Das Schwein ist da_Jeyuk Bokkeum

Ich präsentiere euch nun endlich, nach ausreichend Heißlaufphase, das lang ersehnte Rezept zum scharfen Schwein. Ihr wollt es doch immer noch hoffentlich?

Diesmal habe ich das getan, was ich neben kochen und essen ganz besonders gerne mache: delegieren! Praktisch, wenn man so hochkompetente und motivierte Leser hat, die sich per Kommentar sogar freiwillig melden.😉

Martin, ein bisher stiller Leser, verrät uns heute als Gastblogger seine Version eines Jeyuk Bokkeum. Aber vorher lernen wir ihn ein bisschen kennen:

1. Seit wann kochst Du koreanisch?
Schweinebauch war sozusagen meine Einstiegsdroge in das koreanische Essen. Schweinebauch in dem bereits erwähnten kleinen Laden in der Maxvorstadt. Über den Schweinebauch bin ich dann natürlich auch zu Kimchi gekommen, und anderen Köstlichkeiten wie dem kalten eingelegten Rindfleisch…

Mittlerweile aber bin ich zum Selbstversorger geworden, mache meinen Schweinebauch aus Schweinenacken, und habe mein Repertoire auch schon über die Speisekarte dieses Ladens hinaus erweitert.

2. Wie bist Du zum Rezept gekommen?
Wie kommt man zu einem Rezept für etwas dessen Namen man nicht kennt? Ich weiß es auch nicht mehr genau, vermutlich Google Bildersuche nach Schweinebauch und Koreanisch, und dann schauen ob da irgendwelche koreanischen Schriftzeichen dabei sind die wiederum in der Bildersuche eingegeben das gewünschte Gericht ergeben – so bin ich wohl auch auf diesen Blog gekommen (ich denke damals über den Shopping-Guide). Viel finde ich auch auf maangchi.
Jetzt also die Gesellenprüfung. Stelle dein Rezept vor, vor fachkundiger Jury. Also schnell noch mal einen Kronzeugen eingeladen, einen alten Schulfreund, der zwar gerne und gut isst, aber bisher eigener Aussage nach noch nie koreanisch. Er hat mir bestätigt: Es schmeckt, das ist schon mal das wichtigste.

3. Was isst Du sonst gerne?
Alles🙂 Bayrisch, Italienisch (das waren auch meine Anfänge des Kochens und ist wahrscheinlich auch die Mehrzahl unserer Gerichte im Lauf eines Monats), viel Chinesisch, im Restaurant auch gerne Vietnamesisch…

4. Wie war das jetzt. Wurde vielleicht der in Dir schlummernde Foodblogger geweckt?
Ich denke nicht, einfach aus Zeitgründen.🙂 Aber vielleicht werde ich öfter mal Kommentare hinterlassen.
(Anm. d. Red.: Martin, so schlimm ist das alles nicht – alles eine Frage der Organisation. Und falls es wirklich eng wird, sucht man sich einfach einen hochmotivierten Gastblogger.😉 Bezüglich des Kommentierens: Ich bitte drum.)

Hier kommt das Rezept von Martin:

Jeyuk Bokkeum

Zutaten:

500g Schweinebauch (oder Schweinenacken)

1 Bund Frühlingszwiebel

1 kleine Zwiebel

Marinade

2 EL Chilipaste (gochujang)

2 TL Chiliflocken (gochugaru)

3 EL helle Sojasauce

3 EL Reiswein

2 EL Sesamöl

3 Knoblauchzehen

1 EL geriebener Ingwer

1 Apfel

Die Zubereitung ist denkbar einfach:

Den Apfel (bei mir ein schön fruchtiger Elstar) grob reiben, Knoblauch hacken und alle Zutaten für die Marinade in einer grossen Schüssel vermischen. Den Schweinebauch, oder wie gesagt bei mir mittlerweile fast lieber Schweinenacken, in ganz feine Scheiben schneiden und mit der Marinade vermischen, die Zwiebel und die Frühlingszwiebeln grob hacken und auch in die Marinade (die grünen Teile schmeiße ich erst ganz zum Schluss dazu, dann haben sie noch einen schönere Farbe am Tisch).

