Kimchi-Kartoffelplätzchen

gamja kimchi

Ich befürchte, ich schaffe es nicht mehr, zur diesjährigen Gimjang-Saison ein neues Kimchirezept zu posten. Wie so vieles, das ich dieses Jahr nicht mehr schaffen werde (das Yukgaejang-Rezept bleibt aber im Hinterkopf, liebe Mi-Ra). Zwischenzeitlich trat zusätzlich ein äußerst seltener Fall ein – ich hatte unnötigerweise auch noch meinen Appetit aus den Augen verloren. Diese Kartoffelplätzchen (eine ganze Reihe!) haben mich wieder neu inspiriert und sie haben mir nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder richtig gut geschmeckt. Sehr gut sogar.

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Man sieht es meinem Blog nicht an, aber hier kocht jemand, der Kartoffeln in jeglicher Form verehrt. Fast mehr als Reis. Trotz allem waren selbstgemachte Kartoffelplätzchen eine Premiere für mich. Dabei sind sie wirklich so leicht und vielfältig wandelbar, wie Petra schon meinte. Man denke nur an Aloo Tikki und andere Würzmöglichkeiten. In meine Version MUSSTE ich einfach Kimchireste und etwas Speck verstecken, und sie mit etwas Knoblauchbutter parfümieren. So gut, dass ich sie bereits mehrfach wiederholt habe. Alles passt. Ideal, um vor den Festtagen den Kühlschrank von Allerlei zu befreien.

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Rezept/Mengenangabe ist bei diesem typischen Fall von herrlicher Resteverwertung natürlich wieder schwierig. Man nimmt einfach das was man hat. Grundsätzlich aber: Kartoffeln kochen, pellen, pressen/quetschen (oder Salzkartoffeln vom Vortag). 1-2 Esslöffel Mehl oder Stärke dazu. Pur oder Geschmackszutat (bei mir ausgelassener Speck und in diesem Fett angebratenes Kimchi) rein, nur in diesem Fall nicht zusätzlich salzen, dafür pfeffern. Eventuell noch Kräuter dazu. Falls die Masse zu trocken ist etwas Eigelb oder ein ganzes Ei (je nach Kartoffelmenge), bis alles eine geschmeidige, gut formbare Masse ergibt. Zu einer Rolle formen und in ca. 1cm breite Scheiben schneiden. Oder die Masse auf etwas Backpapier zu einem 1 cm dicken Rechteck pressen. Nun entweder – Achtung, jetzt kommt die vorweihnachtliche Gelegenheit für leidenschaftliche Plätzchenausstecher – mithilfe von Förmchen (vorher mit etwas Mehl bestäubt) Tannen oder Sternchen ausstechen, oder einfach ratzfatz mit dem Messer in Dreiecke schneiden (meine aka mal wieder die Hurry-Hurry-Methode). Butterschmalz oder Öl mit Knoblauchhobeln langsam erhitzen, bis alles duftet. Die Knoblauchchips herausfischen und aufbewahren. Die Hitze nicht zu hoch schalten, damit die Plätzchen langsam backen und sich gleichmäßig eine feindünne, knusprig goldene Hülle bildet. Dabei nicht zu oft wenden. Heiß sind sie am besten. Mit oder ohne Topping.

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Ich hatte sie zum klassischen Lumberjack Frühstück mit Bacon, Pancakes und Rührei. Danach könnte man Bäume ausreißen – oder ein adventliches Nickerchen machen. Einen schönen dritten Advent euch allen!

Und wer noch mehr in Sachen Kimchi-Fusion eintauchen will:

Kimchibrot
Frischkäsedip mit karamellisiertem Kimchi
Kimchi-Lasagne

Und für die in letzter Zeit sich häufenden Fragen/Suchanfragen:

FAQ Kimchi

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9 thoughts on “Kimchi-Kartoffelplätzchen

  1. Wahnsinn, ich liebe liebe Kimchi und hab mich immer gefragt was man damit alles sonst noch machen kann. Diese Kimchi Kartoffelplätzchen sind ne super Idee!
    Vielen dank fürs Rezept
    Liebe Grüße
    Tini

  2. Pingback: Chamäleon | Gedankensprünge

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