Matcha Azuki Swirl Bread_Nokcha Pat Bbang

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Wisst ihr es schon? Welche Füllung meine ich. Denn Pat bzw. Azuki ist nur eine Option unter vielen, wie bereits erwähnt. Das Ganze habe ich so gemacht. Kurz und schmerzlos für eine Kastenform (oder macht gleich die doppelte Menge). Vorzubereiten: … Weiterlesen

Koreanisch backen 1-2-3

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Ich bin keine Bäckerin – dachte ich. Obwohl Backen meine zarten Küchenanfänge darstellte vor über 20 Jahren (demnach muss ich also bereits als Säugling angefangen haben in der Küche zu werkeln…). Weil ich lange meinte stoische Rezeptgläubigkeit, Fremdbestimmung und mangelnde … Weiterlesen

Lemon-Cheesecake mit getränktem Biskuit und Matcha-Finish…und Schokolade

Für mich sollte ein Cheesecake eigentlich einen dünnen Keksboden nach amerikanischer Art haben. Für mich sollte er auch so schlicht wie möglich daherkommen; selbst auf eine knallrote Erdbeersauce könnte ich verzichten, allenfalls ein Hauch von gemahlener Pistazie als Farbtupfer. Erst recht verzichte ich sonst gerne auf Herzchen aller Art. Aber diesmal – diesmal bin ich über meinen Schatten gesprungen und ihr seht – Herzchen, drei Stück sogar!

Und es geht noch weiter, sogar eine Herzform wurde angeschafft. Zu einem Kuchen in gänzlicher Herzform konnte ich mich zwar nicht durchringen, aber es wurde ein herzhafter Eier-Auflauf mit Würstchen und Speck – und somit nicht zu süß für den Anfang. Zum Ehrentag aller Mütter, besonders für meine Mutter, habe ich sehr gerne alle meine ästhetischen Dogmen über den Haufen geworfen und mich dem Herzchenrausch zum Brunch hingegeben.

Die Inspiration für diesen Kuchen kam von der, wie ich finde, immer leicht nervigen Lea Linster. Man muss ihr aber zugute halten, dass sie einige hervorragende Sprüche klopft, wenn sie selbst genervt oder beleidigt scheint. Ihr Original hat eben diesen knusprigen Keksboden, der dieses Mal leider nicht hoch im Kurs stand. Denn nach vorheriger wochenlanger Recherche/Fragerei (ich brauch nichts…egal, mach was du denkst…etwas, was nicht zuviel Mühe macht) hatte sich meine Mutter zu einem expliziten Cheesecake-Wunsch hinreißen lassen. Endlich!

Für sie habe ich einen locker leichten Biskuit als Boden genommen (den sie viel lieber mag als Keksböden, aber niemals eingefordert hätte), diesen mit Zitronen-Honig-Sirup saftig getränkt, das Eiweiß weggelassen (Leas Original) und dafür mit einer umso sahnigeren Frischkäse-Creme getoppt. Um der bis dahin ziemlich schlichten Nummer etwas mehr Dramatik für den Brunchauftritt zu verleihen, wurden noch Schokosplitter à la Cafe Fernando angesetzt. Die waren im früheren Leben unbeliebte Osterhasen, die nach ihrer Transformation erstaunlich beliebter wurden. Ach ja, die Herzen. Mit Matcha kann man diese formen, muss man aber nicht, je nach subjektiver Herzchen-Affinität. Ich finde, sie sind irgendwie doch nicht soooo schlecht…

Lemon-Cheesecake mit getränktem Biskuit und Matcha-Finish

inspiriert von Lea Linsters Lemon-Cheesecake

Zutaten normale Springform:

Biskuit:

2 Eier

100 g Zucker

50 g Mehl

30 g Stärke (Mais oder Kartoffel)

½ TL Backpulver

1 EL Wasser

Creme:

200 ml Sahne

300 g Frischkäse

Abrieb einer großen Bio-Zitrone

50 g Zucker (oder mehr nach Geschmack)

Spritzer Zitronensaft

2 TL Vanillezucker

Sirup:

restlicher Saft der Zitrone

30 g Honig

Schokosplitter:

100-120 g dunkle Schokolade

Zubereitung:

