Ginger Scallion Fried Rice nach Jean-Georges Vongerichten

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Es gibt sie. Die perfekten Verbindungen. Wenn Stärken und Schwächen aufeinanderprallen, alles durcheinandergewirbelt wird und letztlich etwas viel Besseres entsteht, als die Summe aller Zutaten jemals erahnen lässt. In Korea sagt man dazu Cheonsaeng Yeonbun 천생연분 (gesprochen: Tscheonsäng Yeonbun). Am besten zu übersetzen mit match made in heaven.

In kulinarischer Hinsicht gibt es solche selbstverständlich ebenfalls, und oft, nein, IMMER sind es die alltäglichen Zutaten, welche man schon vielfach gegessen hat, in und auswendig zu kennen scheint und nur noch als Selbstverständlichkeit registriert. Nehmen wir Tomate, Aubergine und Olivenöl. Alle Komponenten sind gut, werden gar oft miteinander kombiniert – doch erst zusammengefügt als Pasta alla Norma werden sie göttlich. Wer meint schon alles über Tomate und Aubergine zu wissen, und daher jenes schlichte sizilianische Nudelgericht bis jetzt außer Acht gelassen hat, begeht einen Fehler.

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Der wäre mir beinahe passiert mit Lauchzwiebel, Ingwer, Knoblauch, Sesamöl, Sojasauce und Gochugaru. Mit allen bin ich aufgewachsen und konnte mir zur Genüge eine Meinung bilden. Ein überschätztes Gewürz (Sojasauce), ein unterschätztes Gewürz (Gochugaru), Zutaten so essenziell wie die Luft zum Atmen (Knoblauch, Sesamöl, Lauchzwiebel) und ein hauptberuflicher Bakterienkiller (Ingwer). Nichts, was mich noch in Erstaunen versetzen könnte – dachte ich.

Erst auf den zweiten Blick blieb ich in The Rice Chronicles bei Ginger Scallion Fried Rice hängen. Jean-Georges zaubert in jener Folge mit lässiger Nonchalance sein altbewährtes Reisgericht und zeigt dabei winzige (aber wichtige) Details, worauf es ankommt. Mehrere Wochen süchtigen Konsums und einige Adaptionsversuche später, kann ich folgende Punkte festhalten, die meiner Meinung nach das Gericht ausmachen und KEINESFALLS verändert werden sollten (ich kenne ja unverbesserliche Adaptionswütige, die in Nullkommanix ein völlig anderes Gericht aus der Ursprungsvariante entwickeln – mich eingeschlossen):

  • Sojasauce und (bestes geröstetes) Sesamöl erst auf den fertigen Bratreis geben (beide Zutaten vertragen keine trockene, hohe Hitze und verdampfen/verrauchen auf unangenehme Weise – ihr ahnt, warum ein Fried Rice vom Chinesen ums Eck bestenfalls nur gut, jedoch niemals perfekt werden kann)
  • Gochugaru über das fertige Gericht sprenkeln (ich dachte immer, Gochugaru benötige eine gewisse Grundhitze oder flüssige Umgebung, damit sein volles Aroma entwickelt wird – doch nur frisch und leise auf das Essen gerieselt tanzen die kleinen Flocken unerwartet prickelnd auf der Zunge)
  • Knoblauch UND Ingwer knusprig braten (in The Rice Chronicles werden nur knusprige Knoblauchflocken gestreut und der Ingwer gemeinsam mit den Lauchzwiebeln angedünstet, doch es gibt eine ältere Version des Gerichts mit Porree und, viel wichtiger, knusprigen Ingwerstückchen, die dank dem Multiplikator Mark Bittman einen Siegeszug durch amerikanische Blogs hielt)
  • Perfektion erreicht man meist durch Weglassen: Bacon und Südtiroler Speck wanderten mal als bewährte Freunde der Lauchzwiebel in das Gericht, doch die puristische vegetarische Ursprungsvariante bleibt ungeschlagen – wer partout Proteine haben möchte, sollte vielleicht besser zum Freund des Ingwers, also Hühnchen, greifen
  • Ei sunny-side-up wie bei Kimchi Bokkeum Bap und nicht verquirlt mit dem Reis braten, stattdessen wird (wie bei Bibimbap) das flüssige Eigelb in den fertigen Reis gemischt

