Für Resteverwerter…

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Kartoffelliebhaber
Geschmackskombinierer
Mehlbesitzer
Brotexperimentierer
Adaptionsverfechter
Suppenlöffler
Häppchengenießer
Butterschmierer
Trüffelinhalierer
oder
Kann-nicht-Brot-backen-möchte-trotzdem-am-WorldBreadDay-teilnehmen-Bäcker (das bin ich)

Rieska

unten: Kartoffeln, Mehl, Ei
oben: eure grenzenlose Kreativität

Heute ist World Bread Day. An diesem Tag wird wie jedes Jahr dem Grundnahrungsmittel Brot gehuldigt (und auch ein wenig der Initiatorin Zorra für all ihre Bemühungen und immerwährende Hilfsbereitschaft).

Es gibt: Rieska oder finnisches Kartoffel-Fladenbrot. Ein absolut einfaches Rezept – so einfach, dass es fast schon peinlich ist. Daher zumindest in verschiedenen Variationen. Sucht euch die liebste aus!

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1. Knoblauch geröstet – Rosmarin
2. Chili – Parmesan – Schnittlauch
3. Zwiebel geröstet – Speck – Thymian
4. Pur

Alle schmeckten, doch als hoffnungsloser Purist durch und durch begeisterte mich am meisten der schlichte Fladen. Noch ofenwarm mit einer vor-sich-hin-schmelzenden-Butterpfütze obendrauf. Salzflocken noch. Hauchdünne Trüffelhobeln wurden ausnahmsweise schwer vermisst.

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Finnisches Kartoffel-Fladenbrot_Rieska
nach Scandi Foodie (english version)

Zutaten für 4 Stück (ca. 14 cm)

300 g gekochte und zerstampfte Kartoffeln, kalt (oder Reste von Kartoffelbrei)
100 g Mehl (je nach Wahl, Vorrat und Präferenz – ich nahm Weißmehl)
1 Ei, groß
Prise Salz

  1. Ofen auf 220 Grad vorheizen, alle Zutaten in einer Schüssel vermengen. Teig in 4 Portionen unterteilen.
  2. Auf einem Backblech mit Backpapier mit ausreichend Mehl jede Kugel zu runden Fladen plattdrücken. Mit einer Gabel überall einstechen. Optional mit Zutaten eurer Wahl belegen. 15 min. backen. Warm mit Butter (optional noch Lachs/Dill) servieren.
  3. Variation 1: Knoblauch wurde geröstet (aufpassen nicht zu hoch und nicht zu lang auf der Hitze, sonst wird er zu bitter). Rosmarin gehackt – alles bestreuen.
  4. Variation 2: Jalapeno fein hacken mit wenig Öl leicht in der Pfanne andünsten, Parmesan raspeln, Schnittlauch hacken. Alles auf eine Fläche (oder Teller) streuen und den fertig geformten Fladen von beiden Seiten gut andrücken. Evtl. mit zusätzlich gedünsteter ganzer Chili dekorieren.
  5. Variation 3: Speck auslassen, Zwiebel in dünne Scheiben schneiden, langsam rösten. Thymian rupfen. Etwas Speck und Thymian vorher mit dem Teig vermengen, Fladen formen, mit wenig restlichem Speck und gerösteten Zwiebeln toppen.

World Bread Day 2013 - 8th edition! Bake loaf of bread on October 16 and blog about it!Tipps: Im Original habe ich Rieska noch nie probieren dürfen. Ursprünglich ist dieses Fladenbrot wohl nährstoffreicher. Die Kartoffeln werden oft entweder mit Roggen-, Gersten-, Dinkel- oder Vollkornmehl vermengt. Haferflocken werden gerne zusätzlich genommen. Ich war trotzdem mit meiner fluffigen Weißmehl-Version sehr zufrieden. Eine angenehme leichte Kruste außen, innen kartoffelig cremig. Eine große (und unkompliziert schnelle) Konkurrenz zu Grissini und Co. Zum Wegknabbern. Ach, und Süßkartoffeln eignen sich selbstverständlich auch.

PS: Und verpasst bitte nicht Zorras Zusammenfassung. Seit letztem Jahr gibt es sogar eine eigene Pinnwand zu bewundern!

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35 Kommentare zu “Für Resteverwerter…

  1. Gefällt mir sehr gut! Könnte ich mir toll als Mitgebsel für meine Kinder an langen Schultagen vorstellen! Ich selber will auch noch am WBD teilnehmen, aber
    bei mir muss der Teig noch gehen und bis zum Verbloggen des Ganzen ist noch ein weiter Weg… Aber der Tag ist ja noch lang… 😉 LG!

    • yushka, das kann ich mir auch gut vorstellen, dass diese fladen bei kindern gut ankommen könnten. hat ja irgendwie was von pizza, jedem sein lieblingsbelag… 🙂

  2. Gespeichert…sowas kann ich immer brauchen. Für mich bitte pur mit Butterpfützchen. Außerdem dämmert irgendwo ganz hinten im Vorratsschrank eine angebrochene Packung Gerste – die kommt da rein; zumindest um Teil.

  3. Das ist ja dann was für mich wenn es so schön einfach ist 🙂
    Diese ganzen kunstvollen Brote mit angesetzten Vorteigen etc. bewundere ich auch nur andächtig aus der Ferne…
    Außerdem eine schöne Kartoffelverwertung.

  4. Das klingt sehr, sehr lecker – und so einfach, dass ich es tatsächlich auch machen werde. Wenn es zu kompliziert wird, mache ich Rezepte einfach nicht nach.
    Danke für die Inspiration!

    • gerne, zorra. an dieser wbd-tradition halte ich jetzt fest. egal was kommt. 🙂
      dass du dir zeit nimmst überall zu kommentieren, alle achtung! danke fürs organisieren. und ich hoffe, es sind mehr als 365 zusammengekommen.

  5. Pingback: Rieska | Hefe und mehr

  6. Pingback: Rieska | Hefe und mehr

  7. Pingback: #WBD2015: Manakish mit Za’atar | missboulette

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