Gefüllte Zimtkaramell-Pancakes_Hotteok

Endlich mal wieder süß! Endlich mal wieder Hotteok/Hoddeok und endlich mal auch neue Bilder dazu. Und Sonntagssüß zugleich (bei Nina).

Cinnamon Bun-Roll-Pull-Apart-Lovers aufgepasst! Es gibt definitiv eine Steigerung der magischen Verbindung von Hefeteig mit Zimtzucker. Flüssiger Zimtkaramell!

Heiß, warm, knusprig, fluffig, weich, süß, zimtig, flüssig, karamellig, nussig – göttlich! Perfekt für den Winter und schnell in der Pfanne gebacken. Als Hefeteigsüchtige habe ich fast alles schon (Rolls, Buns, Pull-Aparts) rauf und runter mit Zimtzucker kombiniert, aber NICHTS schlägt Hotteok. Wer nicht probiert ist selbst schuld!

Ihr könnt mein Rezept (mit Joghurt) nutzen oder den Hefeteig eurer Wahl adaptieren. Aber nicht jeder kann so eifrig wie Paule wahnsinnige Variationen kreieren. Schuediteig passt selbstverständlich immer… Und da ich stets um die Gesundheit meiner Leserschaft besorgt bin noch ein kleiner Tipp: Immer schön pusten, BEVOR ihr in den heißen Karamell reinbeißt…könnte helfen. ;-)

Gefüllte Hefe-Pancakes_Hotteok

Zutaten Teig für 15-20 Stück:

500 g Mehl

50 g Zucker

1½  P. Trockenhefe

200 ml lauwarmes Wasser

60 g Butter

1 Becher (150 g) Joghurt 3,5 % Fett

1 Messerspitze Salz

Füllung – alle Zutaten vermischt

5-7 EL brauner Zucker

Messerspitze Zimt

optional: etwas Sesamkörner und/oder gemahlene Nüsse

nötige Utensilien:

beschichtete Pfanne mit passendem Deckel

flacher, hitzeresistenter Gegenstand – ich nehme ein Thermobecher aus Edelstahl mit ganz flachem Boden

Zubereitung:

  1. In das Mehl eine Mulde formen, Zucker, Hefe, Wasser rein gießen, 10 min. abgedeckt gehen lassen. Danach mit einem Holzlöffel verrühren
  2. Butter, Joghurt, Salz hinzu und alles vorsichtig kneten, 1h abgedeckt und warm gehen lassen. „Luft“ ablassen – Fingerlöcher in den Teig, nochmals mindestens 30 min. gehen lassen.
  3. Der Teig ist richtig, wenn er klebt. Zum Formen sehr wenig Öl in die Hände geben. Hühnereigroße Kugeln formen, wie einen Fladen flachdrücken und 1-2 TL Füllung in die Mitte geben. Die Ränder darüber klappen und gut verschließen. Mit der Naht nach unten auf einen leicht geölten Teller geben. So viele Kugeln wie gewünscht formen.
  4. Pfanne erhitzen (Hitze unteres Drittel), 1 EL Öl in die Pfanne geben, 3 Teigkugeln mit der Naht nach unten reinlegen. Nach wenigen Sekunden sofort wenden. Mit einem flachen, geölten Gegenstand die Kugeln sehr vorsichtig flach drücken. Nach 1-2 min., wenn der Teig eine helle Farbe bekommt, wenden. Nochmals vorsichtig flach drücken bis ein Fladen mit rund 10 cm Durchmesser entsteht. Deckel schließen. Nach 2-3 min. nochmals wenden und Deckel schließen, einige Minuten weiter braten bis alles goldbraun gebacken ist. Zwischendurch die Farbe und Hitze kontrollieren, evtl. Hitze regulieren.
  5. Vor dem Servieren leicht abkühlen lassen und die warme flüssige Karamellfüllung sehr vorsichtig genießen.

Tipp: Der Teig hält sich im Kühlschrank 2-3 Tage. Daher besser portionsweise direkt vor dem Servieren backen und immer warm genießen.

