Zu Zorra’s World Bread Day habe ich es leider nicht geschafft, als ich aber das Haselnuss-Brot von Taste of Pearl City beim überwältigenden Round-Up des WBD sah, erinnerte es mich an mein heißgeliebtes Bam (Kastanien) Bbang (Brot) aus Korea, und ich musste es sofort abgewandelt nachbacken. Die asiatischen Brote oder Kleinteile haben es ja so an sich, dass sie meistens süß und weich sind. Kräftiger Sauerteig ist fast unbekannt.
In Korea ist das Maronenbrot, eine Brioche gefüllt mit süßen Maronenstückchen, mein absolutes Favourite, gefolgt vom Süßkartoffelbrot. Am besten sind sie, wenn sie noch warm und weich direkt aus dem Ofen kommen. Das Rezept ähnelt dem mittlerweile oft gemachten Brioche-Teig von Aurelie, aber um etwas neues auszuprobieren habe ich mich brav an die Originalmengen gehalten. Nur die Zubereitungsmethode wurde abgewandelt, und statt wie angegeben per Hand wurde der Teig 20 min. elektronisch geknetet. Ich bilde mir ein, dass ich erst nach dieser Zeit die lockere, große Porung erhalte.
Zum Vergleich werde ich zusätzlich mein Nun-Standard-Brioche Rezept anhängen. Geschmacklich gab es wie erwartet kaum einen Unterschied, die Rezepte ähneln sich auch sehr. Weich & fluffig, und das über mind. 3 Tage, sind alle beide. Wer noch mehr Maronen haben möchte, kann die angegebene Menge verdoppeln.
Süßes Maronenbrot_Bam Bbang
adaptiert von Taste of Pearl City
Zutaten:
450 g Mehl
75 g Zucker
75 g Butter
7 g Trockenhefe, 1 Packung
200 ml lauwarme Milch
1 Ei
1 TL Salz
Füllung:
300 g gekochte & geschälte Maronen (500-600 g frische ergeben die Menge)
2 EL Zucker
Topping:
1 Eigelb
1 EL Milch
1 EL Nüsse, Mandeln oder wie hier Krokant
3 EL Puderzucker
½ EL Wasser
Zubereitung:
1. Mehl, Zucker, Hefe zusammen vermischen, lauwarme Milch, Ei, Salz und Butter in Flöckchen nacheinander verrühren. Den Teig 20 min. lang elektronisch kneten, bis ein glänzender, elastischer Teig entsteht. 1 Stunde abgedeckt und warm gehen lassen.
2. Wenn der Teig mind. Das doppelte Volumen erreicht hat den Teig nochmals für 3 min. elektronisch kneten. Den Teig in die gewünschte Form kneten, hier:
3. Auf Backblechgröße ausrollen (Arbeitsfläche muss kaum gemehlt werden), den Teig längst halbieren, dass 2 Rechtecke entstehen. Maronenstückchen gleichmäßig auf beide Rechtecke verteilen, mit je 1 EL Zucker bestreuen. Jedes Rechteck eng aufrollen, so dass 2 lange Rollen entstehen.
4. Aus beiden Rollen einen Zopf formen, Enden gut miteinander verbinden, und zu einem Ring verschließen. In eine gefettete Springform legen und eine kleine Schale in die Mitte geben, damit der Teig die Form behält. Wieder 1 Stunde aufgehen lassen.
5. Den Ofen auf 150 Grad vorheizen. Schale entfernen, Milch und Eigelb verquirlen, bepinseln und eventuell gemischte Nüsse darüber streuen. 40-45 min. auf mittlerer Schiene backen.
6. Nach dem abkühlen mit Zuckerglasur garnieren. Schmeckt am besten lauwarm.
Zum Vergleich mein Nun-Standard-Brioche nach Aurelie
Zutaten:
500 g Mehl
60 g Zucker
60 g Butter
7 g Trockenhefe, 1 Packung
250 ml lauwarme Milch
1 Ei
½ TL Salz
Die Zubereitung s.o., natürlich ohne Füllung. Für die Formgebung: Eine Kastenform ausbuttern, den Teig in 3-4 Haufen reingeben und wieder aufgehen lassen. Wie es aussieht seht ihr hier. Backzeit entspricht dem Rezept oben.
Wobei ich noch ein neues Rezept entdeckt habe, das ich unbedingt noch ausprobieren muss – eine Adaption vom River Cottage Handbook No. 3 Bread. Die nächste Runde meines Brioche-Wahns ist eingeläutet!!
Und für Kimchi Liebhaber habe ich eine gute Nachricht – ich arbeite an 3 weiteren Rezepten, die ich in den nächsten Tagen/Wochen posten werde. November ist schliesslich Kimchi Zeit! Stay tuned!





Ist dir super gelungen. Das Brot sieht zum Reinbeissen aus! Danke fürs Mitmachen an der WBD After Hours Party. Es haben nebst dir und mir bereits zwei andere Party gemacht – guckst du auf WBD Facebook Page – http://www.facebook.com/pages/World-Bread-Day/71355708167
Richtig, da hatte ich noch nicht geschaut!
Tolle Krume, perfekte Optik!
)
Weiter so und wir werden dich bald mit “missbrioche” ansprechen
Wäre auch kein schlechter Name
Habenwill, aber sofort, bzw. morgen früh zum Sonntags-Milchkaffee – Hefeteig und dazu noch Maronen! Du machst mich sabern