  1. Biskuit: Eier trennen, Eiweiß mit Wasser sehr steif schlagen. Den Zucker langsam einrieseln lassen und weiter schlagen. Eigelbe hinzugeben und weiter hell und dick aufschlagen. Mehl, Stärke, Backpulver mischen und reinsieben. Vorsichtig unterheben. Bei 170 Grad, mittlere Schiene ca. 20-30 min. in einer Springform hell backen. Holzprobe machen. Rand nicht fetten oder einfach Backpapier auslegen. In der Form auskühlen lassen.
  2. Creme: Zitronenschale fein abreiben und mit Frischkäse und Zucker nur mit einem Schneebesen kurz verrühren. Zitronensaft hinzufügen. Sahne mit Vanillezucker steif schlagen und vorsichtig unterheben.
  3. Sirup: Zitronensaft auspressen, kurz aufkochen und noch warm mit dem Honig verrühren. Auskühlen lassen.
  4. Schokosplitter: Schokolade über Wasserbad schmelzen lassen, dünn auf die Hälfte des Backpapiers ausstreichen, freie Hälfte darüber klappen und sofort aufrollen. Im Kühlschrank erkalten lassen und wieder entrollen, dabei entstehen die Splitter.
  5. Tortenring aufsetzen. Den Biskuit mit dem Sirup beträufeln. Die Creme darauf verteilen und im Tortenring mind. einige Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren mit Schokosplitter und evtl. 1 TL Matcha garnieren.

Tipps: Der Kuchen lässt sich gut in Etappen vorbereiten. Den Biskuit kann man bis zu 2 Tagen vorher backen, die Creme und den Sirup kann man einen Tag vorher verteilen. Die Schokolade sollte doch relativ dunkel sein, da meine Osterreste ziemlich schnell wieder weich wurden und der Kuchen zwischendurch immer wieder gekühlt werden musste. Sie ist eher ein optischer Blickfang, geschmacklich könnte ich persönlich darauf verzichten, aber Schokoliebhaber schwören auf die Schokonote zum Cheesecake.

Gerollter Sesamreis in Matcha-Omelett Mantel_Jumeok Bap in grüner Rolle

Klingt viel schwülstiger als es ist. Letztlich ist es nur meine frühlingshafte Interpretation eines banalen Doshirak (koreanisch für Bento) Klassikers – Jumeok Bap (주먹밥), wörtlich Faust-Reis. Die Notlösung schlechthin, wenn man nicht weiß, was man reinfüllen soll bzw. zufällig keine nennenswerten Zutaten greifbar sind. Dann wurde einfach Reis genommen, mit etwas Sesamöl, Sesamkörner und Salz gewürzt und schnell ovale Kugeln damit geformt, indem man 1-2 mal die Hand zu einer Faust ballt – daher der Name, urtypisch sogar mit leichtem Fingerabdruck. Mal mit, mal ohne Noriblätter, noch ein gutes Kimchi dazu und schon hatte man ein schmackhaftes Reisgericht, das auch locker ohne weitere Beilagen auskam.

Den würzig nussigen Geschmack des Jumeok Baps lieben viele, aber wegen seiner äußeren Erscheinung ist er sicher nicht berühmt geworden. Hier habe ich ihm, passend zur Saison, ein neues Kleid verpasst – seine Stärken, der Geschmack und die Würze, blieben unverändert, dafür ist nun auch sein Auftreten etwas zivilisierter. Zum neuen Outfit könnte ich mir nun auch ein Spicy Tuna Tatar oder noch besser ein süßliches Jakobsmuschel-Tatar vorstellen. Entweder als Topping, Unterlage oder nebendran – wie man dekomäßig drauf ist. Dann geht das Ganze auch als Asia-Vorspeise durch.

Matcha dient hier nicht nur als Farbgeber. Die Aromen von gerösteten Noriblättern und Matcha heben sich gegenseitig sehr subtil. Die leichte Teenote wirkt dadurch nicht bitter, sondern eher nussig. Und dass Omelett sowieso zu Reis und Noriblatt passt, haben wir spätestens bei diesen Kimbaps gesehen. Natürlich habe ich nur Eiweiß genommen, um die Farbe nicht zu beeinträchtigen. Das verbliebene Eigelb wurde einfach sunny side up separat gebraten – und gegessen. Auch lecker!

