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Ein tolles Nussbrot mit Trockenfrüchten von Evchen kocht ist sofort auf meine Nachbackliste gerutscht. Entdeckt natürlich über Zorras World Bread Day 2017. Leider habe ich es diesmal verpasst ein Brot einzureichen, aber ich verfolge wie jedes Jahr gerne Zorras Pinboard und lasse mich inspirieren.

Zu Brot braucht man Suppe. Letztens habe ich eine köstliche fruchtig-würzige Karottensuppe mit Ras el-Hanout probieren dürfen und möchte sie gerne nachbauen (es grenzt an ein kleines Wunder, dass ausgerechnet ich mich nach Karottensuppe umschaue – normalerweise ertrage ich noch nicht mal die Farbe). Für ein erstes Reverse Engineering werde ich mich wohl grob an dieser Karottensuppe von Tanja Grandits orientieren.
Bewährte Rezeptempfehlungen eurerseits werden trotzdem dankend angenommen. Schließlich liebe ich es, Rezepte miteinander zu vergleichen.

Apropos Suppe. Claudias Blumenkohl-Kokossuppe werde ich ganz sicher auch lieben.

Noch notiert: Bücher für die Schenkliste. Zufällig beide von Phaidon.

Vegan: The Cookbook – Jean-Christian Jury

Der Ruf der veganen Küche hat hierzulande durch nervtötende Missionierer und Ersatzprodukte in Plastikkleidung enorm gelitten. Doch meiner Meinung nach haben wir es der Unwissenheit (über die Produktvielfalt, passgenaue Zubereitungstechniken, exakte Würzung, schmackhafte Rezepte) und somit einem begrenzten/langweiligen Kochrepertoire zu verdanken, weshalb veganes Essen hier keine breite Zustimmung findet. Letztlich (und auf Dauer) kann NUR Geschmack überzeugen. Und genau hier setzt das Buch an. Es ist ein dickes Nachschlagewerk mit 500 Rezepten, basierend auf traditionelle Gerichte aus 150 verschiedenen Ländern. Also „echte“ pflanzliche Küche aus allen Ecken der Welt. Gerichte, die sich selbst genügen. Gerichte, die nicht nachahmen wollen. Gerichte, die in erster Linie schmecken.

On Vegetables – Jeremy Fox

Noch mehr Grünzeug – und sehr persönliche Einblicke von Jeremy Fox. Über dieses Buch habe ich überall nur Gutes gehört. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Das Maximum an Geschmack aus Pflanzen herausholen zu können, macht für mich wahre Kochkunst aus. Fleisch kann doch (fast) jeder.

PS: Und die oben abgebildeten zwei Sorten von Gat (갓), breitblättriger Senf oder einfach Senfkohl genannt, werde ich gleich zu Kimchi verarbeiten.

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Alles Gold

Für gewöhnlich bin ich ja immun gegen Hypes. Buddha Bowls sind für mich nur anstrengende Abarten von Bibimbap, Overnight Oats heißen bei mir nach wie vor Bircher Müsli. Und dieser massenhafte Konsum von grünen Drinks, rohem Grünkohl, schwachsinnigen Avocado-Toasts, wabbeligen Chiasamen… alles nicht verstanden, alles an mir vorbeigerauscht. Einzig diese goldene Milch (Turmeric/Kurkuma Latte) habe ich für mich entdeckt, als es vor ein paar Jahren plötzlich Trend war, sich von Kopf bis Fuß in Kurkuma zu wälzen. Inzwischen ist der Trend längst abgeschwächt, doch ich trinke dieses uralte ayurvedische Getränk immer noch – jedes Jahr zur kalten Jahreszeit. In Indien gilt Haldi doodh, der ursprüngliche Name der goldenen Milch, seit jeher als Hausmittel gegen Erkältungen, Halsschmerzen und sogar Magenverstimmungen. Es sorgt sofort für einen wohlig warmen Bauch, wärmt Hände und Füße, doch was am allerwichtigsten ist – es schmeckt mir einfach.