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Anhand eines banalen Fried Rice-Gerichts zeigt Jean-Georges Vongerichten seine ganze Erfahrung, Feingefühl und Verständnis für „exotische“ Zutaten, und dass Fusionküche auf diese Art eine Bereicherung ist, ja sogar paradoxerweise authentisch schmecken kann. Worte wie Panasia, Fusion, Crossover erzeugten lange eiskaltes Schaudern bei mir, da oftmals nur tourettemäßig mit Zitronengras (noch schlimmer, Kokosnuss/milch) oder anderen Möchtegern-Exoten umgegangen wurde. Ich scheine allmählich dank Monsieur Vongerichten und David Chang (nach allen Folgen von The Mind of a Chef bin ich ein größerer Fan) geheilt. Zudem begreife ich immer mehr, dass bei (guten) Rezepten nicht nur die Zutatenliste, sondern die exakte Zubereitungsart ausschlaggebend ist. Zu betonen, worauf es ankommt. Und dass genau hinter diesem Punkt jahrelanges Schmecken, Kochen, Erfahrung, Produktkenntnis, Entwicklung, Versuche, Misserfolge, Verbesserung, Konzentration – einfach Zeit und Leidenschaft, oft auch Profession stecken. Gute, gelingsichere Rezepte zu entwickeln und aufzuschreiben erfordert Mühe und Augenmerk (davon bin ich noch meilenweit entfernt). Daher einmal mehr: Rezepte als leicht zu kopierendes Allgemeingut ohne Quellenangabe zu betrachten ist kein Kavaliersdelikt. Aber ich merke, ich schweife schon wieder komplett ab…

Match made in heaven – darüber wollte ich doch schreiben. Diese einfache Resteverwertung für kalten Reis vom Vortag ist in seiner ganzen Schlichtheit so hochkomplex aromatisch, kaum zu fassen! Nachkochen als Imperativ! Erst recht, wenn man ansonsten kein übermäßiger Ingwer-Fan ist…wie ich.

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Ginger Scallion Fried Rice nach Jean-Georges Vongerichten
inspiriert von Kimchi Chronicles, adaptiert via Food 52 und Mark Bittman

Zutaten für 4 Portionen:

- 1/2 Cup Öl (ich nahm 4 EL)
- 2 EL Knoblauch (gehackt oder gehobelt)
- 2 EL Ingwer (sehr fein gehackt)
- Salz nach Geschmack
- 2 Cups Lauchzwiebel, geschnitten (ich nahm zur Hälfte Schnittlauch)
- 4 Portionen gekochter Reis vom Vortag (Vongerichten nimmt Jasminreis, ich Sushireis)
- 4 Eier
- 2 TL Sesamöl
- 4 TL Sojasauce
- etwas Gochugaru
- optional Sesamkörner

Zubereitung:

  1. In einer Pfanne zunächst das Öl (nicht zu hoch) erhitzen, den fein gehobelten Knoblauch goldbraun rösten und mit einem kleinen Schaumlöffel entnehmen und auf Küchenpapier beiseite stellen.
  2. Kleingehackten Ingwer im gleichen Öl ebenfalls goldbraun rösten. Die Stückchen sollten knusprig aber nicht zu dunkel sein. Alles mit dem Schaumlöffel entnehmen und auch beiseite stellen.
  3. In dem nun aromatisiertem Öl den Lauch langsam weich dünsten, ohne zu bräunen. Leicht mit Salz abschmecken.
  4. Hitze leicht erhöhen, das Gemüse in der Pfanne zur Seite schieben und den kalten Reis zunächst alleine braten, bis alle Klumpen zerfallen sind. Das Gemüse untermischen und nochmals vorsichtig abschmecken (die Würze/Sojasauce kommt ja noch).
  5. Eier sunny-side-up in einer separaten Pfanne braten und gemeinsam mit dem Reis auf Teller anrichten. Eventuell etwas Gochugaru darüber streuen. Über jede Portion ½ TL Sesamöl und 1 TL Sojasauce verteilen und mit knusprigen Knoblauch- und Ingwerstückchen bestreuen. Schmeckt sogar lauwarm abgekühlt. Vor dem ersten Bissen alles kräftig miteinander mischen.