Gerollter Sesamreis in Matcha-Omelett Mantel

Zutaten für eine Rolle ca. 10 Scheiben

Omelett:

2 Eiweiß

½ -1 TL Matcha (halb für leichten, ganz für kräftigeren Geschmack)

1 EL Milch (oder Wasser)

½ TL Kartoffelstärke

2 Prisen Salz

Reis:

1 Portion (2 Kellen) gekochter Sushi-Reis

1 TL Sesamkörner, geröstet

1 TL dunkles Sesamöl

1 Noriblatt, geröstet

Salz nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Zunächst Matcha in Milch/Wasser auflösen (Milchschäumer oder klassisch Chasen), Stärke ebenfalls darin auflösen. Eiweiß und Salz hinzufügen und alles verschlagen. Auf geringer Hitze in einer mittelgroßen Pfanne hell ausbacken. Wenig Öl dabei verwenden. Auf einem Schneidbrett auskühlen lassen und mit Küchenkrepp entfetten
  2. Warmen Reis mit Sesamöl, Sesamkörner und Salz würzen und gut vermischen.
  3. Auf einer Sushimatte das Omelett auslegen und darauf den Reis gleichmäßig dünn verteilen. Nach Geschmack zusätzlich einige Sesamkörner darüber streuen. Noriblatt ca. 3 cm vom vorderen Rand nach hinten versetzt auflegen und alles mithilfe der Sushimatte eng, aber vorsichtig aufrollen. Dabei zwischendurch die Matte öffnen und die angefangene Rolle an die vordere Kante neu ansetzen. Falls Noriblatt hinten überlappt, einfach abschneiden.
  4. Enden sauber abschneiden und in gleichmäßige Scheiben aufschneiden.

Tipps: Am besten ist es natürlich, gleich eine quadratische Pfanne für das Omelett zu nehmen, für den besten Effekt und für wenig Schneidabfall. Notfalls können auch Reisreste vom Vortag genommen werden, diese aber trotzdem einige Minuten über kochendes Wasser dämpfen und aufwärmen, damit sich der Reis formen lässt.

Eine weitere optische Variante wäre, das Noriblatt zwischen 2 sehr dünnen Reislagen zu schichten. Ihr wisst, welchen Effekt ich meine? Vielleicht demnächst.

Wahrung des guten Geschmacks: gefüllte Karamell-Pancakes_Hoddeok

Warum Fertigmixturen verwenden, wenn es selbstgemacht besser schmeckt?

kurz bevor sie auf dem Teller landeten

Zunächst erstmal ein kleines Sorry,  ich habe kein Foto von den fertigen Hoddeoks, sondern nur Making-of-Bilder. Im Eifer des Gefechts kamen sie vor dem Servieren nicht vor die Linse, dafür wurden sie mit der richtigen Temperatur direkt genossen. Aber schließlich ist dies kein Fotoblog, sondern ein Foodblog (so habe ich mich trösten lassen). Sobald ich kann wird das Foto nachgereicht!

Glaubt man nicht wenigen Rezepten einschlägiger koreanischer Tageszeitungen oder Magazine, könnte man meinen, ohne Fertigmixtur wäre es fast unmöglich Hoddeok herzustellen. Ich plädiere dagegen ja immer für die Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit der eigenen Geschmacksknospen – FREE TASTE! Wir sollten den Geschmack in die eigenen Hände nehmen und uns nicht mit industriellem Einheitsbrei abfertigen lassen. Es geht doch um die Wahrung des guten Geschmacks; vor allem, wenn es so einfach ist. Über Jahre habe ich diverse Varianten ausprobiert und hier kommt das Ergebnis meiner langjährigen Hoddeok- Experimente.

Luft ablassen

Hoddeok ist eine Art koreanischer Pancake aus Hefeteig mit einer Füllung aus braunem Zucker, Zimt und evtl. gemahlenen Nüssen.

Ich gebe Joghurt (Voll-Fett!) hinzu, dadurch wird der Teig elastischer und bekommt einen angenehm säuerlichen Geschmack. Wichtig für den besten Genuss ist der Zeitpunkt wann man zugreift. Nur ein warmer Hoddeok ist ein richtiger Hoddeok, weil nur dann die noch warme Füllung flüssig aus dem Inneren herausquillt. Ist man zu gierig und greift zu früh, straft einen der noch „heiße“ Hoddeok sofort. Der ultraheiße Karamell wäre Selbstmord für den Gaumen. Durch den heißen Zucker kann man sich alle wichtigen Geschmacksknospen ruinieren. Lässt man ein Hoddeok dagegen zu lange warten, erkaltet die Füllung, wird klebrig und der Teig zäh. Deswegen backe ich Hoddeok nur portionsweise in der Pfanne aus. Den restlichen Teig packe ich in einen Behälter. Im Kühlschrank lässt sich der Teig 2-3 Tage aufbewahren. Und ich habe 2-3 Tage einen schnellen süssen Snack. Eine Variante wäre dem Teig Matcha beizugeben, um eine Grünfärbung zu erreichen.

