten. sonst ist man schnell als geizhals verschrien. 😉 gerade weil fleisch dort noch nicht zum billigprodukt verkommen ist und immer noch als nichtalltägliches qualitätsprodukt gilt.

      ich finde ja, die (meisten) koreaner machen es genau richtig. sie essen überwiegend fleischlos, aber wenn es sein „muss“ dann richtig gutes regionales (und folglich teures) fleisch. qualität statt quantität. billige importware (oft aus australien) wird von vielen keines blickes gewürdigt und landet eher in kantinen und imbissstuben.
      kein wunder, dass daher gerne firmenessen genutzt werden, um mal in einem spezialitätenrestaurant richtig in hanu-rindfleisch „baden“ zu können, und bisweilen der falsche eindruck erweckt wird, koreaner würden hauptsächlich fleisch essen. 😉

  5. Ganz schön Österreichlastig dein Jahresrückblick 😉
    Und danke für die Blumen!
    Semmelknödel kriegst du mit deiner Experimentierfreudigkeit und Geschick auch noch hin …

    • huch, ja! war keine absicht mit ö. aber ihr seid so gut…;) und: auf dich ist verlass. deine gemüseflans kommen genau zum richtigen moment und haben mich völlig inspiriert. ich träume von ginsengflan, kimchiflan etc. mal schaun, was sich umsetzen lässt. lass dich drücken, eline!

  6. Schön, dieser Jahresrückblick – mit meiner größten Zustimmung. Hervorheben möchte ich aber den Ginger Scallion Fried Rice, den ich fast so häufig zubereite und genieße wie Afra Evenaars umbrisches Linsengericht.
    Ja, ich stamme aus den Anfängen der „größten Kochcommunity“ und habe mich aus vielerlei kritischen Gründen bald wieder verabschiedet. Inzwischen versehe ich bei der Suche nach Rezepten eben diese „Community“ mit einem Minus, damit ich mich gar nicht erst aufregen, ärgern, plagen muss. Inzwischen habe ich aber die Foodblog-Crème de la Crème abonniert und werde immer fündig. Vielleicht sollte ich meiner Dankbarkeit noch mehr Ausdruck verleihen? Aber oft bin ich auch maulfaul, verzichte also auf Kommentare.
    Nur das Beste, dear Missy, für den 2013er-Rest und noch mehr für 2014! So, jenuch jelabert, wa!?

    • jenuch jelabert? aber bitte nicht doch! auch wenn ich selbst oft mundfaul bin (und dich daher zu gut verstehe) und oft nur genieße statt überall meinen senf abzugeben: ich freue mich immer über deine kommentare. egal ob häufig oder selten.

    • danke für den tipp, toni. du bist anscheinend optimistisch, was den grundsätzlichen geschmack meiner betonrolle betrifft. 😉 und wegen dir denke ich ernsthaft über eine namensänderung nach – wenn dann bajuwarisch natürlich.

  7. Jepp, ich bin da sehr optimistisch! Und falls Du das mit der Namensänderung tatsächlich umsetzt erfordert das natürlich auch eine optische Umgestaltung, also Hüttenflair mit Hirschgeweih, rot karierter Tischdecke und so. Und Dich erwarte ich dann schon im Dirndl anzutreffen und Du musst natürlich auf Bayerisch schreiben *hihi

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