Eigentlich Kouign Amann

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Das Sommerglühen ist nun endgültig vorbei (der Sommer geht bei mir traditionell bis zum allerletzten Tag des Septembers). Zeit für die mächtigeren Sachen im Leben – oder für die leckeren. Daher schon wieder etwas Süßes für die Hüften. Etwas mit … Weiterlesen

Süßes Maronenbrot_Bam Bbang

Zu Zorras World Bread Day habe ich es leider nicht geschafft, als ich aber das Haselnuss-Brot von Taste of Pearl City beim überwältigenden Round-Up des WBD sah, erinnerte es mich an mein heißgeliebtes Bam (Kastanien) Bbang (Brot) aus Korea, und ich musste es sofort abgewandelt nachbacken. Die asiatischen Brote oder Kleinteile haben es ja so an sich, dass sie meistens süß und weich sind. Kräftiger Sauerteig ist fast unbekannt.

In Korea ist das Maronenbrot, eine Brioche gefüllt mit süßen Maronenstückchen, mein absolutes Favourite, gefolgt vom Süßkartoffelbrot. Am besten sind sie, wenn sie noch warm und weich direkt aus dem Ofen kommen. Das Rezept ähnelt dem mittlerweile oft gemachten Brioche-Teig von Aurelie, aber um etwas neues auszuprobieren habe ich mich brav an die Originalmengen gehalten. Nur die Zubereitungsmethode wurde abgewandelt, und statt wie angegeben per Hand wurde der Teig 20 min. maschinell geknetet. Ich bilde mir ein, dass ich erst nach dieser Zeit die lockere, große Porung erhalte.

Zum Vergleich werde ich zusätzlich mein Nun-Standard-Brioche Rezept anhängen. Geschmacklich gab es wie erwartet kaum einen Unterschied, die Rezepte ähneln sich auch sehr. Weich & fluffig, und das über mind. 3 Tage, sind alle beide. Wer noch mehr Maronen haben möchte, kann die angegebene Menge verdoppeln.

Süßes Maronenbrot_Bam Bbang

adaptiert von Taste of Pearl City

Zutaten:

450 g Mehl

75 g Zucker

75 g Butter

7 g Trockenhefe, 1 Packung

200 ml lauwarme Milch

1 Ei

1 TL Salz

Füllung:

300 g gekochte & geschälte Maronen (500-600 g frische ergeben die Menge)

2 EL Zucker

Topping:

1 Eigelb

1 EL Milch

1 EL Nüsse, Mandeln oder wie hier Krokant

3 EL Puderzucker

½ EL Wasser

Zubereitung:

1. Mehl, Zucker, Hefe zusammen vermischen, lauwarme Milch, Ei, Salz und Butter in Flöckchen nacheinander verrühren. Den Teig 20 min. lang kneten, bis ein glänzender, elastischer Teig entsteht. 1 Stunde abgedeckt und warm gehen lassen.

2. Wenn der Teig mind. das doppelte Volumen erreicht hat, den Teig nochmals für 3 min. kneten. Den Teig in die gewünschte Form kneten, hier:

3. Auf Backblechgröße ausrollen (Arbeitsfläche muss kaum gemehlt werden), den Teig längs halbieren, dass 2 Rechtecke entstehen. Maronenstückchen gleichmäßig auf beide Rechtecke verteilen, mit je 1 EL Zucker bestreuen. Jedes Rechteck eng aufrollen, so dass 2 lange Rollen entstehen.

4. Aus beiden Rollen einen Zopf formen, Enden gut miteinander verbinden, und zu einem Ring verschließen. In eine gefettete Springform legen und eine kleine Schale in die Mitte geben, damit der Teig die Form behält. Wieder 1 Stunde aufgehen lassen.

5. Den Ofen auf 150 Grad vorheizen. Schale entfernen, Milch und Eigelb verquirlen, bepinseln und eventuell gemischte Nüsse darüber streuen. 40-45 min. auf mittlerer Schiene backen.

6. Nach dem Abkühlen mit Zuckerglasur garnieren. Schmeckt am besten lauwarm.

World Bread Day 2010 - After Hours Party

Zum Vergleich mein Grundrezept_süßer Hefeteig nach Aurelie

Zutaten:

500 g Mehl

60 g Zucker

60 g Butter

7 g Trockenhefe, 1 Packung

250 ml lauwarme Milch

1 Ei

½ TL Salz

Die Zubereitung s.o., natürlich ohne Füllung. Für die Formgebung: Eine Kastenform ausbuttern, den Teig in 3-4 Haufen reingeben und wieder aufgehen lassen. Wie es aussieht seht ihr hier. Backzeit entspricht dem Rezept oben.

Wobei ich noch ein neues Rezept entdeckt habe, das ich unbedingt noch ausprobieren muss – eine Adaption vom River Cottage Handbook No. 3 Bread. Die nächste Runde meines Brioche-Wahns ist eingeläutet!!

Und für Kimchi Liebhaber habe ich eine gute Nachricht – ich arbeite an 3 weiteren Rezepten, die ich in den nächsten Tagen/Wochen posten werde. November ist schliesslich Kimchi Zeit! Stay tuned!