Mandel-Baiser-Sahnetorte_Name verzweifelt gesucht

Dass ich auf altmodische Kuchen und Torten abfahre, dürfte einigen hinlänglich bekannt sein. Sagen wir, ich stehe auf Klassiker oder Vintage, hört sich besser an. So wie diese Torte. Sie fand den Weg zu mir über einen Mitschüler vor über 15 Jahren als Flocken-Sahne-Torte. So nannte ich sie auch – lange Zeit.

Bis vor kurzem, als ich zufällig las, dass eine Flocken-Sahne-Torte eigentlich aus Brandteig besteht. Weitere Recherchen ergaben zusätzliche Namen wie Friesentorte, aber die ist doch aus Blätterteig? Einige nannten sie auch Berliner-Luft-Torte, wobei ich Berliner-Luft eher mit einer schaumigen Eiercreme assoziiere (oder weniger appetitlich mit einem kräftigen Rülpser aus Wedding).

Nun bin ich völlig verwirrt und unsicher, wie ich diese Torte nun nennen soll. Für den Teig werden die Eier getrennt, die Eigelbe zu einem einfachen Rührteig vermengt, das Eiweiß schön geschlagen und darauf bugsiert, gehobelte Mandel drüber – dies alles zweifach und schon hat man 2 leckere Böden, die mit einer dicken Sahneschicht zusammengehalten werden. Früchte sollten auch nicht fehlen, ich nehme gerne Schattenmorellen oder frische Erdbeeren.

Also, unter welchem Namen kennt ihr diese furchtbar leckere Torte? Selbst für Nicht-Baiserliebhaber wie mich geeignet.

Ganz neutral läuft sie nun vorläufig unter:

Mandel-Baiser-Sahnetorte

Rührteig:

100 g Butter

100 g Zucker

4 Eigelbe

150 g Mehl

½ P. Backpulver

Baisermasse:

4 Eiweiß

125 g Zucker

1 Prise Salz

2-3 EL Mandelblättchen

Füllung:

1 Glas Schattenmorellen

2 Becher Sahne

optional

etwas Stärke oder 1 P. Tortenguss

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten auf gleiche Temperatur bringen
  2. Eier trennen. Eiweiß mit Prise Salz steif schlagen, dabei 125 g Zucker langsam einrieseln lassen. Kühl beiseite stellen.
  3. Eigelbe mit Butter, Zucker hell aufschlagen, Mehl mit Backpulver vermischen, zur Masse geben und gut verrühren.
  4. 2 Springformböden gut fetten und mit Mehl bestäuben (nur Boden nicht den Rand fetten). Jeweils Hälfte des Rührteigs dünn auftragen. Jeweils Hälfte der Baisermasse und Mandelblättchen darauf verteilen.
  5. Bei 175 Grad, vorgeheizt, ca. 20-30 min goldbraun backen.
  6. In der Form (!) ca. 30 min auskühlen lassen, damit das Baiser nicht einfällt und einen schönen Rand ergibt. Vorsichtig mit einem dünnen Messer am Rand entlang schneiden und endgültig auf einem Gitter auskühlen lassen.
  7. Mit Früchten nach Wahl, optional etwas andicken, und mit geschlagener Sahne belegen. Zweiten Boden bereits in Portionsstücke unterteilen und oben auflegen.

Mindestens ein Stück wandert jetzt zu Julie rüber, die nicht nur herrliche Geschmackskombinationen, sondern diesmal wieder Sonntagssüßes sammelt. Julie, von mir kriegt Du auch (versteckt) Kirschiges!

Und diese Berliner Jungs, die nicht rülpsen sondern cool trällern, kriegen auch ein Stückchen ab. Kaum zu glauben, dass die mal mit Andrea Berg und Kristina Bach getourt sind…

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