vorne platt gedrückt, hinten noch nicht

Gefüllte Hefe-Pancakes_Hoddeok

Zutaten Teig für 15-20 Stück:

500g    Mehl

50        Zucker

1½       Tüten Trockenhefe

200 ml  lauwarmes Wasser

60g      Butter

1          Becher (150g) Joghurt 3,5 % Fett

1          Messerspitze Salz

Füllung – alle Zutaten vermischt

5-7 EL brauner Zucker

Messerspitze Zimt

optional: gemahlene Nüsse

nötige Utensilien:

beschichtete Pfanne mit passendem Deckel

flacher, hitzeresistenter Gegenstand – ich nehme ein Thermobecher aus Edelstahl mit ganz flachem Boden

Zubereitung:

  1. In das Mehl eine Mulde formen, Zucker, Hefe, Wasser rein gießen, 10 min. abgedeckt gehen lassen. Danach mit einem Holzlöffel verrühren
  2. Butter, Joghurt, Salz hinzu und alles vorsichtig kneten, 1h abgedeckt gehen lassen. „Luft“ ablassen – Fingerlöcher in den Teig, nochmals mindestens 30 min. gehen lassen.
  3. Der Teig ist richtig, wenn er klebt. Zum Formen etwas Öl in die Hände geben. Hühnereigroße Kugeln formen, wie einen Fladen flachdrücken und 1-2 TL Füllung in die Mitte geben. Die Ränder darüber klappen und gut verschließen. Mit der Naht nach unten auf einen leicht geölten Teller geben. So viele Kugeln wie gewünscht formen.
  4. Pfanne erhitzen (Hitze unteres Drittel), 1 EL Öl in die Pfanne geben, 3 Teigkugeln mit der Naht nach unten reinlegen. Nach wenigen Sekunden sofort wenden. Mit einem flachen, geölten Gegenstand die Kugeln sehr vorsichtig flach drücken. Nach 1-2 min., wenn der Teig eine helle Farbe bekommt, wenden. Nochmals vorsichtig flach drücken bis ein Fladen mit rund 10 cm Durchmesser entsteht. Deckel schließen. Nach 2-3 min. nochmals wenden und Deckel schließen, einige Minuten weiter braten bis alles goldbraun gebacken ist. Zwischendurch die Farbe und Hitze kontrollieren, evtl. Hitze regulieren.
  5. Vor dem Servieren leicht abkühlen lassen und die warme flüssige Karamellfüllung sehr vorsichtig genießen.

Tipp: Insgesamt sollten die Pancakes rund 10 min. backen, damit der Hefeteig gar und der Zucker flüssig wird. Die Füllung sollte nicht austreten, da der Hoddeok sonst schnell trocken schmeckt. Falls aber doch etwas ausläuft, Hoddeok mit Hilfe eines Spatels über den Karamell „fahren“ – der Karamell sollte dann am Hoddeok haften. Mit nassem Küchenkrepp und Spatel (Vorsicht ist höllisch heiß – heißer Zucker eben) die Pfanne reinigen, bevor die nächsten Portionen gebacken werden.

Enttäuschungen und Empfehlungen: Pa-Jeon_gebratener Lauch

Ich war ohne Ankündigung etwas salzige Luft schnappen –

nun, die ganze Bloggerei soll ja auch Spaß machen und nicht zum Zwang ausarten …

Bevor wir losgefahren sind hatte ich diese kleinen Muffins gebacken, die jedoch nur schön aussahen, mehr hatten sie leider nicht zu bieten.

Reine Fassade und Vortäuschung falscher Tatsachen! Daher gibt es dazu auch kein Rezept. Sie waren trocken, schwer und steinhart. Es gibt nichts frustrierenderes als trockene Kuchen, die sich als Rührteig tarnen; sie sind nur noch zu toppen durch schlechte Bücher, die vom Zeitgeist überholt wurden. Mal abgesehen von wirklich echten Problemen natürlich.

