Scallion Pancakes_Cong you bing

Chinesische Pfannkuchen aus Knetteig statt flüssigem Teig, die meiner Meinung nach perfekte Begleiter zu Makgeolli oder Sake sind. Und auch ideal, um die aktuelle Bärlauch-Saison asiatisch zu interpretieren, wie Evi schon zeigte.

Basierend auf dem Prinzip eines Blätterteigs entstehen aus einem einfachen Heißwasserteig, Sesamöl und Aufrollen herrlich fluffige Lagen, die außen knusprig-blättrig und innen bissfest sind. Diese Pfannkuchen sind schnell gemacht und für mich eine echte Bereicherung – nur müssen sie noch heiß und ziemlich schnell aufgegessen werden. Ist zu schaffen.

Durch sehr enges Aufrollen habe ich beim ersten Rollvorgang 6 Lagen erreicht. Um diese auf 36 Lagen zu potenzieren habe ich zweimal gerollt und erst beim zweiten Rollvorgang den Lauch hinzugegeben. Eine schlechte Idee, der Teig wird letztlich zu klumpig. Das beste Ergebnis erreicht man tatsächlich mit nur einem einzigen Rollvorgang (5-6 Lagen) – die Chinesen haben sich schon was dabei gedacht…und ich wollte sie überlisten.

Ich mache ja selten (nie) bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, weil ich zu faul bin ständig zwischen kochen – Hände waschen – Hände abtrocknen – Foto schießen – wieder Hände waschen – Hände trocknen – weiter kochen – und wieder alles von vorne zu springen. Diesmal habe ich (natürlich nur für euch) eine Ausnahme gemacht. Streng genommen nicht vollständig, aber fast.

Green Scallion Pancakes

adaptiert von Rasa Malaysia via Delicious Days

Zutaten für 12 Stück (ca. 13-15 cm):

300 g Mehl

1 1/2 TL Salz

185 ml Wasser

4-5 Lauchzwiebeln (nur grüner Teil in sehr feine Ringe geschnitten), optional Bärlauch

3 EL dunkles Sesamöl zum Bestreichen

etwas Mehl zum Aufrollen

Öl zum Braten

Zubereitung:

  1. Mehl und Salz in eine Schüssel eben und gut vermengen.
  2. Wasser aufkochen und noch heiß über das Mehl gießen. Mit einem Holzlöffel (nicht mit der Hand!) sofort gut vermengen, kurz abkühlen lassen. Erst jetzt mit den Händen weiter kneten, bis der Teig glatt ist und sich gut von der Schüssel löst. Mit einem Tuch abdecken und für 30 min. ruhen lassen.
  3. In 12 Kugeln unterteilen (Teig immer zur Hälfte teilen bis gewünschte Menge erreicht ist), Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben und mit kleinem Nudelholz dünn ausrollen. Mit Sesamöl bepinseln, sehr feine Lauchringe verteilen und eng aufrollen.
  4. Teig-Zigarre von einem Ende zu einer Schnecke aufrollen. Mit dem Handballen platt drücken. Wieder vorsichtig mit Nudelholz auf gleiche Größe ausrollen.
  5. 1-2 EL Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und auf nicht zu hoher Hitze den Fladen knusprig, goldgelb ausbacken. Noch heiß servieren.

Tipp: Die o.g. Salzmenge gibt ausreichend Geschmack. Wer möchte kann Salz leicht reduzieren und verschiedene Dips dazu reichen. Oft wird Hoisin-Sauce dazu serviert, aber auch ein leicht säuerlicher Dip aus Sojasauce und Essig mit etwas Sesamöl passte dazu. Zudem kann ich mir auch mein Gochujang-Knoblauch Öl, pur oder als Saucenverlängerung, gut dazu vorstellen.

27 thoughts on “Scallion Pancakes_Cong you bing

  1. Beim Anblick dieser Pancakes hatte ich das Gefühl, endlich einen Pizzaschneider kaufen zu müssen (bei Pizzen nie). Jetzt lese ich in deinem Wiki-Link, warum🙂

    • Recht hast Du, habe es auch erst neulich völlig genervt registriert. Wenn die das bald nicht rückgängig machen (was ich hoffe), sollte ich ernsthaft über einen Umzug nachdenken.

  2. Heute nachgemacht, mit dem ersten Bärlauch aus dem Garten von meiner Mutter. Der absolute Hammer! Sehr, sehr lecker! Vielen lieben Dank für die Inspiration. LG, Paule

  3. Pingback: Eine große Portion Links zum Mitnehmen, bitte. | Nähgestöber

  4. Pingback: Wunderöl | missboulette

  5. Pingback: wie schmeckt vegan? tag 9 – samt veganem mousse au chocolat - kulinarische notiz - esskultur

  6. Pingback: wie schmeckt vegan? tag 9 – samt veganer mousse au chocolat - kulinarische notiz - esskultur

  7. du hast meinen nachmittagshunger gerettet!! frühlingszwiebeln hatte ich nicht, dafür kamen fein geriebene möhren und ein wenig geriebener sellerie auf die fladen. köstlich war es!

  8. Pingback: Eine große Portion Links zum Mitnehmen, bitte. - the proof of the pudding...

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