Kimchi + Tomatenblüte

es wird gerührt auf tomatenblüte

Jetzt geht es Schlag auf Schlag! Der nächste Gast an meinem Tisch. Was es heute gibt, stand schon lange fest, denn ich bin meinem heutigen Gast noch etwas schuldig – Käsekuchen oder besser Cheesecake nach Barcomi’s Art. Ihre Engelsgeduld habe ich schonungslos ausgenutzt und rücke erst jetzt damit raus (verzeih’ mir, Sybille).

Etwas ehrfürchtig (ob ihrer langjährigen Küchenerfahrung – allein die Tatsache, wie lange sie begeisterte e&t-Leserin ist) lese und lerne ich auf Tomatenblüte über Holunderkapern und mütterliche Mohnbuchteln, Mürbeteigtricks mit Essig und Knödelchen. Und das alles scheint nur die Spitze des Eisberges zu sein. Zunächst war sie vielen als kompetente Leserin bekannt, die mit Tipps und Tricks aushalf; schon längst hat sie ihr eigenes Bloguniversum samt zahlreicher Anhängerschaft.

Was ihr schmeckt, schmeckt auch mir (bis auf Frottee), und daher ist unsere gemeinsame Liebe zum schlichten NY Cheesecake aus dem Hause Barcomi’s nicht verwunderlich. Ohne Fruchtsauce, ohne Zitronenhauch, relativ flach und dünn mit einer leichten Salznote. Die jedoch wird ohne Zugabe, sondern nur durch das Weglassen von jeglichem Aromakram (keine Zitrone!) erreicht – der Salzgehalt des Frischkäses reicht normalerweise aus. Ach, nicht allzu süße Kekse für den Boden helfen auch.

Für meinen Gast habe ich mich noch in etwas Firlefanz geübt (und höre schon in Gedanken einen Freund sagen, sowas sei doch nur ein Furz im Wind – sorry für den Gebrauch dieser Wortwahl beim Essen) und eine Sesam-Nougatine dazugesellen lassen. Getoppt mit der allerallerletzten Himbeere der Saison. Nun, alles Schischi. Was zählt ist der Kuchen.

Das Originalrezept aus einem alten amerikanischen Backbuch (das anscheinend nicht mehr erhältlich ist) sieht eine 20 cm Form vor, aber ich habe eine übliche größere Springform genutzt – und heraus kam die typisch flache Optik des Delis. Sybille, ich hoffe so sehr, dass dieser Kuchen der ist, nach dem du schon so lange suchst – vor allem aber, lass es dir schmecken!

Kimchi + Tomatenblüte

5 Fragen:

1. Magst Du überhaupt Kimchi? Wenn Ja warum, wenn Nein warum?

2. Wie war deine allererste Erfahrung mit Kimchi?

3. Welche Farbe hat für dich Kimchi?

4. Wie isst du Kimchi am liebsten?

5. Magst Du überhaupt mein Essen, das ich für Dich gekocht habe?

Hier wurde nichts vergessen. Da mein Gast immer für etwas neues gut ist, gibt es diesmal nicht nur was über Kimchi, sondern auch ihre Antworten erst nach dem Klick.

Manhattan Cheesecake oder Fast-der-Barcomis-Kuchen (dort NY Cheesecake)

Zutaten für eine 20er Form (ich nahm eine normale Springform):

85 g Butter, zerlassen

200 g Vollkornkekse, zerstoßen

400 g Frischkäse (Vollfett)

2 Eier, groß

100 g Zucker (für Käsemasse)

40 g Zucker (für saure Sahne)

450 g saure Sahne

8 Tropfen Vanillearoma (ich nahm Vanillezucker)

Zubereitung:

  1. Backofen auf 190 Grad vorheizen. Kekse in einer Tüte mit Nudelholz zerstoßen. Mit zerlassener Butter vermengen. Den Boden/Keksmasse (Konsistenz ist noch relativ krümelig) in eine gefettete Springform gleichmäßig drücken.
  2. Frischkäse, Eier, 100 g Zucker, 3 Tropfen Vanillearoma (Vanillezucker) glatt rühren. Auf den Keksboden verteilen und glatt streichen. 20 min. backen. Herausnehmen und 20 min auskühlen lassen. Den Ofen nicht ausstellen.
  3. In der Zwischenzeit saure Sahne mit restlicher Menge Zucker und Vanillearoma in einer Schale glatt rühren und auf die leicht ausgekühlte Käseschicht verteilen. Weitere 10 min backen. Auskühlen und mind. 4 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  4. Optional mit gewünschter Fruchtsauce servieren (meiner Meinung am besten ohne).

