Wunderöl

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Es war schon lange klar, dass ich das kulinarische Jahr hier auf diesem Blog mit Öl beginnen wollte. Kein gewöhnliches. Eine oder vielleicht “die” Entdeckung der letzten Zeit sogar. Chiliöl Sichuan-Style. Selbstgemacht (keines der bisher gekauften Chiliöle kann es mit … Weiterlesen

Gewickelt

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Oder: Krautwickel mal anders. Kimchiwickel. Kimchi Ssambap. Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Sermon über das vordergründig stets gute Abschneiden Koreas und weiterer asiatischer Länder beim Möchtegern-Ranking PISA stehen. Des Weiteren meine eigene wichtige These (*hust*), dass dieser “Erfolg” nur … Weiterlesen

Ein Schwein to Remember

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So ungefähr schwirrte ein Schwein Wochen um mich herum. Ließ mir keine Ruhe. Die Frage, die mich beschäftigte: Wäre das genial trockengebeizte Momofuku Bossam mit einer zusätzlichen Kruste nicht himmlischer? Nicht irgendeine Kruste. Schlimm sind die, die hart und nur … Weiterlesen

Wurzeln, gegrillt

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Nach gegrillten Muscheln wollte ich diese Wurzeln sofort veröffentlichen. Irgendetwas kam mir dazwischen. Erst heute widme ich mich nun gegrillten Wurzeln. Falls man von den Vorlieben auf die Vorleben schließen könnte, ich muss wohl einst unterhalb der Erdoberfläche gehaust haben. … Weiterlesen

Kimchi + Der Mut anderer

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Passend zur kommenden Kimchi-Saison, ist der neunte Gast meiner kleinen Kimchi-Reihe ein Kimchiprofi. Petra von Der Mut anderer gehört zu den (mir sympathischen) Personen, die eine Stadt (in diesem Fall Paris) streng nach dem Genussprinzip erkunden – quasi von Brathuhn … Weiterlesen

Kimchi + Kyche

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Auch im Bloggerleben gibt es so etwas wie eine Sandkastenfreundschaft. Die allerersten Gefährten, die sich einfach dazu gesellen, während man noch fernab jeglicher Routine (und Wissen) vor allem mit sich selbst beschäftigt ist. Ich darf mich glücklich schätzen und habe … Weiterlesen

Ein neues Kleid für ein Ei

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Eine perfekte neue Küchenaufgabe für Haarspalter, Korinthenkacker, Sekundenzähler. (Mein Gott, zähle ich etwa dazu?!) No more Rebels Within – wurde letztes Jahr verkündet. Die kalifornische Geburtsstätte* dieses Ei-im-Muffin musste schon längst die Toren schließen. Am Rebel kann und wird es … Weiterlesen

Schlicht weiße Fleischsuppe_Gom Tang

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Als Kind hatte ich immer etwas Angst vor dieser Suppe. Gom ist eigentlich das koreanische Wort für Bär, und Tang bedeutet Suppe – also Bärensuppe. Eine Suppe aus Bärenfleisch? Ekelhaft! Dies wurde mir nach meiner kindlich naiven Rückfrage (ist da … Weiterlesen

Eirolle gegen Löcher im Bauch_Gyeran Mali

Achtung, jetzt kommt was Banales. Daher heute nur ganz kurz: Gyeran Mali – gerolltes Ei. Nicht mehr und nicht weniger und ist trotzdem so viel mehr. Eine Art Omelett, meistens mit Möhre, Zwiebel und Lauch.

Etwas, das mein Patenkind wirklich sehr, sehr liebt und dafür sofort Ruhe geben würde. Schließlich ist er sowohl Gourmet als auch Gourmand. Meine Geheimwaffe gegen unbarmherzige UND WARUM-Fragereien (mein Gott, wie konnte ich annehmen so was sei Klischee).

Innen weich-saftig und außen zart-knusprig mit einer leichten Zwiebelsüße. Nicht nur für Kleinkinder geeignet (falls ihr Ruhe haben wollt).