Ich habe bereits diverse Rezepte ausprobiert (Paste, Pulver, Saft) und komme immer wieder auf diese Kurkumapaste nach 1akitchen zurück. Für eine kleine Tasse goldene Milch verwende ich je einen halben gehäuften Teelöffel (normaler Löffel, kein Messlöffel) vorbereitete Kurkumapaste und Honig, 1 Teelöffel Walnussöl, 1 Umdrehung Pfeffer und 2 Prisen Zimt. Manchmal noch Kardamom. Öl und Honig gebe ich direkt kalt in die Tasse, alle anderen Zutaten werden mit der (Pflanzen-)Milch unter Rühren leicht erhitzt bis etwas Dampf aufsteigt und die Farbe strahlend leuchtet. Anschließend gieße ich die goldene Flüssigkeit langsam in einem dünnen Strahl in die Tasse, sodass ein leichter Schaum entsteht (in Indien wird die Milch anscheinend mehrmals hin und her geschüttet, um noch mehr Schaum zu erzielen). Die Milch schmeckt nussig, warm, mild, nicht zu süß mit einer subtilen bitter-scharfen Note. Und große Fettaugen auf goldenem Hintergrund sind doch eh zum Verlieben.

Und wie trinkt ihr eure goldene Milch?

Apropos. Noch mehr Herbstgold:

Apfelgold. Knuspergold.

Glänzend. Kartoffelgold.

Niter Kibbeh. Gewürzbutterschmalzgold.

In einer solchen Liste darf natürlich dieses Lied nicht fehlen: Nick Murphy, Hiro Murai – beide gold.

Happy Chuseok 2017

Ein kurzes Happy Chuseok euch allen! Chuseok (koreanisches Thanksgiving) feiere ich in der Regel zwar nicht, aber einige Songpyeon habe ich heute – eigentlich gestern schon – verdrückt (das Bild ist jedoch aus dem Archiv). Hattet ihr auch schon Songpyeon … Weiterlesen

Bulgogi Summer Rolls

Bevor es noch herbstlicher wird, möchte ich schnell diese Summer Rolls mit einer koreanischen Rindfleischfüllung loswerden. Nach dem Sommer ist schließlich vor dem Sommer. Lange Zeit zählte ich mich ja zu den Traditionalisten. Länderküchen miteinander zu vermischen war mir ein … Weiterlesen

Mini-Mochis in Rentnerkleidung und Wassonstsoloswar

Zunächst was nicht so gut war: Hach, in Sachen (Kimchi-)Weltrettungsmission wird es nicht ruhiger. Wieder ziemlich viel Mist zum Thema Kimchi gelesen (eher zufällig bzw. etwas spät entdeckt, dafür nicht minder erschreckend). Ich mag den Tim Raue ja irgendwie sehr, … Weiterlesen

Ice Bibimbap

Manchmal packt mich ein Hang zu Kitsch… …und dann entstehen Sachen wie das hier: Ice Bibimbap. Ein stinknormales Patbingsu (Korean Shaved Ice) als süßes Bibimbap drapiert. Wie immer zuerst Reis (Milchgranita), dann ein Spiegelei (Joghurtgelee mit halbierter Aprikose), und wie … Weiterlesen

From Scratch: Schwarze Sojamilch

Viele mögen sie nicht. Doch heute möchte ich für die gute alte Sojamilch eine Lanze brechen. Selbstgemachte Sojamilch hat mit der wässrig-muffigen Brühe aus Tetrapacks wirklich nichts gemeinsam. Nach der koreanischen Methode ist sie wunderbar cremig, nussig und lang sättigend. … Weiterlesen

Gerüchteküche x Parmesanpudding

Anscheinend lesen hier einige CKler mit. Leicht amüsiert, aber auch etwas irritiert musste ich feststellen, dass im „Chefkoch-Forum“ wilde Spekulationen über meine Wenigkeit herumwabern. Ab und an. Immer mal wieder. Daher jetzt und für alle Zeiten, hier ein paar Fakten: … Weiterlesen

Fleisch, das vom Knochen fällt

Manchmal passt alles zusammen. Ein kalter Tag, ein pfeifender Wind, das Stolpern über fleischige Rinderrippen… Galbi Jjim musste her. Ein Schmorgericht, auch wenn Ende April ist. Galbi Jjim (Braised Beef Short Ribs) ist ein typisches Festtagsessen. Ein Gericht, das man … Weiterlesen