Novemberblues_Antidote zum Wochenende

Damit jener beim ersten Aufkeimen zu Schall und Rauch vergeht, gibt es wunderbare Entdeckungen über das riesengroße Internet. Was haben wir alle bloß früher ohne das Magische Etwas gemacht?

Den Anfang machen atemberaubend schöne Bilder vom Changdeokgung Palast (Palast der glänzenden Tugend – ehemals Privatgemächer der königlichen Familie) und dem geheimen Garten (Biwon) von Seoul in the City, die mich mit dem strahlend goldenen Herbstlicht richtig neidisch machen. Der Herbst ist wirklich die schönste Jahreszeit um Korea zu bereisen (bei dem aktuellen Konflikt wohl momentan nicht, aber viele Südkoreaner scheinen alles relativ gelassen zu sehen– beim letzten Telefonat mit meinen Verwandten wurde kein Wort darüber verloren). Ein trübes monochromes Grau-in-Grau ist selten.

Danach muss ich mir unbedingt die Muse von Hussein Chalayan, die begnadete Tilda Swinton, in I am love anschauen, auch empfohlen von Valentinas Kochbuch. Falls dieser Film sehr dramatisch wird, und er klingt etwas danach, muss ich dann noch nach meiner Geheimwaffe Little Miss Sunshine greifen, damit die Lachmuskeln nicht vernachlässigt werden und beleidigt in der Ecke stehen. Woody Allen und Tim Roth in Alle sagen: I love you würden aber auch den Job erledigen.

Und um kulinarisch die Seele kuschelweich zu wärmen, stehen auf meiner Wunschliste die grünen Matcha Sablés und/oder die mürben Polvorones von Evi (Du machst es mir auch nicht leicht), vielleicht noch dieser Mont Blanc mit Hilfe meiner Crème de Marrons; und damit ich vor lauter Zucker nicht den Verstand verliere, noch den deftig, würzigen K(Eintopf) von hundertachtziggrad hinterher. Falls ich dann noch etwas Platz haben sollte, folgt ein warmer, dampfender, vanilliger Grießpudding mit Sternanis, Kardamom und Zimt…Soulfood pur.

Aaaber, vorher beiß ich hier rein – 꽈배기 Ggoabaegi oder einfacher, Twister (frei übersetzt). Kleine heiße, süße Wirbelstürme für die Kaffeetafel. Ein Rezept braucht man kaum. Der Hefeteig ist der gleiche wie bei diesen Hoddeoks, nur wird er zu ca. 20 cm länglichen Würsten gerollt und zu Zöpfen gedreht – am einfachsten mit der linken Hand (Zeigefinger und Daumen) die Hälfte der Wurst greifen, mit der anderen das untere Ende. Die Teigwurst vertikal halten – ein Ende wird gehalten, das andere Ende hängt schlaff herunter. Und mit einer leichten Drehung des linken Handgelenks, das freie Ende um das andere Ende herumschlingen lassen und Enden andrücken. Klingt nur kompliziert, ist einfach. Linkshänder machen es umgekehrt. In nicht zu heißem Öl goldbraun frittieren, kurz abtropfen lassen und in etwas Zucker wenden. Menge reicht für ca. 30 Stück.

So, November, deine letzten Tage sind gezählt. Dezember, Du kannst kommen!

13 thoughts on “Novemberblues_Antidote zum Wochenende

    • Ja, vor lauter Gier (habe bestimmt 10 Stück auf einmal angebissen) wurden leider die Bilder etwas wacklig. Oder hatte ich vorher nur Unterzucker, das wäre eine gute Entschuldigung, oder? Aber man kann zumindest was erkennen😉

  1. Die Teilchen erinnern mich an unsere Hefeküchle, die gabs bestimmt seit über einem Jahr nicht mehr. Funktionieren genau so, nur dass sie Kissen mit Schlitzen sind. Und wahnsinniges comfort food, ja.

    Die Polvorones sind schon gebacken?😉

  2. Erinnert mich an Korea, natürlich, aber hier, etwas südlicher, ist es wärmer. Ich genoss die Spätherbst- und gar die Wintertage in Korea auch, nahe bei der heissen Grillplatte sitzen, Gopchang essen und Soju trinken.

    Sorry for my long absence, as I was blog tired before and have been traveling since weeks now.

    • Wow, Gopchang ist wirklich was für Fortgeschrittene, ich kann’s nicht essen – genauso wie Makchang oder wie ich es nenne, das Ende vom Ende😉

      Aber Du bekommst ja momentan auch leckere Sachen zu essen wie ich sehe🙂

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