Fixer Käsekuchen

Lauwarm, cremig, saftig, aus 1 Kilo (!) Quark schnell gerührt und ein Hauch Zitrone. Nur noch drei glückliche Eier in die Creme, ein Löffel Stärke, Zucker unbedingt. Alles auf den Mürbeteig und fertig ist der fixe Käsekuchen. Keine Butter schmelzen, keine Eier trennen, kein Eiweiß schlagen, keine Linsen raus holen, keinen Teig blindbacken – und kein Beten, dass nichts zusammenfällt. Hält.

Obwohl ich ab und an auf monochromes Essen stehe, sollte sich diesmal Dunkelrot zu Gebrochenweiß dazu gesellen. Brombeersirup, ein Geschenk vom letzten Sommer.

Und wenn man nicht alles auf einmal schafft ist er auch gnädig – er bleibt saftig bis zum dritten Tag. Vielleicht sogar länger, man weiß es nicht. Am dritten Tag wurde er vollends ins Nirwana geschickt.

Diesen Kuchen widme ich heute natürlich (reichlich spät) der besten Mama der Welt – die hat bekanntlich jeder. Also allen Müttern. Und noch einer Freundin. Zwar keine Mama, aber eine die es versteht KUNST zu backen und zu verschenken – nicht zu tauschen. Obendrein ist sie noch etwas wahnsinnig…wahnsinnig toll natürlich.

Wer den Kuchen präziser nachbacken möchte:

Lauwarmer Käsekuchen
nach einer oberfränkischen Käserin

Zutaten für eine 26 cm Springform:

Boden:

250g Mehl

1 Tl Backpulver

125g Butter

90g Zucker

1 Ei

Quarkmasse:

1kg Quark

100g Zucker

3 Eier

1 EL Stärkemehl

nach Geschmack Vanille oder Zitronensaft/Abrieb

100g Naturjoghurt

Zubereitung:

  1. Mürbeteig: Mehl, Backpulver, Butter, Zucker und Ei zu einem geschmeidigen Mürbteig kneten, in eine Springform verteilen u. am Rand hochschieben. Vorher Form fetten.
  2. Quarkmasse: Quark, Zucker, Eier, Stärkemehl, Joghurt und Geschmackszutat (Vanille/Zitrone) kräftig mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine verrühren, dann auf den Teig geben, bei 160 Grad ca. 1 Stunde backen (Kuchen bleibt sehr hell und glänzend). Noch lauwarm mit Fruchtkompott/sauce nach Wahl servieren.

Und wer von Käsekuchen nicht genug kriegen kann (wie ich), sollte sich eine ganze (noch unvollendete) Reihe anschauen.

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28 Gedanken zu “Fixer Käsekuchen

  1. Jetzt habe ich gerade vor ein paar Sekunden ein Käsekuchenrezept bei den herdhelden gelesen, und nun hier auch. Da weiß ich garnicht welches ich zuerst ausprobieren soll. Hört sich auf jeden Fall sehr sehr lecker an. Und mit weniger Zucker :D

    • du hast mich jetzt vollkommen irritiert, musste nochmal im original nachschauen, ob ich mal wieder vll zu radikal zucker reduziert hatt. nee, ist richtig und besonders unsüß ist der gar nicht. ;) aber ich stehe ja auch nicht so auf pappsüß. ;)

      Und unbedingt muss deine reihe fortgesetzt werden – es steht ja noch der barcomis kuchen an…mein gott, der muss ja auch noch. bitte melde dich wenn du es nicht mehr aushalten kannst – dann per mail vorab. ;)

  2. SO
    sinnlich kann Käsekuchen kann. Und das, wo *Käsekuchen* im Grunde ziemlich unsexy klingt!

    Heute finde ich in meinem Blogscroll überall Käsekuchen – mir mutet es langsam seltsam an…

    • hast recht – aber klassiker sind ja nicht ohne grund welche. ;-) so ein unsexy käsekuchen schlägt locker jedes cupcake mit frosting. da schüttelt es mich immer etwas vor lauter zucker.

  3. So, ich hab mir den Boden gespart, statt Aromakram Matcha genommen, vielleicht ein bisschen zu viel Ei (L…) und es ist eine komische, krisselige Pampe geworden (aber gar), perfekt für Heikes Ugly Food Event. Ich geh eben weinen und träume von Oikimchi.

    • evi, deine kommentare…herrlich. :)
      aber warum hast du denn soviel abgwandelt und den unsexy käsekuchen auch noch in die ugly ecke gestellt?

      hm, und zu viel ei? hast Du etwa auch die Eimenge kreativ erhöht oder findest du die 3 eier auf ein kilo quark zu viel? NUR die 3 eier fand ich grad so sympathisch – sonst nahm ich immer ein käsekuchenrezept einer freundin (der auch noch so unmöglich verheißungsvoll lautete: für diesen kuchen wird man geheiratet!…vll mache ich deswegen einen bogen drum, übrigens ist die besagte freundin trotz eifrigen backens immer noch nicht verheiratet) mit 8 oder 9 Eiern, so genau weiß ich es nicht mehr. Jedenfalls VIEL mehr!

      Übrigens, ich bin über ein Beef Jerky Rezept gestolpert – aber bitte erwarte nicht von mir, dass ich nun ein halbes (oder ganzes?) Rindvieh in der Küche trockne und in dünne scheiben hoble…

    • Das halbe Pfund Quark war das Problem, meine Liebe. Ein halbes Pfund ist halt kein Kilo. Teil mal drei Eier durch vier ohne große Sauerei zu veranstalten und wenn du in einer post-arbeits-Müdigkeit sogar zu blöd für’s Eiertrennen bist, gehört dir eigentlich auch kein schöner Käsekuchen. Also mir. Das ist jetzt prä-arbeits-Müdigkeit. Ich verbuche das jetzt als: “Und das nächste Mal bitte nach Rezept!” Dann wird alles gut.

      Heiraten wird mich übrigens wegen meiner Käsekuchen garantiert keiner. Beweisbild: http://www.kyche.de/index.php?/archives/150-Ruft-schonmal-Dr.-Frankenstein!.html und 2008 konnte ich auch noch keinen Käsekuchen: http://www.kyche.de/index.php?/archives/24-Der-Kaesekuchen-und-ich..html Wenn mich mal einer heiratet, dann wegen meiner Hackbällchen.

      Und wenn du mir eine Kuh zerlegst, schreib ich dieses Jahr eine ausführliche Landfrauen-Hühnchenschlachtanleitung. Inklusive gory details. Quid pro quo!

  4. Pingback: Der Käsekuchen und ich. - kyche

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