Eigentlich wollte ich meine bewährten Möhrenmuffins backen – die sind wirklich saftig und geben diesen gewissen Zzzzz-Zzzzz-Ton ab, nach dem ich verrückt bin, wenn man vorsichtig darauf drückt.

Doch dann wollte ich mich experimentierfreudig zeigen und habe das Rezept von einer Verpackung (!!) genommen. Mein Verzicht auf eine gründliche Internetrecherche musste ja bestraft werden. Das nächste Mal gibt es keine Experimente mehr mit neuen Muffinrezepten, ich greife lieber auf meine Rührteig-Grundrezeptur zurück – es sei denn, ihr habt einige gute selbst erprobte Vorschläge. Leider erst jetzt gibt es bei der Lorbeerkrone diese wunderbaren knusprigen Teilchen, die wären genau das richtige gewesen!

Von süßen nicht-erwähnenswerten Rezepten komme ich aber nun auf ein salziges Rezept mit hohem Nachkoch-Faktor.

Einige Gründe sprechen dafür: einfachste Zutaten, schnell, easy, gut zur Resteverwertung geeignet. Ich spreche hier von Pa-Jeon, einem Klassiker der Ausflugsküche. Wirklich überall, ob Sehenswürdigkeit, Ausflugsort oder einem Festival, läuft man in Korea diesem Gericht über den Weg.

Hierfür werden junge Lauchzwiebeln (Pa) kurz in der Pfanne gebraten, ein sehr dünner Pfannkuchenteig wird darüber gegossen und alles knusprig gebraten. Man kann viele weitere Zutaten je nach Gusto hinzufügen, Meeresfrüchte (Haemul Pa-Jeon), Chilischoten etc. Oder man rührt etwas Matcha in den Teig für eine grüne Tee Variante. Diese Pfannkuchen schmecken hervorragend zu Makgeolli (koreanischer Reiswein) und sind, ähnlich wie die spanischen Tapas ursprünglich, eher als feste Grundlage zu Alkohol gedacht, weniger als Banchan.

In unserer Familie werden aber anstatt des Pfannkuchenteiges nur Eier verwendet, und ich verrate euch was – mir schmeckt es so tatsächlich am besten! Aber jeder sollte seine bevorzugte Variante selbst herausfinden. Auch David Lebovitz scheint ein Anhänger von Pa-Jeon zu sein, auf jeden Fall macht er eine Mischung aus Teig und Ei. Ich habe es ausprobiert und bleibe bei meiner Ei-Variante.

Pa-Jeon

Eigentlich gibt es kein richtiges Rezept zu beachten, außer dem Mengenverhältnis. Für 1 puristisches Pa-Jeon in der großen Pfanne (22 cm) benötigt man 2-3 Eier und 2-3 Lauchzwiebeln (je nach Größe), mehr nicht. Ich habe hier aber alle meine Gemüsereste verwertet, die ich aufbrauchen wollte: 2 Lauchzwiebeln, etwas Buchu (Schnittknoblauch), 1/3 Zucchini, einige kleine Perilla-Blätter, 3 Chilischoten. Dazu noch 2 EL ausgelöstes Muschelfleisch. Die Gemüsemenge hat für 2 Pa-Jeons ausgereicht.

Zubereitung:

  1. Lauchzwiebeln Enden abschneiden und säubern. Längs halbieren und nochmals in der Hälfte quer zerteilen, so dass man ca. 15-20 cm lange Streifen erhält.
  2. Etwas Öl in die Pfanne, Lauchzwiebeln-Streifen in einer Reihe reingeben und bei mittlerer Hitze ca. 1-2 min dünsten. Der Lauch muss zwischendurch nicht gewendet werden! Evtl. weiteres kleingeschnittenes Gemüse dazugeben.
  3. Eier verquirlen, mit einer Prise Salz würzen, und alles über das Gemüse gießen.
  4. Sobald das Ei stockt vorsichtig wenden, evtl. einen Teller zu Hilfe nehmen.
  5. Goldbraun fertig braten.

Tipp: Dazu passt Sojasauce mit etwas Sesamöl zum Dippen. Pa-Jeon wird ganz und ungeschnitten serviert und am Platz mit Stäbchen zerteilt, daher ist die längliche Anordnung der Lauchzwiebel beim Braten hilfreich.