Kimchi + Kochtopf

Wer kennt sie nicht – diesmal fällt die Vorstellungsrunde meiner sechsten Kimchi+ Episode etwas kürzer aus. Denn ALLE kennen sie. Sozusagen die Coca-Cola unter den Foodbloggern (sorry, der Vergleich hinkt gewaltig)…

Zorra, die Mutter aller Events. Und das ist mit Achtung ausgesprochen. Was soll man also schreiben, über eine Person, die schon so lange bloggt, vernetzt und unterstützt, wo sie nur kann.

Immer wieder kann ich nur staunen mit welcher Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit sie alles meistert – und bei all der Arbeit, die sie sich freiwillig auferlegt, stets ein offenes Ohr für jedermann hat. Danke Zorra, dass Du (nicht nur) die deutschsprachige Foodbloggergemeinschaft immer wieder zusammenführst und zusammenhältst. Ausdauernd, hilfsbereit und mit immer neuen Ideen.

Ihr Gelateria-Labor ist sicher nicht nur für mich eine unerschöpfliche Quelle im Sommer. Wer hier nichts findet, ist selbst schuld.

Aber wofür sie eigentlich steht ist natürlich das Backen und Brot. Also nahm ich Abstand von der Ursprungsidee ihr ein Azuki-Eis zu rühren (nur deswegen hatte ich sie während der Sommermonate eingeladen) und backe ihr stattdessen Brot – auch wenn ich es streng genommen gar nicht kann. Ihr großzügig angebotener Sauerteigi weilt zu seinem Glück immer noch bei ihr und wächst und gedeiht. Ist besser so. Eine Reanimation wäre bei mir kläglich gescheitert.

Dafür ist eine Zutat denkbar exotisch und ich bin mir sicher, dass sie sowas noch nie probiert hat – Kimchi im Brot. Kimchi-Brot. Nun, etwas verlegen muss ich zugeben, dass dieses Brot ein einfaches Quick-Bread-Rezept mit Backpulver ist – Asche auf mein Haupt. Man möge mir verzeihen. Aber es schmeckt (mir). Hoffentlich ihr auch! Für Kimchi-Fans sogar ein Muss.

Zorra ist eine absolute Kimchi-Novizin und ich bin ihr wirklich dankbar, dass sie trotzdem das Abenteuer Kimchi mutig auf sich genommen hat – ohne eine Sekunde zu zögern. Was dabei rausgekommen und zu welchem Urteil sie gelangt ist, lest bitte selbst. Aber vorher noch hier ihre Antworten.

Kimchi + Kochtopf

1. Magst Du überhaupt Kimchi? Wenn Ja warum, wenn Nein warum?
Ich kenn bis jetzt nur Kimchi Oisobagi sprich Gurken-Kimchi. Das hat mir gut geschmeckt. Erfrischend an heissen Tagen, einfach herzustellen und das Beste man muss es nicht lange ziehen lassen, kann es also sofort gegessen werden. Ich würde jedoch gerne mal ein echtes von missboulette zubereitetes Kimchi geniessen (Anm. d. Red.: Der Tag wird kommen…;))

2. Wie war deine allererste Erfahrung mit Kimchi?
Die erste Erfahrung war ziemlich versalzen (siehe mein Blog-Beitrag).

3. Welche Farbe hat für dich Kimchi?
Grün und orange.

4. Wie isst du Kimchi am liebsten?
Als Kimchi-Neuling ohne grossen Erfahrungen esse ich es bis jetzt am liebsten pur.

5. Magst Du überhaupt mein Essen, das ich für Dich gekocht habe?
(s. Kommentar)

Quick Bread mit karamellisiertem Kimchi
Teigrezept via cookincanuck

Zutaten für 1 Kastenform

300 g (2,5 Cup) Mehl
2 TL Backpulver
½ TL Salz
2 Eier
175 ml (3/4 Cup) Milch
150 ml (2/3 Cup) Olivenöl

¼ Kopf Baechu-Kimchi (Chinakohl)
1 EL Öl
1 EL Zucker
optional etwas Grünzeug: ich nahm etwas Bärlauch aus TK

Zubereitung Kimchi-Flocken:

  1. Kimchi zunächst in sehr dünne Streifen und dann in sehr kleine Würfel schneiden.
  2. Öl in Pfanne auf mittlerer Hitze erhitzen und Kimchi anbraten, Hitze reduzieren und langsam trocken rösten. Immer wieder rühren und nicht anbrennen lassen.
  3. Nach ca. 15 min Zucker gleichmäßig darüber streuen und weitere 15 min (evtl. etwas länger) langsam weiter rösten und karamellisieren lassen, bis eine recht trockene Konsistenz erreicht ist. Zwischendurch rühren. In der Pfanne auskühlen lassen (so werden sie noch trockener).

Zubereitung Teig:

  1. Trockene Zutaten (Mehl, Backpulver, Salz) vermischen.
  2. Flüssige Zutaten (Eier, Milch, Öl) miteinander verschlagen. Zum Mehlgemisch geben und nur kurz vermengen, dass ein schwerer nasser Teig entsteht (wie Muffinteig nicht homogen glatt rühren). Gewünschte Menge karamellisierte Kimchi-Flocken und restlich sautiertes Gemüse unterheben.
  3. Ofen auf 175 Grad vorheizen, Kastenform mit Backpapier auslegen und das Brot ca. 35-40 min. auf mittlerer Schiene backen. Auf einem Rost auskühlen lassen.
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14 thoughts on “Kimchi + Kochtopf

  1. “Die Coca Cola unter den Food Bloggern” ist wirklich zum Brüllen! Die ganze Beschreibung ist aber spitze und absolut treffend. – Keine ist wie Zorra :))

    Das Kimchibrot sieht phantastisch aus. Und ich bin überzeugt, dass es mir ganz hervorragend schmecken würde. Aber leider komme ich so bald nicht dazu, selber Kimchi herzustellen. Ich fürchte, daran wird dann auch die Sache mit dem Brot scheitern.

  2. Ui, da werde ich ja rot! Vielen Dank liebe missboulette für die lieben Worte. Das Brot sieht superlecker aus. Wenn ich dann endlich mal Chinakohl finde – es gibt ihn ab und zu – werde ich das Brot nachbacken. Wobei ich könnte ja auch ein anderes Kimchi nehmen, jetzt wo ich weiss wie es geht…. Vielen Dank, dass ich Gast bei dir sein durfte. Hat Spass gemacht und ich hoffe irgendwann treffen wir uns mal “in echt”. Ich würde mich freuen.

    • jetzt muss ich dir gestehen, dass du für mich schon immer rot warst – die rote zo(r)ra ganz nach kurt held. :-)
      ich weiß auch nicht wieso ich immer diese assoziation habe. und wir alle sind quasi deine bande…

      deine “spanische” version eines oisobagi klingt wirklich spannend. zum direkten nachkochen fehlen mir nun aber die zutaten. ;) aber irgendwann bestimmt. danke nochmals für deine “abenteuerlust” und auf einige weitere koreanische gerichte in der zukunft! getrennt oder zusammen – würde mich auch sehr freuen!!

  3. Wunderbar..wunderbar. Backpulver ist doch nicht schlimm. Ich esse gerade Scones und die schmecken toll.
    Das Brot schmeckt Zorra ganz sicher…vielleicht entwickelt sie es ja weiter…Sauerteigbrot mit Kimchi…das hat was! :)

  4. Pingback: 1x umrühren bitte aka kochtopf: So war 2012 - Jahresrückblick Teil 2

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