Dies und Das und Soufflé Käsekuchen

Eines vorweg, Ihr solltet – Ihr müsst, müsst, müsst – euch das hier ansehen. Paul Ajosshi, einer meiner Lieblingsblogger, hat wieder eine fulminante Entdeckung in Insadong, eins meiner Lieblingsviertel neben Samcheongdong in Seoul, gemacht. Ganz schön viele Lieblinge auf einmal. Aber die kleinen Miniaturansichten von koreanischem Essen, ganzen gedeckten Tafeln und Hanoks (traditionelle Architektur) sind wirklich zauberhaft – besonders der fast food stall hat es mir angetan, genau an solchen Ständen gibt es die besagten Tteok Bokki von meinem vorherigen post.

Aber eigentlich wollte ich doch über gute (kulinarische) Vorsätze schreiben (na, habt ihr euch schon die Bilder von Paul Ajosshi angeguckt? Falls immer noch nicht, jetzt aber!), wonach Juliane von Schöner Tag noch bei Kochtopf gefragt hatte. Ich habe eigentlich mehrere für 2011.

Blog-Event LXIII - Gute Vorsätze für das Neue Jahr (Einsendeschluss 15. Januar 2011)

Eins ist noch ein Relikt aus 2010, das Suchen und Finden der besten Brioche– ja, ich bin immer noch auf der Suche nach DEM ultimativen Brioche Rezept. Viele Rezepte wurden ausprobiert und werden auch 2011 weiterhin ausprobiert werden. Vorschläge bzw. Herausforderungen nehme ich immer wieder gerne an.

Dann möchte ich mich 2011 hausgemachten Ramen, oder auf koreanisch Ramyun widmen – normalerweise heiße, scharfe, ungesunde Nudelsuppen aus der Fertigpackung, die aber nach durchtanzter und gefeierter Nacht morgens früh um 4 Uhr unschlagbar für die Elektrolyte-Kompensation sind. Am besten mit einem frisch reingeschlagenem Ei, stehend und schlürfend in der Küche eingenommen. Junkfood vom Feinsten. Bislang gab’s bei mir natürlich nur die Fertigpackungen (Shin Ramyun extra scharf ist mein Favorit) – eine meiner Küchenleichen im Keller – von denen ich nicht loskomme. Mein Ziel wird es sein, so nah wie möglich an den denaturierten, industriellen Geschmack des Originals mit rein natürlichen Zutaten zu kommen. Klingt paradox, wir werden es sehen.

Zum Schluss ist da noch etwas, worauf ich erst bei Highfoodality gestoßen bin. Er und (auch hier wieder) Juliane fachsimpelten über das 100 % ige Nachkochen eines Rezepts und dem daraus resultierenden Mehrgewinn an neuen Geschmackskompositionen. Ich bin auch kein Rezeptkocher – sie dienen mir lediglich zur Inspiration – und wunderte mich heimlich darüber, dass meine Kürbissuppe, Maronensuppe oder Kartoffelcremesuppe doch relativ austauschbar schmeckten. Also, für 2011 werde ich mich öfters mal strikt an ein Rezept halten (und nicht wie sonst  gleichzeitig an 4-5, um nach persönlicher Präferenz und Geschmack alles abzuändern) und mich in Offenheit gegenüber fremden Abschmeckmethoden üben – oohhhmmm!

Den Anfang macht dieser japanische Käsekuchen/Soufflé von wagashimaniac. Obwohl es mich in den Fingern juckte den Frischkäse durch Quark zu ersetzen, den Zucker zu reduzieren und den Zitronensaft durch geriebene Schale zu ersetzen, war ich brav. Und trotzdem wurde ich zum Schluss etwas abtrünnig und habe statt Backpapier die Förmchen nur gebuttert und gezuckert – die Strafe blieb nicht aus. Nur 2 Exemplare kamen heil aus der Form.

Soufflé Käsekuchen nach wagashimaniac

Zutaten für 18er Form (Original) oder 12 Muffinformen + 3 Tassen (bei mir)

200 g Frischkäse

3 Eigelb

3 Eiweiß

50 g Naturjoghurt

100 ml Sahne

70 g Zucker

½ Vanilleschote

10 g Mehl

10 g Maisstärke

2 EL Zitronensaft

Butter für Form

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten vorher auf Raumtemperatur bringen.
  2. Ofen auf 160 Grad vorheizen. Muffinform oder besser Tassen/Souffleeförmchen buttern und mit Backpapier auslegen.
  3. Mit Handrührer den Frischkäse cremig rühren, Sahne und Joghurt hinzufügen und aufschlagen.
  4. Hälfte des Zuckers und die Eigelbe nach und nach hinzugeben, Vanillemark und Zitronensaft dazu und alles nochmals cremig rühren.
  5. Mehl und Stärke zusammen darüber sieben und vorsichtig unterheben.
  6. Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen und ebenfalls unterheben.
  7. In die Formen füllen, die Form/Formen auf ein Blech geben und mind. 1 cm hoch heißes Wasser zugießen.
  8. Bei 160 Grad auf mittlerer Schiene ca. 30-40 min. backen (Holzprobe), dann auf 110 Grad runterschalten und 10 min. stocken lassen. Weitere 10 min. im ausgeschalteten Ofen auskühlen lassen.
  9. Lauwarm oder gut gekühlt servieren.

Fazit: Sehr locker und cremig. Für mich kommt aber trotzdem demnächst weniger Zucker und fein geriebene Zitronenschale rein. Der Teig reichte bei mir für mind. 12 Muffinformen und 3 Tassen. Die Tassen sind eher zu empfehlen, da die Muffinförmchen doch zu klein/niedrig waren. Die Menge sollte je nach Füllhöhe für 6-9 Tassen reichen.

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