Tipps: Wenige (den Originalgeschmack nicht beeinflussende) Änderungen muss ich letztlich gestehen. Lauchzwiebel  ersetzte ich zur Hälfte mit Schnittlauch und wunderschöne, leicht saftige Schnittlauchblüten wurden zerpflückt und sowohl über das Essen, als auch in das Dressing gestreut. Apropos Dressing. Anstatt Sojasauce und Sesamöl getrennt und löffelweise über das Essen zu geben, habe ich einfach ein fertiges „Dressing“ aus den letzten 4 Zutaten der Liste gerührt. So kann jeder nach Geschmack am Tisch nachwürzen. Und das Wichtigste: Fried Rice ist eine Resteverwertung für kalte Reisreste. Akzeptiert man einfach diesen Punkt, braucht man diese ganzen albernen (und aufwändigen) Tipps nicht befolgen, wie man angeblich perfekten Reis für Fried Rice FRISCH zubereitet. Nur kalter Reis vom Vortag hat die ideale Konsistenz.

PS: Wem dieses Reisgericht noch zu warm für Warm sein sollte, sollte es mit diesem kunterbunten Reissalat versuchen.

Glasierte platte Kartoffeln

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Ein 10 Punkte-Plan zum Kartoffel-Himmel. Kurz: drücken, pinseln, glücklich sein (tja, mein letzter Gast mit kochen, essen, glücklich sein schwingt noch nach). Kartoffeln (besser mit Schale) waschen Kartoffeln kochen Backpapier großzügig bepinseln (Öl) Kartoffeln plätten (mit Topf und Stück Backpapier … Weiterlesen 

Kimchi + Valentinas Kochbuch

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Es ist wieder soweit. Ich räume, decke den Tisch und koche was für einen Gast, über den ich gar nicht mehr so viel sagen muss. Ich freue mich nur still (und wahnsinnig), dass sie zugesagt hat. In Fachkreisen ist sie … Weiterlesen 

Salzkaramell auf Koreanisch

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Zugegeben die leicht fischige Variante, also nichts für reine Süßmäuler. Und Vorbehalte ein Tier im Ganzen zu verspeisen sollte man auch nicht haben. Ist aber alles halb so wild. Quasi kinderleicht – Millionen von koreanischen Kindern wachsen damit auf (viel … Weiterlesen 

Das Schwein ist da_Jeyuk Bokkeum

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Ich präsentiere euch nun endlich, nach ausreichend Heißlaufphase, das lang ersehnte Rezept zum scharfen Schwein. Ihr wollt es doch immer noch hoffentlich? Diesmal habe ich das getan, was ich neben kochen und essen ganz besonders gerne mache: delegieren! Praktisch, wenn … Weiterlesen 

Ein Schwein ohne Worte…

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…fast. Ganz schnell. Ungeschminkt. Koreanisches Mensaessen, schnelle Schweinepfanne oder ganz offiziell Jeyuk Bokkeum. Böse Zungen – vornehmlich in einem klitzekleinen Laden in Schwabing – sagen dazu auch einfach nur: Hallo Schweinebauch! Der Renner des Hauses. 1. Mariniert (nicht schön) 2. … Weiterlesen 

Kimchi + Toni Hundertachtziggrad

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Und weiter geht es mit der unregelmäßig regelmäßigen Reihe Kimchi +. Nach der Weltpremiere mit The Food and the City soll niemand auf die Idee kommen, fremdsprachig und schwarzhaarig-asiatisch sei hier die Prämisse. Nein, mein heutiger Gast ist blond (wenn … Weiterlesen 

Scharfer Hühnchen-Kartoffel Schmortopf_Dak Dori Tang

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Schmorgerichte braucht jeder zwischendurch. Geschmortes Hühnchen erst recht. Scharf noch besser. Mein absolutes Lieblings-Hühnchen-Schmorgericht kommt ausnahmsweise nicht aus Korea, sondern aus Ostafrika. Doro Wot, das äthiopische Nationalgericht mit Injera – zum Reinlegen gut und so sozial. Nur fehlt mir dafür … Weiterlesen 

Tteok Galbi aka Bulgogi Burger

Damit hat Uwe sicher nicht gerechnet, dass ihm ausgerechnet aus Asien Gefahr drohen könnte. Aber bei meinem Namen, wie könnte ich mich da enthalten? Ich coache seinen Kollegen/Rivalen mal aus der östlichen Ecke für den Burger-Battle bei Zorras Kochtopf. Burger und Korea? Keine Angst, kein Reisburger wofür man Stäbchen bräuchte – die Koreaner können echte Patties, und wie! Die haben den Burger erfunden (*hust*), na ja, zumindest den Bulgogi-Burger…

