Puristisches Comfort Food_Kimchi Jjigae

Bei Comfort Food denkt man sicherlich zunächst an dampfende Schüsseln, ob süß oder pikant, wie z.B. eine würzige Rote Linsensuppe mal von Juliane, oder ein wärmendes Keema-Curry von New Kitch on the Blog, oder Anikos deftige Gulaschsuppe, oder einfach ein selbstgemachter Schoko-Pudding nach Zorra und Datenhamster. Unkomplizierte Seelenschmeichler !

Die schnellste, dampfende Schale für mich ist aber Kimchi Jjigae (김치찌개), da ich die Hauptzutat eigentlich immer im Haus habe. Und das praktische ist, hat man eine Schüssel davon, braucht man so gut wie keine weiteren Beilagen/Banchan mehr. Einfache und schnelle Küche, die nach den vielen Festtagsessen und Bauchvollschlagereien der letzten Wochen hoch willkommen ist. Meine erste Ration Winter Kimchi ist nämlich mittlerweile gut gereift, sprich sauer, da die Milchsäurebakterien eifrig ihre Arbeit geleistet haben, um mir ein probiotisches Mahl, ganz ohne Milchprodukte zu ermöglichen.

Ein Rezept für Kimchi Jjigae herauszugeben ist für mich irgendwie, als würde man das Wasser kochen oder Kaffee kochen per Rezept festhalten. Es kocht sich nämlich von allein. Deswegen werde ich bei diesem Rezept ausnahmsweise keine Mengenangaben machen, trotz allem kann ich eine Gelinggarantie aussprechen – vorausgesetzt man hat vorher ein schmackhaftes Kimchi eingelegt oder zumindest erworben und gut reifen lassen. Die Hauptdarstellerin!

Für alle Systematiker unter euch, hat Azestoru auf seinem Hackblog dennoch alle Punkte aufgelistet, die ein gutes Kimchi Jjigae ausmachen – also wer hier wirklich glänzend die Hauptrolle spielt und wer nur als austauschbare Nebenrolle im Hintergrund für etwas Abwechslung sorgen darf.

Mein Kimchi Jjigae mache ich entweder mit Bauchfleisch oder mit Thunfisch (참치 김치찌개), aber hier habt ihr die klassischere Variante mit gebratenem Bauchfleisch.

Kimchi Jjigae

Zutaten für ein Topf (2-4 Portionen)

1 Stück gut gereiftes Kimchi (Pogi Kimchi) – je nach Größe ½ oder ¼ Kopf eines Chinakohls

frisches Bauchfleisch in dünnen Scheiben – je nach Vorliebe 100 g bis 200 g

Wasser

Zucker

Salz

1 EL Öl

optional Lauchzwiebel und etwas Tofu

Zubereitung:

  1. Bauchfleisch klein schneiden und im Öl zunächst bei niedriger Hitze auslassen, bis Fett austritt. Die Hitze hochschalten und knusprig braten mit kräftigen Röstaromen.
  2. Kimchi mundgerecht schneiden und mitsamt dem Saft zum Fleisch geben und 1-2 min. mitbraten. Mit soviel Wasser aufgiessen, dass alles fast mit Wasser bedeckt ist.
  3. Je nach Reife des Kimchis mit 1-2 TL Zucker die Säure neutralisieren. Auf unterster Hitze 20-30 min leise köcheln. Evtl. mit Salz abschmecken, sollte aber nicht nötig sein.
  4. Optional 10 min. vor dem Servieren Tofustücke und Lauchscheiben dazu geben.

Tipp: Wie ihr seht ziemlich minimalistisch, wenn man gutes Kimchi hat. Die längere Kochdauer ist wichtig, während dieser Zeit verändert sich der Geschmack entscheidend. Falls aber ein Kimchi nicht sehr scharf oder sehr hell ist, und daher nicht genügend Farbe an die Suppe abgibt, kann man mit 1-2 TL Gochujang nachhelfen. Aber nur für den Notfall. Dazu einfach eine Schale Reis.

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10 Kommentare zu “Puristisches Comfort Food_Kimchi Jjigae

    • Zum Glück, sonst müssten wir alle auf die tollen Reiseberichte verzichten. Kimchi Jjigae muss dann halt warten. Vielleicht bringst Du uns einige andere authentische Rezepte mit 🙂

  1. Pingback: Nachgekocht: Mein Kimchi Jjigae von Missboulette | Der Mut anderer

  2. Pingback: Kimchi Guk/ Suppe | In jedem Gericht ein Gedicht

  3. Pingback: Ein Schwein to Remember | missboulette

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