Der Regen zum Glück nur ein vorbeiziehender Schauer. In Form von Zeigen mittels Reden, wobei sich doch nur das Mittelmaß selbst entlarvt – unbemerkt. Weiter quasselnd, nass und klamm zieht der Regen weiter…
Die Sonne immer wieder in Form von Olafur Eliasson. Auch auf die Gefahr hin, dass einige von euch seine Gedanken zu René Redzepis Tellern schon längst aus dem Werk kennen, das mehr zum Nachdenken anregt als zum Nachkochen. Aber weil jene an die Frage nach der Zukunft des Essens meines vorherigen Beitrags wunderbar anknüpfen:
„Wissen und Schmecken sollten miteinander verschmelzen (so wie in der Kunst Form und Inhalt). Sie sind Teil derselben Erfahrung. So gehören Kochen, Verzehr und Genuss zusammen sowie all das, was mit ihnen assoziiert wird. Essen hat nicht zuletzt einen politischen Aspekt. Es geht dabei um Verantwortung, Nachhaltigkeit, Geografie und Kultur.“
Was wir essen beeinflusst stark unsere Sicht der Welt und wie wir sie verstehen. Ob wir beim Anblick unserer tagtäglichen Teller nur einige essbare Brocken zum Runterschlingen sehen, und ansonsten sich weiterhin alles nur um das beschränkte Selbst dreht – oder ob wir das größere Ökosystem dahinter erkennen (wollen).
Wenn es so ist, dass einer eine ganze Region aus dem Dornröschenschlaf wachküsst, sowohl Erzeuger als auch Verbraucher zum Umdenken und Handeln inspiriert und motiviert, nebenbei fernab von Grünkernbratling und Fleischersatz mit einer natürlichen Selbstverständlichkeit überwiegend vegetarisch kocht, dann gebührt René Redzepi dafür echte Anerkennung. Nicht um des Schulterklopfens willen (er selbst sagte sogar treffenderweise, eine ganze Existenz auf der Anerkennung anderer aufzubauen scheine ihm zu oberflächlich), sondern weil er bereits vor Jahren einen unbetretenen Pfad mutig vorangeschritten ist, den viele noch suchen – ist sein Weg vielleicht die Zukunft des Essens?
Lokale Produkte aus der Umgebung, ein Rückbesinnen auf alte Fertigkeiten und altes Wissen, eine immer wichtiger werdende Position der Manufaktur gegenüber genormter Massenproduktion – alles eigentlich nichts neues, vor allem im Food-Segment. Darf man einigen Trendforschern Glauben schenken ist dies alles aber nicht schon überholt, sondern nimmt erst richtig seinen Lauf – genauer, es ist sogar the next big thing. Mit der vielfach proklamierten „neuen“ Romantik einhergehend.
Gerichte mit bodenständig rustikalem Hintergrund – schlicht und klar im Geschmack, mit Fokus auf lokale Produkte. Stevan Paul hat bereits auf inspirierende Art und Weise die Probe aufs Exempel bzw. seine Interpretation für den Norden Deutschlands durchgeführt.
Neue kleinere oder größere Projekte, unter mehr oder weniger öffentlicher Beobachtung, mit mehr oder weniger Bezug zu Essen, und die schon längst Wirklichkeit sind, werden übrigens immer wieder auf Trend Tablets Farm of the Future kurz vorgestellt.
Zum Schluss der Regenbogen zur Erholung: Freunde voller kreativer Energie und Herzblut.
PS. Ach, und nicht dass ihr denkt, ich texte euch hier nur noch zu – Rezepte gibt es natürlich bald wieder. Sehr bald!

Siehst du den Regenbogen? Das ist das Zeichen dass Tiger heiraten! – beeindruckend nicht?-
Aber das sind auch deine Gedanken für mich – einfach beeindruckend!!!
…was wir essen beeinflusst stark unsere Sicht der Welt und wie wir sie verstehen…