Jaja. Mal wieder Salzkaramell – aber diesmal brav frankophil.
Nun, diese karamellgoldene Crème hat es faustdick hinter den Ohren. Klingt so leicht und verführerisch, und kann einen trotzdem bis weit nach Mitternacht beschäftigen, vom Schlafen abhalten, mehrere Anläufe erfordern, dabei Unmengen von Zucker verschlingen…
Das Geheimnis wie es anders geht? Nichts tun. NICHTS. Also nicht rühren. Wirklich nicht und überhaupt nicht. Wer wie ich (zunächst) bei Zucker auf heißer Herdfläche reflexartig die Handgelenke kreisen lässt hat verloren! Erst recht, wenn man beim ersten Kristallisieren des Zuckers noch heftiger rührt und alles gibt.
Irgendwann in der Früh, nachdem fast alle Töpfe in Reichweite verklumpt und ausgeschlachtet waren – ein letzter hilfesuchender Blick ins Netz aka Originalrezept. Ja, da stand es…NICHT RÜHREN. Ach so. Einmal mehr: nicht nur Zutatenliste, sondern auch Zubereitung lesen. Ist das denn so schwer…
Wer trotzdem (wie ich) seine Reflexe nicht unter Kontrolle hat, dem empfehle ich von vornherein auf das Wasser zu verzichten (ich weiß, warum ich Karamell immer lieber trocken rühre). Dann darf man rühren – sollte man. Und man darf teilen.
Confiture Caramel au Beurre Salé
via Photisserie
Zutaten für ca. 3-4 kleine Gläser
300 g Zucker
50 g Wasser (optional je nach Typ: hyperaktiver Rührer oder stoisch-gelassener Gucker)
240 g Butter
5 g Fleur de Sel
200 g Sahne
Zubereitung :
- Zucker und Wasser in einen Topf geben und kurz stehen lassen, bis der Zucker komplett „nass“ ist. Auf mittlerer Hitze langsam erwärmen – nicht rühren dabei (!) – bis ein goldfarbener Karamell entsteht (kann mind. bis zu 10 min. dauern). Geduldig warten und NICHTS tun. Nur GUCKEN.
- Topf vom Herd ziehen und Butter in Stückchen einrühren (falls Butter und Karamell sich nicht homogen verbinden, einfach wieder kurz über Hitze rühren, bis eine Paste entsteht). Salz hinzufügen und alles nochmals mind. 2 min köcheln lassen. Jetzt darf bzw. muss gerührt werden.
- Parallel Sahne kurz aufkochen lassen. Karamelltopf vom Herd ziehen und die erwärmte Sahne dazu gießen. Alles gut verrühren. Noch heiß in vorbereitete, ausgekochte Gläser einfüllen und sofort verschließen. Auskühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Hält sich einige Wochen.
Tipps: Nach der Zugabe der Sahne wird die Masse wieder recht flüssig. Ausgekühlt und im Kühlschrank wird sie aber wieder fest. Kurz vor dem Servieren immer rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, so ist sie bei Raumtemperatur schön streichfähig.
Statt Butter UND Salz kann man selbstverständlich auch Salzbutter nehmen.




Steht bei mir immer im Schrank und ist ein heißbegehrtes Mitbringsel.
Jetzt muss ich endlich nix mehr erklären, kann einfach zu dir schicken zum Lesen.
ich hätte also nur dich vorher fragen müssen…rühr
Feine Geschichte* Das mit dem bis Nachts in der Küche stehen kenne ich nur zu gut! Dann wünsche ich mir immer sehnsüchtig eine kleine Fee, die meine Küche wieder sauber zaubert.
oh, wie schön wär’s. oder erst mal tür zu – funktioniert auch. für ein paar stunden.
Seufzzz – DAS ist was Feines!
Sobald ich ein Marmeladenglas frei habe, lege ich los. Ich gehöre übrigens trotz meiner Hibbeligkeit zu den stillen Zuguckern. Rühren hat bisher leider noch immer dazu geführt, dass ich hinterher einen Topf weniger hatte. Jetzt reiße ich immer zusammen…..
viel glück und spaß dabei – hoffe es schmeckt dir!
Cooooooooooooooooollllllll! Also mehrfach: 1. noch ist der Frankreich-fast-Bretagne-Urlaub noch aktuell im Hirn (und bei den Geschmacksnerven), 2. die Geschichte mit der Nacht, den Töpfen und achja… und 3. die dezenten Hinweise zum Thema rühren
)
Danke für sehr erheiternde Feierabendaufmunterung! Da ich eh grad im Einkochfieber bin, sammel ich grad Gläser wie blöde, da muß ich sicher auch dieses Rezept testen
danke lgm! ja, deine bilder habe ich genossen – danke dafür.
und apropos bretonisch, da hätte ich noch was, später!
Ich bleibe vielleicht nicht die ganze Nacht zum Kochen auf, aber dieser Blog…der hält mich lang wach. Nie hätte ich an Salzkaramell auch nur einen Gedanken verschwendet, jetzt plagt mich die Versuchung. Und diese japanischen Brote..die fluffen ja von der Seite direkt in den Mund.
danke für das schöne kompliment! unbedingt salzkaramell versuchen, würde ich sagen…
Oh, das ist toll, dass ich das gefunden habe. dieses Rezept und diese schönen Bilder. Der Geschmack ist toll und salziges Karamelleis hat mich diesen Sommer bestimmt ein Kilo mehr auf den Hüften gekostet. Addictive!!!!
danke, claudia! als eis habe ich es noch nicht probiert. warum frage ich mich grad.
Sündhaft lecker….hatte beim erstem Mal auch den Reflex und habe gerührt, aber nun weiß ich ja wie´s besser funktioniert
es ist hart dem ruehren zu widerstehen.
danke fuer dein feedback, marlene.
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