Glasierte platte Kartoffeln

Ein 10 Punkte-Plan zum Kartoffel-Himmel. Kurz: drücken, pinseln, glücklich sein (tja, mein letzter Gast mit kochen, essen, glücklich sein schwingt noch nach).

  1. Kartoffeln (besser mit Schale) waschen
  2. Kartoffeln kochen
  3. Backpapier großzügig bepinseln (Öl)
  4. Kartoffeln plätten (mit Topf und Stück Backpapier dazwischen)
  5. Kartoffeln wieder großzügig bepinseln (Öl)
  6. 35-40 min im 200 Grad heißen Ofen backen (evtl. vorher wenden falls unten zu braun)
  7. goldbraune Kartoffeln wieder bepinseln (jetzt Sojasaucen-Honig Glasur)
  8. 5-10 min fertig backen bzw. angrillen (dabei 1-2 mal Glasur wiederholen)
  9. rausholen und leicht auskühlen lassen (sonst Aua)
  10. essen

Ursprünglich gesehen habe ich die kleinen Kartoffelköstlichkeiten erst hier, dann hier. Und sofort kam mir eine typisch koreanische Kinderbeilage Gamja Jorim – kleinste Kartoffeln mit Schale, die in einer süß-salzigen Sojasaucenmarinade geschmort werden bis sie glänzen – in den Sinn. Also musste ich einfach diese „gedrückten“ Kartoffeln mit Glasur überziehen. Pur oder zu asiatisch gewürztem Fisch (gegrillt oder gedünstet) – lecker.

Glasur für ca. 6-8 Kartoffeln:

2 EL Sojasauce

2 TL Honig (ich nahm halb Honig halb Kiefernhonig aka Kiefernsirup)

1 Knoblauchzehe

1 TL Sesamöl

1 TL Sake oder Soju (kann auch weggelassen werden)

PS: Nicht zuviel von der Glasur auf einmal pinseln, da sie schnell verbrennt. Und „platte“ Kartoffeln pur erklärt Petra. Mit Liebe gemachtes Gold (Kiefer finde ich sogar aromatischer) gibt es auf dieser tollen Neuentdeckung.

PPS: Noch mehr platte Kartoffeln, sogar vom Grill hatte ich ganz vergessen – ich hoffe, ich habe darüber hinaus nichts “Plattes” verpasst?

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32 Gedanken zu “Glasierte platte Kartoffeln

  1. Nein, wie lustig! Bei mir gab es heute auch plattgedrückte gebackene Kartoffel, allerdings die unglasierte Version! : ) Die Glasur klingt aber ganz fantastisch, ich bin seit kurzen sowieso ein Fan von Kartoffel + Sojasauce. Wird sehr bald getestet.
    Und vielen Dank für das Tannen-/Kiefer- P.S.!
    Lieben Gruß!

    • ist ja gruselig. angenehm gruselig! ;-) nur, ich will ehrlich sein, die hatte ich schon zuvor gemacht, du weißt, ich bin ja eine zwanghafte vorposterin. ;-)
      ja, und “handmade mit liebe” ist schön, nicht?

    • ich nehme Honig/Dicksaft oft zum Süßen beim Kochen, oder einfach süße, überreife Früchte – auch wenn ich Zucker überall in den Rezepten angebe (um nicht übereifrig dogmatisch zu wirken). vll noch ein relikt aus einer “sehr verkrampften” Essphase – ohne Haushaltszucker, Mehl, Brot, nichts Denaturiertes, auch kaum fertige Pasta und zwanghaft (normalerweise bekomme ich morgens nichts runter) nur warm frühstücken mit Hirse. zum scheitern verurteilt. irgendwann habe ich es doch vorgezogen eine dreiviertelstunde morgens länger im bett liegen zu bleiben statt in der küche zu rühren und den “normalen” Zucker im Cafe nicht mehr verstohlen angucken zu müssen…;-)

    • Mein Körper findet normalen Zucker wesentlich sympathischer als das ganze natürliche Fruchtgedöns. Finde ich Beweis genug, dass Raffinade rockt. Ich sag nur HFCS. ;)
      Bin aber froh, dass du dich nicht weiter der Genussfeindlichkeit hingegeben hast.
      Man sollte solche Kartoffeln übrigens nicht im guten Glauben machen, dass eine ordentlich geölte Bratreine aus Emaille irgendwie hilft, die Kartoffeln wieder von ebenjener abzubekommen. Vergisses. Backpapier ist die Waffe der Wahl. Der nächste Versuch startet in deiner Variante, nur mit Reissirup statt Honig.

    • evi, evi, evi – ich sehe, du warst wieder “shreklich” kreativ. und hast mal eben auf Backpapier verzichtet…oder wolltest wahrscheinlich nur etwas armmuskeltraining machen?

      Ja, und Reissirup ist wirklich eine gute Wahl. Bei Reissirup und Rübensaft schwanke ich ja noch, was mir am besten schmeckt, aber Reissirup steht leicht vorne. Fruchtgedöns immer bei mir…;-)

    • Ich war der Auffassung, man müsse nur genügend Öl irgendwo druntermachen, dann pappe schon nix. Ganz klar die Saugkapazitäten von so einer Kartoffel unterschätzt!

  2. Das klingt ja verführerisch!
    Ich habe diese platten Erdäpfeln auch schon einmal nachgemacht, damals nach “The Pioneer Woman”, und die stampft einmal ordentlich mit dem Erdäpfelstampfer auf die gekochten Erdäpfeln und nennt sie “crashed potatoes”. Das schaut auch recht schick aus, weil dann so nette Spitzen in die Höhe stehen. Da werde ich mal schauen, ob die Glasur dran hält.
    Aber erst später einmal! Wir werden heute 36 Grad bekommen und da bleibt das Backrohr aber sowas von kalt. ;)

  3. Die verführerischen platten Kartoffeln hatte ich auch schon in mehreren Blogs gesehen und auf die Nachkochliste gesetzt. Diese raffinierte Variante finde ich besonders genial. Wenn platt, dann so! Demnächst in meinem Backofen… :-)

    • unbedingt, butter UND sojasauce harmonieren vollkommen – nur, wie richtig bemerkt würde ich butterschmalz/geklärte butter nehmen. ich glaube ein herr azestoru hatte mal was dazu gebloggt.

    • liebe hedonistin, deine variante schiesst wirklich den vogel ab und MUSS dringend ausprobiert werden!! warum kam ich nicht selbst auf die “verschärfte” version? also, dacapo vom dacapo folgt. :-)

  4. Pingback: Wunderöl | missboulette

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