        

Als Dank bekommt man ein hinreißend charmantes (stilles) Lächeln, zum Niederknien!

Gyeran Mali_koreanisches Gemüseomelett

Zutaten für eine Rolle:

3 Eier

½ kleine Zwiebel

½ kleine Möhre

1 EL Lauch oder Schnittlauch, fein gehackt

Salz nach Geschmack

1 EL ÖL

Zubereitung:

  1. Gemüse in sehr feine Ringe/Julienne schneiden und noch ca. 2 cm klein hacken. Lauch oder Schnittlauch ebenfalls in sehr feine Ringe oder Stücke wiegen.
  2. Eier mit Salz grob verquirlen, das Gemüse hinzugeben. Eine mittelgroße Pfanne mit Öl ausschwenken, auf mittlere Hitze schalten und die Eimasse reingeben. Sobald sich Bläschen bilden, diese mit einer Gabel (ich nehme Holzstäbchen) zerstechen, dass sich ein gleichmäßiger Boden bilden kann. Hitze sofort auf unteres Drittel runterschalten.
  3. Wenn der Boden gestockt ist, aber die Oberfläche noch leicht flüssig, das Omelett in 2 Zügen jeweils um ein Drittel einschlagen (s.Bilder). Dabei 2 Spateln verwenden und die evtl. austretende Eimasse sofort in Form bringen. Mit der Naht nach unten die fertige Eirolle auf sehr niedriger Hitze für 3-4 Minuten stocken lassen. Umdrehen und die Rückseite weitere 3-4 min. in der Resthitze ziehen lassen. Dann auf einem Schneidbrett wenige Minuten auskühlen lassen.
  4. Die Enden sauber abschneiden, dass ein Rechteck entsteht. Aufschneiden und mit einem Dip aus Sojasauce, Sesamöl und Sesamkörner servieren.

Tipps: Auf das aufwendige Hin-und-Herschieben wie beim Tamagoyaki verzichte ich. Das Zusammenklappen und langsame Stocken in der Pfanne finde ich praktischer. Die Hitze nicht zu hoch schalten, sonst wird die Rolle außen dunkel, bevor die Masse innen stockt. Als Banchan Beilage pro Person ca. ½ Rolle berechnen.

Herbstliches-Allerlei Quiche oder Resten-Quiche

Die zweite wäre wohl passender, diese Quiche ist wirklich nur entstanden, um den Kühlschrank wieder mal neu zu sortieren und alle Reste und angebrochenen Verpackungen irgendwie sinnvoll aufzubrauchen. Dafür eignen sich ja Quiches wunderbar. Vor allem, wenn man auch noch Milchprodukte verwerten muss, was bei mir, mit eher asiatischen Essensgewohnheiten, nicht so häufig vorkommt. Der Phantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt und einige schöne Beispiele habe ich u.a. bei Houdini und natürlich als Mittwochsexemplare bei Chaosqueen gefunden. Barbara hat auf ihrer Spielwiese die Mutter aller Quiches – die Quiche Lorraine – bereits vorgestellt, und für heiße Hände (man braucht für einen Mürbeteig ja bekanntlich kalte Hände) hat Evi von der kyche sogar einen passenden Vorschlag.

Neu ausprobiert und geschmacklich dominiert haben bei mir der leicht karamellisierte Spitzkohl und der Wirsing, die mich wirklich mit einem fein-deftigen Aroma überraschen konnten. Hinzu natürlich etwas konservativ (aber immer gut) die Combo Lauch-Schinken, mit einer Lage Sättigungsbeilage dazwischen vom Vortag. Ohne vor Eigenlob stinken zu wollen – diese dreistöckige Not-Eigenkreation war sogar besser als meine altbewährten Quiches aus der Rue Tiquetonne, die bei jedem Paris-Trip zu guter Musik und mit netten Leuten obligatorisch sind.

