Kimchi + No Name

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Sie hat schon vielfach ihre Spuren im digitalen Raum hinterlassen, ist die fleißigste Bloggerin mit der höchsten Blogging-Frequenz (zumindest unter meinen Abos) und bloggt seit 2011 aus der koreanischen Hauptstadt Seoul – genauer aus dem Studentenviertel Shinchon. Ganz nebenbei hatte sie sogar zwischenzeitlich einen Fashion Online Shop und berichtete mit ihrem Freund über gemeinsame kulinarische Entdeckungen in Seoul: Victoria von No Name.

keine churros

Ich „kenne“ sie seit ihrer Zeit bei LesMads, als sie noch als offizielle Beauty-Beauftragte für das Mode-Netzwerk schrieb; damals noch unter Picked Pics, das Anfang des Jahres eingestampft und nun durch No Name ersetzt wurde. Hier notiert sie weiterhin alles was sie interessiert (und das ist viel), und fast jeder kommt hier auf seine Kosten. Sie hält mich auf dem Laufenden was in der koreanischen Magazinlandschaft so alles passiert, schreibt über neue Modeerrungenschaften, aber auch einfach über Alltag und Entdeckungen als (immer weniger) Fremde in Südkorea.

Mit ihrer Begeisterung für koreanische Musik (K-Pop) und koreanische Fernsehserien ist Victoria als geborene Vietnamesin in dieser Hinsicht sogar koreanischer als ich – da kann ich nicht mithalten. Meine Liebe geht leider nicht so weit…

Beim Essen und essen treffen sich unsere Vorlieben wieder zusammen. Spätestens. Auch wenn es manchmal nicht danach aussieht.

Lange habe ich überlegt, was ich ihr denn serviere. Zunächst wollte ich ihr die vietnamesische Nationalspeise (übrigens auch eine meiner Lieblingsspeisen) Phở kochen – aber es war mir doch zu heikel mangels der frischen, originalen Kräuter. Lieber etwas worin ich geübt und sicher bin. Das Gericht mit dem bisher meisten Feedback – Jeyuk Bokkeum.

Für den Besuch etwas aufgehübscht als Ssam-Fingerfood mit etwas Grünzeug (hier: Salat, Ssuk Gat/Speisechrysantheme, Baby-Perilla) in einem gedämpften Brötchen – stark inspiriert von David Changs Momofuku Pork Buns. Für Vic und mich sicher noch etwas “stinky” Ssamjang (Dip aus Doenjang und Gochujang) dazu, für alle anderen rein optional. Eigentlich ein asiatischer Hamburger, oder?

Mit Victoria habe ich erstmals einen Gast, der uns allen quasi live aus Seoul etwas über Kimchi erzählen wird. Ich bin nun wirklich gespannt – bitte hier entlang. Doch vorher meine Fragen an sie:

Kimchi + No Name

1. Magst Du überhaupt Kimchi? Wenn Ja warum, wenn Nein warum?

Anfangs nicht wirklich, mittlerweile schon. Als ich nach Korea zog hätte ich lieber gern mal einen Salat gehabt anstatt immer alles nur fermentiert. Jetzt aber überzeugt mich Kimchi als mehr als ausreichende Alternative zu frischem Grün da ebenfalls sehr gesund, wenn nicht vielleicht gesünder. Außerdem ist es so vielseitig, ich kann immer was damit anfangen. Und manchmal gehört es halt auch schlicht und ergreifend unbedingt dazu.

2. Wie war deine allererste Erfahrung mit Kimchi?

Komischerweise kann ich mich wirklich rein gar nicht mehr daran erinnern, wann, wo und wieso ich das aller erste Mal je Kimchi gegessen habe. Da ist bei mir echt alles vollkommen blank. Ich denke aber dass, wenn irgendwer, dann meine Mutter mir das zum allerersten Mal vorgesetzt haben muss. Naja, aber wissen tue ich das nicht. Wirklich komisch.