Tteokgalbi heißt die Versuchung (oder Waffe, wie man’s nimmt), nach der die Stadt Gwangju im Viertel Songjeong-dong sogar eine ganze Straße benannt hat. Lange Zeit dachte ich, Tteok (Reiskuchen)-Galbi (Rippe) beinhalte Tteok bzw. Reiskuchen im Brät. Bis ich gesehen habe, wie sie gemacht werden: Feinstes, gut marmoriertes Hanu-Rindfleisch (vergleichbar mit Wagyu-Rindfleisch) von der Hochrippe wird vom Knochen gelöst (koreanische Metzger haben eine andere Schnittführung, der typische Galbi-Schnitt – aus den Knochen kann man ca. 2-3 Tage lang eine Brühe köcheln, bis sie milchig trüb ist), traditionell nur mit dem Messer sehr, sehr fein gehackt (aber hier hilft einfach ein Fleischwolf), gewürzt und solange geschlagen/geklatscht, bis eine sehr elastische Fleischmasse entstanden ist.

Daher der Name, weil der Prozess des Schlagens an die Herstellung von Reiskuchen erinnern soll. Auch die Konsistenz der fertigen Bratlinge wird dadurch leicht chewy. Meist wird noch mit etwas Schweinefleisch gestreckt, das zusätzlich Fett/Saftigkeit verleiht. Ihr könnt das Fleisch 60:40 mischen oder mehr.

Blog-Event LXXII - Burger Battle (Einsendeschluss 15. November 2011)

Beim Grillen werden die Patties mit einer Marinade bestrichen, die sie wundervoll glänzend umhüllt. Man serviert sie eigentlich pur zu Reis, allenfalls werden hauchdünne, aromatische Songi Boseot- Scheiben (koreanische Steinpilzsorte) mitgegrillt.

Da der Geschmack der Marinade an Bulgogi erinnert, musste ich beim ersten Kosten sofort an den berühmten Bulgogi-Burger denken, der zunächst von Lotteria (koreanische McD-Variante) entwickelt und nach dem Sensationserfolg sofort von McD Korea kopiert wurde (und Kimchi-Pizza bei Pizza-Hut ist übrigens in Korea eine Selbstverständlichkeit).

Von daher könnte man diesen Burger statt Tteok Galbi-Burger auch einfach Bulgogi-Burger nennen. Andersherum gesagt: Wer Bulgogi mag wird diesen Burger lieben. Typisch ist auch hier wieder die leicht süßliche Note (zur Vorwarnung, falls es einige Fleisch-Süß-Skeptiker geben sollte).

Dazu serviere ich (Achtung Weltpremiere – wozu ihr alle mich immer treibt) idiotensichere Burger-Buns, hier mit schwarzen Sesamkörnern. Idiotensicher, weil selbst ich sie kann und die Zutaten wirklich in JEDEM Haushalt vorrätig sind. Dachte mir, das Grundrezept für weichen Hefeteig muss sich doch adaptieren lassen – Daumen hoch!

Und, da wir schon bei hausgemacht sind: Die von Robert abgekupferte Mayo ohne Ei (wie er schon sagt, unbedingt nach eigenem Gusto kräftig abschmecken, sonst ist sie irgendwie indifferent) wartete bereits im Kühlschrank. Ich habe sie mit wenig Gochujang verschärft – notfalls könnte man auch Sriracha nehmen, die besser erhältlich ist.

Tteok Galbi Burger: Buns aufschneiden, Flächen angrillen, mit Gochujang-Mayo bestreichen, Salatblatt, Scheibe Fleischtomate, (optional dunkel geröstete Zwiebelringe), Fleischklops und Deckel drauf – reinbeißen. Herrlich! So herrlich, dass ich glatt das Fotografieren vergessen habe. Da wurde ausnahmsweise schnell skizziert. Eine vage Erinnerung.