Jetzt alles durchziehen lassen, eine gute halbe Stunde. Dann in einem Wok oder ganz profan in einer beschichteten Pfanne das ganze erst 10 Minuten bei großer Hitze braten, dann auf kleiner Flamme ziehen lassen bis das Fleisch schön weich ist. Servieren und genießen.

Dazu gab es natürlich Kimchi (aus dem Laden in der Mozartstraße), Reis, Salatblätter, und hier gebe ich die „Bild ohne Rezept“-Aufgabe mal weiter, ein Gurken-Kimchi, ich glaube man nennt es Oisobagi, und das anfangs schon mal erwähnte Rindfleisch (Sogogi Jangjorim). Aussprechen kann ich die Namen der Gerichte allerdings noch nicht.🙂

Tausend Dank Martin, dass Du spontan genug warst dieses Experiment mitzumachen. Dein Rezept wird hoffentlich millionenfach nachgekocht! Da bin ich mir fast schon sicher.😉 Ich werde es jedenfalls tun.

Und wer von Euch (insbesondere die stillen Leser sind angesprochen) möchte nun das „Stöckchen“ aufnehmen und das Rezept für Sogogi Jangjorim aka gekochtes Rindfleisch in Sojamarinade gastbloggen? Freiwillige vor! (Martin, sag jetzt bitte allen, dass das Spaß gemacht hat!)

18 thoughts on “Das Schwein ist da_Jeyuk Bokkeum

  1. Danke Euch, werde es bei nächster Gelegenheit ausprobieren. Ich nehme den Schweinenacken / Hals. Beim Bauch sind leider immer die Brustknorpel, die habe ich nicht so gerne. Sogogi Jangjorim glaube ich ist vom Schwierigkeitsgrad und vom Zeitaufwand wesentlich anspruchsvoller, oder nicht?? Schwein und Rind geht doch bei einem Essen nicht so gut zusammen? Oder liege ich falsch? – Macht Ihr dazu auch noch eine „Gemeinschaftsarbeit“? wäre schön!!
    Kam-sa-hamnida

    • Johann, ich hatte nichts dazu beigetragen, nur delegiert. „Gemeinschaftsarbeit“ ist also wie mit fremden Federn schmücken…;)

      Nacken kann ich auch empfehlen. Und Sogogi Jangjorim ist wirklich ganz einfach…willst Du?

  2. Das sieht wirklich verdammt lecker aus! Mal sehen, wen ich bald damit bekochen kann.
    Und das Rezept für Sogogi Jangjorim würde mich ja auch SEHR interessieren!😀 Seit Korea habe ich das nicht mehr gegessen, aber manchmal träume ich noch davon… (Würde mich ja auch gerne freiwillig melden, aber die Zeit erlaubt es nicht! Die fehlt gerade ja sogar für meinen eigenen Blog… *seufz* )
    Vielen Dank an Martin!

  3. Johann, ich hatte nichts dazu beigetragen, nur delegiert. “Gemeinschaftsarbeit” ist also wie mit fremden Federn schmücken…;) Das sehe ich nicht so. Einer organisiert und ein Anderer führt es aus, das sehe ich als gute „Arbeitsgemeinschaft“😉
    Und Sogogi Jangjorim ist wirklich ganz einfach…willst Du? ….wenn es dir nichts ausmacht gerne. Hast du auch da jemanden den du organisieren kannst??

  4. Danke Martin für das tolle Rezept, und Missboulette für die Organisation. Echt tolle Fotos, vor allem das Erste.
    Auf Sogogi Jorim hätte ich auch lust, aber Johann hat sich zuerst gemeldet. Ich hätte sowieso erst zeit dafür, wenn mein Fuß wieder ganz ist. Mit Gips steht es sich nicht so gut in der Küche. Das dauert aber noch drei bis vier Wochen.
    Ich denke ich werde es sowieso kochen und dann bloggen, Würde mich dann über einen Linktausch freuen🙂

  5. Pingback: Jeyuk Bokkeum, Kimchi und Rindfleischsuppe beim Koreaner | Der Mut anderer

  6. Pingback: Das große Rollen | Kochpoetin – In jedem Gericht ein Gedicht

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