Sesam Nougatine
nach mushitza

Zutaten für ca. halbes Blech:

12 g Glucose (ich nahm Honig)

5 g Wasser

32 g Butter

37 g Zucker

12 g Sesam, schwarz(ich nahm nur schwarzen Sesam)

12 g Sesam, hell

1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Glucose/Honig, Wasser, Zucker in einem Topf langsam erhitzen. Sobald der Zucker schmilzt Butter, Salz hinzufügen und aufkochen lassen. Den Topf vom Herd ziehen und Sesam einrühren.
  2. Die Masse sofort auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech giessen, mit einem zweiten Blatt Backpapier bedecken und sehr dünn ausrollen (Vorsicht, nicht mit dem Karamell in Berührung kommen). Im Kühlschrank auskühlen lassen.
  3. Ofen auf 170 Grad vorheizen. Das obere Blatt wieder entfernen und ca. 10-15 min backen, bis kleine Bläschen entstehen. Auf einem Rost auskühlen lassen und in gewünschte Form vorsichtig brechen. Luftdicht aufbewahren und kurz vorm Servieren dekorieren.

Tipps: Das Backen sorgt nicht nur für die hauchdünne Optik (wie bei Lace Cookies), sondern auch für eine krümeligere Konsistenz. So entstehen keine harten Karamellkanten, die zwar knackig, aber gefährlich spitz am Gaumen werden können. Ach und noch: Immer schön beim Karamellisieren am Topf dran bleiben, sonst wird die Farbe schnell zu dunkel (wie hier zu sehen).

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3 thoughts on “Kimchi + Tomatenblüte

  1. …Geduld ist mein zweiter Vorname…
    ich freu’ mich so, endlich kann die nächste Käsekuchensause beginnen ;)
    Der Firlefanz begeistert mich, ich glaube du weißt wie gerne ich schwarzen Sesam mag.
    Für das Rezept küsst dir mein Sohn( und ich ) die Füße…kommt er aus Berlin geht jedesmal das Gejammer nach dem Kuchen los….
    Dein Lob macht mich ein bissl’ verlegen, sehe ich mich selbst doch eher als eine recht passable Köchin die oft mal was in die Tonne klopft ;) :D

    • liebe syb, ganz bescheiden wie immer. es sind die “geborenen” köche, die ich stets sympathisch finde – die quasi aus nichts leckereien zaubern nach gefühl. von der pike auf lernen oder exakt nach rezept kochen kann mM jeder (zumindest halbwegs motivierte). deine “gefühls-kimchis” sind daher umso beachtlicher.

      Und, nach der ersten Erwähnung von 1988 dachte ich natürlich auch sofort an die Olympischen Spiele – und in meiner Phantasie bist du schon durch das Stadion gerannt…dachte schon, ich habe es mit einer Athletin zu tun. Küchenathletin sowieso.;)
      Mit dem Füsseküssen warten wir vllt noch die ersten Nachbackergebnisse ab? ;) Hoffe aber sehr, dass er der ist…
      Und wenn Du mir dann zeigst, wie man richtig gute (!) Bratkartoffeln/Brägele und Kartoffelknödel macht, küsse ich dir die Füsse (Spätzle schaben kann ich mittlerweile ;))…Rheinischer Sauerbraten steht eigentlich auch noch auf der Liste, aber ich bin mir nicht sicher, ob du dafür ein Geheimrezept haben könntest.

  2. Sauerbraten, da hast du recht. Der geht so lala.
    Fleisch ess’ ich und mag es auch, Gemüse ist aber doch eher mein Liebling.
    Eine Athletin bin ich auf jeden Fall…8km joggen sind kein Problem, über die Zeit sprechen wir lieber nicht. :)

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