3. Welche Farbe hat für dich Kimchi?

Ich bin ein sehr langweiliger Kimchi-Interview-Partner, denn nicht nur kann ich mich nicht an meine erste Kimchi-Erfahrung erinnern, sondern für mich hat Kimchi auch ganz langweilig schlicht die Farbe rot und weiß. Ich mag aber, wenn auch ein bisschen Grün drin ist.

4. Wie isst du Kimchi am liebsten?

Ich liebe guten Kimchi zu seolleongtang! Ein Traum! Oder verarbeitet zu knusprigem pajeon. Ansonsten auch gerne zusammen auf dem Grill mit dem samgyeobsal. Zu süß darf er bei alledem außerdem nicht sein, dann lieber zu sauer.

5. Magst Du überhaupt mein Essen, das ich für Dich gekocht habe?

(s. Kommentar)

PS: Und wer nachkochen will. Jeyuk Bokkeum und Jjin Bbang/Bao Teig vorbereiten. Den Teig in 16 gleiche Kugeln unterteilen. Jede Kugel zu länglich ovalen Fladen (ca. 14 cm Länge) ausrollen und zur Hälfte einklappen. Alle Teiglinge auf kleine Backpapierstücke setzen und nochmals mindestens eine halbe Stunde abgedeckt gehen lassen. Nach Anleitung dämpfen. Kurz abkühlen lassen und an der “Falte” entlang aufschneiden, aber nicht durchschneiden. Mit dem fertig gegarten Schweinefleisch und Salatblättern/Kräutern nach Wahl füllen. Essen!

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6 thoughts on “Kimchi + No Name

  1. Sieht fantastisch aus! Schmeckt sicher auch so. Das mit den “Brötchen” finde ich echt genial. Damit lassen sich sicher noch einige Variationen zaubern. Danke für das leckere Mahl und die Inspiration. Ich hoffe, mein bescheidener Post gefällt dir ebenfalls. Danke jedenfalls für die nette Einladung!!

    • Ich danke Dir, Victoria! Für deine Teilnahme und die wissenswerte Recherche zu Kimchi! Bescheiden ist wohl untertrieben…

      Hätte ich gewusst, dass Du quasi mit Kimchi (Deiner Mutter) “aufgezogen” wurdest, hätte ich Dich schon viel früher einladen sollen… ;)
      Deine Liebe für Dakhanmari und Samgyetang war mir dagegen bekannt, aber das Hühnchen wollte nicht so wie ich es wollte. Aber das Schwein hat nun ja auch gefallen. :) Und ja, die Buns sind wirklich variabel. Man könnte sie sogar mit Samgyeobssal und Kimchi füllen etc…Viel Spaß! (und die Haare sitzen doch…;))

    • Ja, die habe ich über Evi gefunden (Rezept nach Andrea Nguyen – ha, da passt es doch wieder zu Victoria…), und je öfter ich sie mache, desto begeisterter bin ich. Aber nicht wundern über die nicht vorhandene Salzmenge. Nur Zucker. Aber fertig pikant gefült die exakt richtige Balance von süß und salzig…

  2. Ach, wie schön, wieder einen tollen Blog entdeckt. Victoria, ich gehöre in Zukunft zu Deiner Leserschar, auch wg der Reisepläne, die wir wegen der Expo verschoben hatten. (Zu viele Menschen für uns.) Missboulette: Bitte, wie wäre es mit einem geheimen, wirklich geheimen Pop-up Restaurant hier in Berlin. Bittttte! :-)

    • das ist immer schön, wenn man für andere “neue” blogtüren öffnen darf. gerade du bist ja eine entdeckerin – im besten sinne! expo hätte mich auch abgehalten, aber ich glaube die jetzige ist “relativ” klein und überschaubar. aber sicher – aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. meld’ dich gerne, falls ihr dann irgendwann vllt fragen habt.

      und ich melde mich zu allererst bei dir – falls es nachrichten geben sollte…;)

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