5 Schritte zum idealen Reis

Und hier die Fortsetzung:


5 Schritte zum idealen Reis

Eine kleine Tasse ist ausreichend für 2 Portionen. Falls kein Messbecher vorhanden, kann stattdessen eine Kaffeetasse genommen werden. Achtung, keinen Becher, sondern eine Kaffeetasse wie bei Muttern! Da es sich für diese kleine Menge nicht lohnt, gleich 2 Tassen Reis, also 4 Portionen, in eine breite Schüssel geben.

1. Mit Wasser aufgießen und mit den Fingern kurz verrühren. Falls dabei irgendetwas oben aufschwimmt, solltet ihr es entfernen, da es sich hierbei definitiv nicht um Reis handelt, sondern um eine Verunreinigung. Aber bei der heutigen Qualität ist dies selten der Fall.

2. Vorsichtig soviel vom Wasser wegschütten, dass wieder der Reis an der Oberfläche ist und mit dem Handballen 4-5-mal mit einer drehenden Handbewegung den Reis reiben bzw. „waschen“. Dabei von außen nach innen den Reis gleichmäßig vorsichtig reiben. Wieder mit Wasser auffüllen, kurz mit den Fingern rühren.

3. Den Vorgang Nr. 2 wieder von vorne beginnen und insgesamt 3x wiederholen. Nach dem letzten wegschütten nochmals mit etwas klarem Wasser auffüllen. Das Wasser sollte nun nicht mehr milchig trüb, sondern relativ klar sein (für Perfektionisten: es muss nicht ganz klar sein, ansonsten müsste man den Waschvorgang so oft wiederholen, dass alle Nährstoffe weg gespült würden).

4. Legt nun eure flache Hand in die Reisschüssel, dabei sollte der Reis gleichmäßig in der Schüssel liegen. Fügt soviel Wasser hinzu oder schüttet es ab, dass das Wasser gerade eure Handknöchel bedeckt (also ca. Mitte der Hand), wenn die Hand flach auf dem Reis aufliegt.

Daher sollte die Schüssel zumindest so groß sein, dass die ganze Hand rein passt. Ob kleine Hand oder große Hand, 1 Tasse oder 4 Tassen, mit dieser Methode werdet ihr genau die nötige Wassermenge für die richtige Konsistenz herausfinden.

Es ist magisch, probiert es aus!

5. Wenn ihr Zeit habt, solltet ihr den Reis vor dem Kochen mindestens 1 Stunde quellen lassen, dann schmeckt er besser. Ansonsten direkt kochen, dafür gibt es mehrere Alternativen:

Methode Reiskocher:

Am einfachsten und auch für den absoluten Neuling geeignet. Einfach in den vorgesehenen Behälter umfüllen, Deckel zu, Taste drücken – nach ca. 20 min. fertig!

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen; guter Reis schmeckt auch nach dieser Methode, schlechte Qualität offenbart sich hier dagegen schonungslos.

Methode Schnellkochtopf:

Für den geübten Reis-Kenner, leider für Schreckhafte nicht geeignet, falls mal der Dichtungsring nicht festsitzt und ab und zu der Topf „explodiert“ (bekomme immer einen halben Herzinfarkt dabei).

In einen kleinen Schnellkochtopf umfüllen, verschließen und auf hoher Hitze kurz aufkochen bis das Druckventil nach oben kommt. Dies dauert je nach Topfgröße und Reismenge ca. 5-10 min. Herd ausschalten, Topf sofort vom Herd nehmen und weitere 10-15 min ziehen lassen, bis das Ventil wieder abgesunken ist. Fertig! Geschmacklich ist dieser Reis am besten, der Reis ist sehr „sticky“ und glänzt.

Ideal um schlechtere Qualität aufzupimpen.

Methode normaler Topf:

Für alle geeignet, der Nachteil ist, man muss die ganze Zeit daneben stehen bleiben und genau die Hitze regulieren.

In einen Topf umfüllen und mit geschlossenem Deckel auf hoher Hitze aufkochen. Sobald der Reis aufkocht, sofort die Hitze auf niedrige Stufe reduzieren, den Deckel für 2 min. abnehmen, einmal vorsichtig umrühren. Den Deckel wieder schließen und für weitere 10-15 min leise köcheln lassen. Fertig!

Falls die Hitze sehr hoch war bildet sich am Topfboden eine Reiskruste, die man später vom Topfboden lösen und separat essen kann. Meistens gieße ich aber einfach etwas Wasser auf, lasse es köcheln und habe eine Art Reistee.

Tipp: Reisreste vom Vortag eignen sich hervorragend für gebratenen Reis (Fried Rice) mit diversen Zutaten nach persönlicher Präferenz, da nur kalter Reis die richtige Konsistenz und die nötige Körnigkeit hat. Frischer warmer Reis ist dafür weniger geeignet, da er zu weich und klebrig ist, und die Zutaten leicht verklumpen.

13 thoughts on “5 Schritte zum idealen Reis

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  2. Hab das mit dem magic Trick nicht verstanden… Bei mir kommt da viel zu viel Wasser raus und mein Reiskocher ist fast randvoll. Wasser kocht nicht ordentlich. Und es ist ja schon so dass die Wassermenge je nach Gefäss (breit/schmal) unterschiedlich ist. Hab ich was nicht verstanden?

    • Nur soviel Wasser, dass ungefähr die FLACHE halbe Hand im Wasser steht – quasi bis zu den Fingerknöcheln. Dann kann nicht zuviel Wasser rein. Natürlich sollte der Topf (Reiskocher oder normaler Topf) breit genug für deine ganze flache Hand sein…

      Hoffe es hilft, Dodo?

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