Um die allerletzten Reste brav auszunutzen und trotzdem noch ein schlechtes Gewissen zu haben (allerspätestens nach der noch laufenden ARD Themenwoche, spätestens seit We feed the world & Jean Ziegler), habe ich den Herbst einfach Herbst sein lassen, und das letzte Drittel meines frivol-sommerlichen Zucchinis dazugesellt, begleitet von farbenfrohen Möhrchen. Eine dogmatische Einstellung hilft schließlich auch nicht über alles hinweg.

Ein Besuch bei Kathas Welt hatte mich dann wieder optimistisch gestimmt, die zeigt, wie positiv und voller Tatendrang man das ganze, unsägliche Thema angehen kann. Sie ist für mich die deutsche, weibliche Variante des noimpactman – verständlicherweise nicht in der Radikalität.

Themenwechsel: Wenn ich mir das Bild so anschaue, weiß ich im Nachhinein gar nicht mehr, was mich bei der Anordnung der Möhren geritten hat. Nur soviel – ich wollte kein kleingeschreddertes Zeugs.

Ist es nicht etwas Fifties? Naja, passt dann zumindest zum aktuellen Fashion Trend. Fehlt nur noch der Käseigel dazu.

Und leider habe ich vom herbstlichen Innenleben (oder Anschnitt) keine Beweisfotos, aber so war’s:

Herbstliches-Allerlei Quiche

Zutaten für eine 24er Springform

Teig:

200 g    Mehl

100 g      Butter

¼ TL     Salz

2 EL      Wasser

Füllung:

1/2        Lauch

60 g      Schinkenspeck

1 EL      Öl

3           gekochte Kartoffeln vom Vortag

4-6        Wirsingblätter

4-6        Spitzkohlblätter

1 EL      Butter

1 TL      Zucker

1           Knoblauchzehe

½          Zwiebel

100 ml  Sahne

50 ml    Milch

50 g      Käse, was da ist

3           Eier

1           Prise    Muskatnuss

Salz, Pfeffer zum abschmecken

Hier zusätzlich, aber nur optional: 2 gekochte Möhren und etwas gedünstete Zucchinischeiben

Zubereitung:

  1. Aus allen Teigzutaten schnell einen Mürbeteig kneten, dafür Mehl und Salz vermischen, Butter in kleinen Stückchen hinzu, krümelig vermischen und alles mit Wasser verkneten. Zur Kugel formen und mind. 30 min. kühl stellen.
  2. Den Wirsing und Spitzkohl waschen, in breite Streifen oder Stücke schneiden.
  3. Lauch in breite Scheiben schneiden, auf mittlerer Hitze mit Speck und Öl in der Pfanne weich dünsten, beiseite stellen.
  4. In derselben Pfanne (mit Restöl) 1 TL Zucker gleichmäßig dünn ausstreuen, Hitze hochschalten und beide Kohlsorten kurz andünsten, Butter dazugeben und weiterrühren, mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Das Gemüse sollte noch knackig sein, beiseite stellen.
  5. Gegarte Kartoffeln in dicke Scheiben schneiden, Knoblauch hacken, Zwiebel sehr fein würfeln. Käse evtl. reiben oder in kleine Würfel schneiden.
  6. Knoblauch, Zwiebel, Sahne, Milch, Käse, Eier miteinander verquirlen und einen Guss herstellen. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig ausrollen, in eine gefettete Springform geben und einen hohen Rand ziehen. Der Teig kann und wird sehr dünn sein.
  8. Zunächst die beiden Kohlsorten, dann eine Lage Kartoffelscheiben, zum Schluß den Lauch/Speck verteilen. Den Guss gleichmäßig darüber verteilen. Auf mittlerer Schiene 35-45 min. backen, bis der Rand knusprig braun wird. Vor dem Anschneiden ca. 5 min. warten, damit der Guss sich „setzen“ kann.

Tipp: Hier habe ich die verwendeten Originalzutaten angegeben, aber um neue Reste zu vermeiden, würde ich statt der Sahne-Milch Mischung einfach 1 Becher Sahne verwenden. Und die Zucchinischeiben und Möhren habe ich eher als Deko gesehen und daher nicht näher im Rezept erläutert.