Und das Ganze geht so:

Tteok Galbi

Zutaten für 4 kleine Patties

250 g Fleisch (ca. 60:40 Rind/Schwein), gut gekühlt

1 EL Sojasauce

1 Knoblauchzehe, fein zerrieben

1 EL Lauch, fein gehackt

1 EL Zwiebel, fein gehackt

1 EL Birnenpüree

1 TL Honig

1 TL Sesamöl

etwas Pfeffer

Glasur:

1 EL Sojasauce

1 EL Birnenpüree

1 TL Honig

1 TL Sesamöl

Zubereitung:

  1. Fleisch sehr fein hacken oder den Fleischwolf benutzen. Knoblauch sehr fein zerreiben. Lauch, Zwiebel, Birne sehr fein hacken und alle restliche Zutaten zum Fleisch geben. Gut vermengen und solange in die Schüssel klatschen, bis die Masse elastischer und besser formbarer wird (ca. 5 min).
  2. 4 gleichgroße Bällchen formen und nochmals zwischen den Händen klatschen (weitere 5 min.), bis das Fleisch beim Drücken elastisch zurückspringt. Zu 1cm dicken Patties formen und 30 min im Kühlschrank durchziehen lassen.
  3. Glasur vorbereiten: Alle Zutaten verrühren und beiseite stellen.
  4. Eine beschichtete Pfanne (oder Grill) mit wenig Öl bepinseln und bei mittlerer Hitze ca. 2 min. auf jeder Seite garen lassen. Zum Schluss beide Seiten mit Glaze bepinseln (oder dünn beträufeln) und im Saft kurz ziehen lassen bis alles glänzt.

Idiotensichere Burger-Buns

Zutaten für 4 kleine Buns (Drittel der Grundmenge)

167 g Mehl

10 g Zucker (auf Hälfte reduziert)

3 g Trockenhefe (ca. 1/3 Packung)

80 ml Milch, lauwarm

25 g Öl (normalerweise 20 g Butter und 1/3 Ei, ab 500 g Mehl kann ein 1 Ei dazu)

¼ TL Salz (Menge leicht erhöht)

optional (schwarzer) Sesam

Zubereitung:

  1. Teig nach Grundrezept herstellen. Nach dem Aufgehen in 4 gleiche Teile teilen, jedes Bällchen nochmals gut kneten, bis die Oberfläche glatt ist. Ca. 7-8 cm Durchmesser groß platt drücken und nochmals abgedeckt 1 h gehen lassen.
  2. Sesam auf  flachen Teller verteilen, die Oberfläche der Buns mit Wasser befeuchten und vorsichtig kopfüber in den Sesam drücken.
  3. Ofen auf 175 Grad vorheizen, 15-20 min. mittlere Schiene backen. Zum Ende ein Schluck Wasser auf dem Ofenboden verdampfen lassen.

Gochujang Mayo – Mayo nach Wahl einfach mit etwas Gochujang verrühren.

Hanu/Wagyu in durchgedrehter Form könnte bei einigen von euch Ausschlag verursachen. Ist in Korea natürlich auch schon teuer und hier wohl oft Wunschdenken, nur wollen die drüben sonst nichts anderes essen. Lieber über 100 Euro für Hanu ausgeben oder gar kein Rind. Oder sich beschenken lassen, kein Scherz, man beschenkt sich gegenseitig mit Präsent-Koffern voller Hanu-Fleisch.

He, und gerade sehe ich, Frau Kyche kann ja auch asiatisch, war klar! Und auch noch schlotzig wie meiner hier. Tolle Combo, Evi!

Korean Fried Chicken_KFC oder MFC

Wer Fußball und Bier liebt ist nahezu prädestiniert dafür, wer auf Fingerfood und Flying Buffet steht vielleicht, wer Geflügel mag ziemlich sicher, wer an süßlich-scharf-säuerlicher Chilimarinade nicht vorbeigehen kann definitiv.

Also, ich stehe weder auf Bier noch auf Fußball, das Gegröle ob im Schottenhamel oder in Fanmassen überlasse ich gerne anderen – aber ich stürze mich auf Fingerfood, Geflügel mag ich sowieso und zu Chili und allen dazugehörigen Konsorten muss ich, glaube ich, nichts mehr sagen – selbst mein diesjähriger Sommernagellack heißt Perfect Pimento.

Daher präsentiere ich euch heute – nicht ohne Stolz – mein Korean Fried Chicken oder Yangnyeom Tongdak wie es auf Koreanisch so schön heißt. Der Lieferservice-Klassiker, der in Korea typischerweise zu Bier und Fußball genossen wird. Bei großen internationalen Spielen sind sie der Renner schlechthin und man muss stundenlange Wartezeiten in Kauf nehmen beim KFC (Korean Fried Chicken)-Dealer seines Vertrauens. Jetzt wisst ihr, wofür KFC wirklich steht.

