Noch ein Grund mal nach Seoul zu fliegen

Dieser Kohlrabisalat ist es nicht!

Schon mal in Seoul gewesen? Es locken nicht nur kulinarische Abenteuer, sondern jetzt immer öfter auch Bauwerke internationaler Stararchitekten. Aktuell plant Daniel Libeskind (ich liebe sein Museum) unter Berücksichtigung von Feng Shui Aspekten ein ganzes Stadtviertel neu. Vor dem Gebäudekomplex des LEEUM Museums – konzipiert von Mario Botta, Jean Nouvel, Rem Koolhaas – warten zudem einige „Mamans“ von Louise Bourgeois. Nach Rem Koolhaas’ SNUMoA und seinem kurzen Zwischenspiel mit dem Prada Transformer letztes Jahr, soll nun nächstes Jahr Zaha Hadids Design Plaza Projekt am Dongdaemun fertiggestellt werden. Bilder kann man hier sehen.

Das Viertel rund um Dongdaemun (Osttor) ist ein Mekka für Fashionistas. Viele Geschäfte sind Tag und Nacht geöffnet – nachts für Großhändler, tagsüber für Endverbraucher. Es gibt nichts, was es nicht gibt: Kleidung, Accessoires, Schuhe, Stoffe, Spitze, Knöpfe, Bänder, Leder, Pailletten, Swarovski-Steinchen usw. Wer sich für so etwas interessiert, wird hier wahnsinnig! Und das Beste, dort gibt es auch die leckersten Bindaetteok (Mungbohnen Pancakes) der ganzen Stadt – nein, der Welt! Frisch vor Ort mit traditionellen Steinmühlen gemahlen und direkt im heißen Öl ausgebacken. Solch dicke und zugleich knusprige Bindaetteoks habe ich nur dort gegessen. Da könnten einige der hiesigen Kartoffelpuffer grün vor Neid werden.

Tatsächlich habe ich diesmal nichts Knuspriges im Angebot, sondern diesen leckeren knackigen, süß-sauren Kohlrabisalat. Der Salat passt toll zu Bulgogi oder zu Grillfleisch allgemein. In einer anderen Schnittvariante, in breitere rechteckige Scheiben geschnitten, liebe ich diesen Salat als Beilage und Topping für Naengmyeon, einer kalten Nudelsuppe. Eigentlich wird dieser Salat aus Rettich zubereitet, aber von meiner Mutter habe ich die Kohlrabi-Variante gelernt.
Die angegebene Menge reicht für eine große Schüssel und kann als Beilage rund eine Woche im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Kohlrabisalat_Mu Saengchae

Zutaten:

1 großen Kohlrabi oder 2 kleine (oder gleiche Menge Rettich)

1 EL Salz zum Einsalzen

3-4 TL Gochugaru

2 EL Apfelessig

1 EL Zitronensaft

1½ EL Zucker

2 TL geröstete Sesamkörner

2 TL Sesamöl

Salz nach Geschmack

optional

1 Knoblauchzehe, etwas Schnittlauch

Zubereitung:

  1. Kohlrabi schälen, in Julienne schneiden, mit Salz gleichmäßig bestreuen und 20 min. stehen lassen.
  2. Kurz mit Wasser abspülen, das Gemüse gut mit den Händen ausdrücken. Evtl. Knoblauchzehe sehr fein hacken bzw. zerreiben, Schnittlauch klein schneiden.
  3. Alle Gewürze zum Kohlrabi geben und gut vermengen. Bei Bedarf zusätzlich mit etwas Salz abschmecken. Vorsicht, durch das Einsalzen hat es bereits Geschmack.

Tipp: 4 TL Gochugaru ist bereits recht scharf. Wer es nicht so scharf mag, kann vorsichtig mit 2-3 TL Gochugaru beginnen. Man kann zusätzlich dünne Gurkenscheiben hinzufügen, dafür die Gurken einfach mit dem Kohlrabi einsalzen.

6 thoughts on “Noch ein Grund mal nach Seoul zu fliegen

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