Insgesamt sollten die Pancakes rund 10 min. backen, damit der Hefeteig gar und der Zucker flüssig wird. Die Füllung sollte nicht austreten, da der Hoddeok sonst schnell trocken schmeckt. Falls aber doch etwas ausläuft, Hoddeok mit Hilfe eines Spatels über den Karamell „fahren“ – der Karamell sollte dann am Hoddeok haften. Mit nassem Küchenkrepp und Spatel (Vorsicht ist höllisch heiß – heißer Zucker eben) die Pfanne reinigen, bevor die nächsten Portionen gebacken werden

25 Gedanken zu “Gefüllte Zimtkaramell-Pancakes_Hotteok

    • Ja, hier in Europa ist mir ähnliches noch nicht begegnet. Wobei Zimtzucker in flüssiger Form doch ziemlich nahe liegt. ;-) In Korea gibt es sie fast an jeder Straßenecke. Am köstlichsten waren sie hoch oben auf dem Sorak-Gebirge über den Wolken, oder waren es doch nur Nebelschwaden…;-)

  1. vll wird’s dann ein unabgesprochenes simultan-posting :) ich kenne leider salzbutter nur vom feinkostladen und habe das heckmeck drum nie verstanden. aber wenn du es sagst, macht mich das wieder neugierig :)

    • Also, Salzbutter im besonderen muss es auch nicht sein. Aber gute bretonische Butter schmeckt, finde ich, wirklich einfach anders – besser.
      Mit der genauen Herstellung habe ich mich noch nicht befasst, aber ich tippe jetzt einfach darauf, dass sie sich von der Herstellung von hiesiger “Industriebutter” mit tiefgekühlter und mikrowellentechnisch wieder aufgetauter Milch leicht unterscheidet. Aber meckern bingt’s auch nicht, ich greife ja manchmal auch auf normale “Markenbutter” zurück. Übereifrigen Dogmatikern misstraue ich ja immer, also muss ich immer wieder für das Regelbrechen sorgen…;-)

  2. da machst du ein fass auf. wusste gar nicht, dass industriebutter mit mikrowellen aufgetaut wird… und, das wollt ich schon bei deinem mochi rezept fragen: sind mikrowellen schlimmer als andere garmethoden? ich weiß, dass so was in bestimmten kreisen gemunkelt wird aber überzeugende gründe hab ich noch nicht gefunden. nicht, dass ich sonderlich scharf auf beide wär, versteht sich :) nach deiner beschreibung hab ich wohl nur massenware aus frankreich (salzige butter, in rollen) gehabt und war daher ernüchtert. butter aus kleinproduktionen schmecken sicherlich immer besser. zum letzten satz: ich versuche auch, nicht ständig als essenspolizei aufzutreten aber je mehr man sich gedanken über die lebensmittelindustrie und -produktion hierzulande macht, desto schwieriger fällt es. die vielen extremen ernährungsweisen und dogmatiker lassen sich mM damit erklären. jedenfalls hab ich in korea noch nie einen vegetarier getroffen :)
    bei dir schneit es ja schon, wie schön!

    • Ein Butterfass meinst Du? ;)
      Mikrowelle: Ich halte mich an Dr. Hans Hertel aus Lausanne und seinen Untersuchungsergebnissen von 1989 (u.a. The Journal of Natural Sciences, 1998; 1:2-7), die über Jahre mit viel Druck und Energieinvestition an der Veröffentlichung gehindert werden sollten.
      btw, die Erfindung/Forschung der Nazis (im 2. Weltkrieg, ausgerechnet an der HU Berlin) war selbst denen zu heikel für die Essenserwärmung anhand der damals schon vorliegenden Ergebnisse. ;)

      Falls Du noch einen groben Überblick haben willst, habe ich hier was gefunden. Die Seite ist mir zwar auch völlig neu – aber die Infos geben einen groben Überblick und spiegeln mein Wissensstand wider, und ich muss hier nicht zuviel schreiben. ;)

      http://www.dumitrescu.de/aktuelle-infos-ueber-ganzheitliche-medizin-homoeopathie-naturmedizin-gesundheitsvorsorge-seminare-usw/aus-der-presse/mikrowellen-koennen-krebs-erzeugen.html

      Bei Erwachsenen denke ich ja immer, jeder soll selbst wissen, was er seinem Körper antut/nicht antut. Aber wenn ich manchmal einige Mütter erlebe, die ihre sorgfältig ausgesuchten Hipp/Alete (natürlich Bio, man will doch was Gutes!!) Gläschen in die Mikrowelle schmeißen oder sogar das Wasser für die Milch darin erhitzen, werde ich schon etwas grantig. Immer mit dem Argument auf der Zunge, nachts wenn das Baby schreit muss es eben schnell gehen. Herkömmlich gekochtes Wasser in der Thermosflasche würde es auch tun und wäre sogar noch schneller. Ach nee, dann muss man ja im voraus planen, ist schon fast zuviel verlangt…Bin ich jetzt radikal? :)

    • off-topics sind doch manchmal interessant. :) seit ktg sind doch korrekte quellen umso wichtiger. da komme ich auch noch auf ein off-topic: nicht nur dogmatikern, sondern auch menschen mit zu viel pomade im haar sollte man misstrauen…nur so am rande.:)

  3. Pingback: Hefepfannekuchen « Kochen für Schlampen – Hamburg, Berlin, Zürich

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