Geschmacklich stand Pelicana Chicken Pate (meiner Meinung nach die besten koreanischen Liefer-KFCs) für meine diversen Geschmacksexperimente. Die Hähnchenteilchen knusprig und würzig hinzukriegen war keine große Herausforderung. Kein Teig anrühren, bloß nicht, sondern wie bei einem guten Lemon Chicken vorher marinieren und einfach mit Stärke überpudern – babyeierleicht. Der Geschmack, die Konsistenz und Glanz der Soße waren schon zeitaufwendiger. Die Glasur hat mich einige Jahre meines Lebens gekostet, selbstverständlich immer wieder nur sporadisch und punktuell, so oft esse ich nun auch nicht in Fett gebadetes Hühnchen. Und ihr? Ja, ihr dürft ruhig sitzen bleiben, die Ärmel hochkrempeln und das Ergebnis einfach genießen – ihr seid ja auch meine lieben Leser.

missboulettes Fried Chicken_MFC oder Yangnyeom Tongdak

Zutaten für eine kleine Schale:

500 kg Chickenwings

1 EL Sojasauce

1 EL Soju oder trockener Sherry oder chinesischer Kochwein

1 Knoblauchzehe

gleiche Menge Ingwer

etwas Pfeffer

1 Eiweiß

Stärke (Kartoffel oder Mais) zum Panieren

Marinade/Glasur:

4 EL brauner Reissirup oder Ahornsirup

1 EL Sojasauce

3 EL süße Thai-Chilisauce (die für Huhn und Fisch in der Glasflasche)

1 TL Gochujang

2 TL Apfelessig

2 Knoblauchzehen, fein zerreiben

Spritzer Zitrone

2 EL Wasser

Öl zum Frittieren

Zubereitung:

  1. Chickenwings gut waschen und trocken tupfen. Spitzen abschneiden und am Gelenk zerteilen. Von oberen Teilen Haut und Fett komplett entfernen, von den unteren nur evtl. überschüssige Haut.
  2. Knoblauch und Ingwer schälen und sehr fein zerreiben/hacken. Mit Sojasauce und Alkohol zum Fleisch geben, gut einmassieren, etwas pfeffern und alles abgedeckt im Kühlschrank mind. 1 Stunde ziehen lassen.
  3. Eiweiß verquirlen, zum Fleisch geben und vermischen. Fleischstücke in genügend Stärke panieren und überschüssiges abklopfen. Alle Teile zunächst panieren und auf einem Teller beiseite stellen, dabei bindet die Stärke etwas Feuchtigkeit und „zieht“ ein.
  4. Öl nicht zu heiß erhitzen (mittlere Hitze nicht über 160 Grad), in Portionen sehr hell goldgelb langsam garen und auf Küchenpapier abtropfen lassen und alles beiseite stellen. Falls sie zu schnell bräunen sofort Hitze regulieren.
  5. Öl höher erhitzen (ca. 180 Grad), in der Zwischenzeit alle Zutaten für die Marinade in einer breiten Pfanne/Wok miteinander verrühren und unter ständigem Rühren einmal kurz aufbrodeln lassen, sofort von der Hitze ziehen. Beiseite stellen.
  6. Zum zweiten Mal sehr heiß und sehr kurz alle Teile knusprig braun frittieren, auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen und sofort in der noch warmen Soße alles vermengen, bis sie gleichmäßig mit der Glasur überzogen sind. Mit Sesamkörner bestreuen und noch heiß servieren.

Tipps: Ich habe diesmal nur Chickenwings genommen. Theoretisch müsste man ein ganzes Huhn klein zerlegen damit man es überhaupt Tongdak (ganzes Huhn-wie sinnig) nennen dürfte. Dafür einfach die Mengen grob verdoppeln. In Korea wird statt Reissirup üblicherweise Corn Syrup-Mulyeot (auch hier erhältlich) verwendet. Geschmacklos süß mit einer sehr klebrigen Konsistenz. Reissirup und Ahornsirup finde ich wegen des malzigen Geschmacks einfach besser. Wer möchte und darauf steht kann auch statt der Thai-Chilisauce Ketchup verwenden. Evtl. gewünschte Schärfe anpassen.