in den Bergen von Yunnan. Ein zufälliger Fund. Ein stiller Film von Wang Bing, der weder anklagt noch kommentiert – und doch wie ein Schlag in die Magengrube nachwirkt.
Einfach so, weil ich das Gefühl habe, der Film passt in diese Wochen. Diese Diskrepanz zwischen Hype und Skandal-Aufschrei (wahrscheinlich sind es immer dieselben Stimmen, welche blinden/bequemen Konsum mit Genuss verwechseln und sich stets nur über andere aufregen, wenn sie in die Falle tappen). Aber auch zum Thema Verzicht. Verzicht auf (Über)Kultivierung von Persönliche-Befindlichkeiten-Dingens.
Wer nicht bis zur Wiederholung am 23.02. um 03.40 Uhr (?! – warum muss man zur Hauptsendezeit Geierwallys und Silbereisens auf die Öffentlichkeit loslassen und Sehenswertes im Nachtprogramm verstecken…) warten möchte, sollte noch diese Woche zur Mediathek.
danke für den hinweis auf diese berührende und sehr nachdenklich stimmende dokumentation. ja, verzicht! was haben wir für luxusproblemchen…
du sagst es, liebe julie. man kann sich dies nicht oft genug vergegenwaertigen.
Danke für den Hinweis, hab‘s mir angeschaut und auch „Feuer gefangen“. Zum Teil sehr fröhliche Kinderstimmen die mich mit ihren Lebensumständen sehr, sehr traurig stimmen Ein Kind Politik und dazu noch keinen Sohn zu haben, macht die Lage für den Vater noch viel schwieriger. Ein wirtschaftlicher Aufschwung hat auch seine Schattenseiten und seine Verlierer. – Wie kann ich etwas dazu beitragen und ändern? Wohl kaum aber ich für mich ändere mein Konsumverhalten. Made in C.… wird nicht mehr gekauft. Das hilft der Sache wenig, aber ich habe einen Beitrag geleistet. Den kleinsten zwar, aber wie sagt der Chinese: viele kleine Schritte führen zum Erfolg. – Nochmals Danke Dir.
ich denke ja auch, dass uns solche filme immer nachdenklich stimmen, weil wir wissen, dass wir uns mit diesen kindern in irgendeinem globalen kreislauf befinden. bewusster konsum wie du es sagst ist immer eine option, aber in aller konsequenz (der bereich essen ist da noch der einfachste) fast nicht durchsetzbar, es sei denn man beschaeftigt sich tag und nacht damit – oder verweigert ganz. hm, schwieriges thema, das an dieser stelle nicht komplett eroertert werden kann. aber ich danke dir fuer dein feedback, johann.
Danke für deinen Tipp. Bin schon lange dazu übergegangen aufzunehmen. So kann ich mir ohne Werbung und zu früherer Stunde die Sachen anschauen die mich wirklich interessieren.
oder so, liebe sybille.
Wir haben auch so ein Aufnahmegerät. Danke für den Tip! Klingt sehr interessant. Wird angeschaut. Und zu den Unsäglichkeiten zur Hauptsendezeit: ein ewiges Ärgernis. Frage mich manchmal, warum wir als Zwangsgebührenzahler nicht mehr Einfluss auf die Sendungsqualität haben… Aber es scheint tatsächlich viele zu geben, denen das Angebot gefällt (Quoten scheinen zu stimmen…).
und wie! diverse sinus-milieu-studien bestaetigen die boese vorahnung. kaum zu fassen, oder? aber wofuer gibt es on demand angebote, sowieso viel sympathischer.
Das hab ich ja nun verpasst….also Aufnehmen. Danke für den HInweis. Und für die Worte zur allgemeinen Befindlichkeit.
genau, du hast die wahl, aufnehmen oder vorher on demand.
Hab’s mir gesten angesehen, und es hat mir sehr gut gefallen und mich berührt. Was mir aufgefallen ist: trotz größter Armut rundherum – ein Fernseher muss sein (und ein Handy) …
ist mir auch aufgefallen. aber auch nicht sonderlich negativ, es waren ja keine high-end produkte.
viel schlimmer als die vordergruendige armut fand ich den mangel an zuwendung und verwahrlosung/vernachlaessigung der kinder…