Gochujang-Knoblauch-Chili-Öl

Der erste leichte Anflug einer Blogpubertät (das Haar Layout sitzt nicht, die Klamotten Posts gefallen nicht, selbst die Kochlust rutscht mit den Temperaturen in den Keller…unter uns gesagt, der vorherige Schmortopf war vom letzten Jahr, schäm) – und dann kamen sie. Diese Sriracha Garlic Knots.

Wieder mal so einfach, dass man selbst nicht drauf kommt. Olivenöl, Butter, Knoblauch, Chili, Sriracha und Meersalz im Original. Statt Hefeknoten kamen mir sofort Nudeln als ideale Partner in den Sinn. Aglio-Olio auf dem Asia-Trip.

Ich habe wie immer nach eigenem Geschmack frei adaptiert: Gochujang anstelle von Sriracha, zusätzlich etwas Sojasauce (Sojasauce und Butter sind meiner Meinung nach beste Freunde), etwas Säure (mangels Zitrone etwas Mandarinensaft) und etwas Grün (Lauch – im Sommer würde ich gerne grüne Chilischote verwenden).

Als asiatisch angehauchte Pasta Aglio e Olio mit Röstzwiebeln und Nüssen statt Parmesan-Topping stellte sich die eine verwendete rote Chilischote als ein wenig schüchtern heraus. Hierfür würde ich die Menge verdoppeln.

Ansonsten muss ich gestehen – ich bin etwas fasziniert und tatsächlich inspiriert. Dieses Würzöl kann ich mir so wie es ist (mit dieser einen schüchternen Chilischote) wunderbar zu vielen anderen Gerichten vorstellen: mit einem Schuss Weißwein zum Garen von Gambas oder Seeteufel im Ofen, lauwarm als Dip zu ausgelöstem Krebsfleisch oder Steak, im Wok geschwenkt zu breiten Reisnudeln für Fried Noodles getoppt mit asiatischen Kräutern und Gemüse, und, und, und. Und sowieso zum Tunken von Brot fällt mir gerade ein. Ich hoffe, Heike und Zorra sehen es genauso, auch wenn mein Öl ursprünglich nicht als Tunke geboren wurde. Wie man sieht, die Möglichkeiten sind enorm. Was fällt euch ein?

Gochujang-Knoblauch-Chili-Öl

inspiriert von White on Rice Couple

Zutaten (für ein kleines Dipschälchen):

4 EL Olivenöl

1 EL Butter

1 EL Sojasauce

1 TL Gochujang (oder mehr nach Geschmack)

1 rote Chilischote (groß, getrocknet mit koreanischen Vorfahren, keine Thais)

4 Knoblauchzehen

1 Spritzer Zitrussaft (Zitrone, Orange, Mandarine)

optional etwas Porree (klein gehackt), 1 winzige Prise Zucker

Zubereitung:

  1. Chili, Knoblauch schälen, fein hacken. Butter im Topf auf niedriger Hitze auslassen. Hitze sofort ausschalten. Öl hinzu und in der Resthitze Chili und Knoblauch ziehen lassen (falls Hitze zu hoch verbrennen sie).
  2. Sojasauce und Gochujang hinzu und gut verrühren. Mit Zitronensaft abschmecken. Evtl. etwas Porree und Prise Zucker dazu.

Tipps: Pur war die Schärfe nach obigem Rezept angenehm. Für Pasta würde ich die Chilimenge auf jeden Fall verdoppeln – nicht Gochujang, sonst wird sie zu vordergründig.  Alles subjektiv und von Chilisorte abhängig natürlich. Die Mengenangaben sind wie immer bei mir nach Messlöffel angegeben. Und wie ihr seht war ich beim ersten Experimentieren etwas vorsichtig mit der Gesamtmenge. Im Nachhinein hätte ich die Menge gleich verdreifachen sollen.

20 thoughts on “Gochujang-Knoblauch-Chili-Öl

  1. Ich sprech einfach mal für uns beide: Na sicher sehen wir das genauso! Das schöne an Tunken ist ja, unter anderem, dass man alles mögliche damit anstellen kann🙂

    Butter-Sojasauce mag ich übrigens auch sehr. So ein Spritzer Sauce zum Rührei: Lecker!

  2. Ganz , ganz toll. Das wir mein nächstes Basic. Jetzt musst mir nur noch sagen wie ich koreanische Chilis erkenne?? Rezepte zum rumprobieren mag ich am liebsten. Nach Rezept kann ich eh‘ nicht wirklich. Und dass Du mir hier nicht schwächelst…so von wegen Pubertät. Wer soll UNS sonst inspirieren!!LG Syb

    • fast vegessen: koreanisch ist nebensächlich bei chili, hauptsache aromatisch und nicht zu scharf – die koreansichen merkmale.
      nicht zu vergleichen mit thaichilies, die alles wegbrennen…

  3. Jetzt hast Du mich soweit und ich werde doch mal diese Gochujang-Paste kaufen. Wahrscheinlich muss ich dafür in die Stadt (Düsseldorf), aber dann wird auch gleich Gochugaru besorgt, brauch ich ja bald!

    • Werde ja immer rot wenn irgendjemand meine Fotos lobt – völlige Zufallstreffer jedesmal. Hm, und ’süß‘ irritiert mich jetzt – Pubertät und süß gehen doch nicht zusammen…

  4. Pingback: Blau…..Kraut… « tomatenblüte

  5. süss und asiatisch gehen doch(!) gut zusammen. bin vor einiger zeit auf diesen blog gestoßen und finde jedes mal neue, super rezepte. danke, jedes mal eine neue Inspiration wenn der hunger kommt. das problem ist nur dass ich mich nie entscheiden kann welche art von küche ich im moment essen will, weil ich einfach alles zu gerne habe -))) – ob japanisch, chinesisch, koreanisch, österreichisch, indisch, italienisch, kroatisch, arabisch… you just name it -))

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