Devil’s Food Törtchen_die leichte Art zu genießen

Ist wirklich möglich. Keine Butter-Schoko-Fudgebombe, die schlimmstenfalls eine Migräneattacke auslöst, sondern kleine Dinger mit „schlanker“ Füllung, dank dieser ultraschnellen Schoko-Ganache/Mousse mit Wasser (wer’s immer noch nicht glauben will, einfach Linkklick).

Dabei muss ich vorwarnen, mit Vollmilchschokolade klappt das garrrr nicht! Gute, hochprozentige Schokolade mit genügend echter Kakaobutter (gibt erst den richtigen Stand) muss her. Mindestens 60 % (Mutige wie Andrea von EinfachGuad nehmen sogar eine 90 Prozentige). Spreche aus eigener Erfahrung. Ich brauchte 3 Anläufe, 3 Stunden incl. Nachkühlzeit und 3 Tüten Eiswürfel, bis diese Erkenntnis bis zum Kopf langsam durchsickerte (was mein Bauch schon von Anfang an ahnte). Meine Rettung eines Geburtstagssüß war eine allerletzte Tafel dunkle Schokolade.

Dabei war mein Plan so perfekt ausgeklügelt: am Vorabend voller Vorfreude die kleinen Küchlein backen, am nächsten Morgen tiefenentspannt sehr akkurat mit kleinsten geklonten Tupfen dekorieren und dabei im Flow versinken.

Stattdessen geriet mein Zeitplan komplett durcheinander (für die Mousse hatte ich ja nur 15 min. statt 3 Stunden kalkuliert), die Küche und ich sahen aus wie S**, die Törtchen wurden atemlos mit gar keiner Muße garniert, Fehler mit Kakaopulver überstäubt und die Fotos in der Tortenhaube (als Lichtbox fungierend) beim kurzen Zwischenstopp auf dem Rücksitz geschossen. Daher das merkwürdige Licht. Grundsätzlich keine schlechte Entdeckung, eine Tortenhaube als Lichtdiffuser zu verwenden. Wenn man die nötige Ruhe hat. Zum Glück hat’s allen geschmeckt. Die Hauptsache.

Beim eigentlichen Kuchenteig habe ich mich wieder an Cafe Fernando gehalten – und auch diesmal hat das Rezept mich absolut überzeugt. Der Rührteig wurde wahnsinnig saftig, weich – nahezu ohne Kruste. Die äußere Haptik fast schon wachsig, innen ganz samtig. Auf den ersten Blick scheint die Zuckermenge sehr viel, aber der bittere Kakao verlangt sie, und man sollte sie nicht allzu radikal runterregulieren.

Von mir ursprünglich als leichte Devil’s Food Törtchen konzipiert, könnt ihr sie auch leichte Mousse au chocolat Törtchen nennen oder leichte Poignées d’amour Törtchen oder wie auch immer. Vielleicht machen sie sogar ein bißchen glücklich wie Sophies Schokotrüffeltraum. Damit die Versuchung nicht allzu groß wird, habe ich das Rezept gleich auf eine humane Menge runtergerechnet.

Devils Food Törtchen_die leichte Art

Rührteig adaptiert nach Cafe Fernando

Zutaten für 9 Stück:

50 g Butter, Zimmertemperatur

15 g Kakao, dunkel

53 g Wasser, heiß

26 g Milch

70 g Mehl

1/3 TL Natron

1 Prise Salz

100 g Zucker (bei mir 80 g)

1 Ei,

1-2 TL Vanillezucker oder 1/3 EL Vanilleextract

Zubereitung:

  1. Kakao mit heißem Wasser gut vermischen, kurz abkühlen lassen und Milch hinzufügen.
  2. Butter mit Zucker, Vanillezucker schaumig rühren, Ei hinzufügen (bei größerer Menge und mehreren Eiern – nach und nach).
  3. Alle trockenen Zutaten wie Mehl, Natron, Salz vermischen und in 3 Teilen abwechselnd mit der Kakaoflüssigkeit in die Ei-Zucker-Butter-Masse geben. Kurz unterheben.
  4. Ofen auf 175 Grad vorheizen, Muffinform ausbuttern und mit Mehl oder Kakao bestäuben, Teig gleichmäßig verteilen und ca. 12-15 min. auf mittlerer Schiene backen, Holzprobe nicht vergessen. In der Form komplett auskühlen lassen. Zum Befüllen quer halbieren.

Ganache/Mousse:

Zutaten:

225 g dunkle Schokolade

200 ml Wasser

(diese Menge ist für 9 Törtchen reichlich)

Zubereitung: wie hier

Und weil es so schön passt, gehen die Törtchen rüber zu Fräulein Text, die Sonntagssüßes sammelt.

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14 thoughts on “Devil’s Food Törtchen_die leichte Art zu genießen

  1. Ich hatte bisher immer irgendwie respekt vor dieser Schokomousse-Geschichte. Genau wegen dieser 3 Stunden Küchensauerei. ;) Die Törtchen sind allerdings äußerst verführerisch, vielleicht werde ich demnächst schwach. ;)

    • Lieben Dank! Jetzt weiß ich auch endlich, was Du mit Sprenkeln gemeint hast ;-) Komisch, bei einer 60-70 Prozentigen wird die Masse so schnell fest, dass ich dieses Sprenkel-Stadium überspringen konnte – aber beim Versuch der Vollmilch-Mousse sah ich aus…

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