Ein paar…

…Links. Ganz schnell.

Wer sich nicht nur für (koreanisches) Essen, sondern auch für historische und politische Hintergründe interessiert – insbesondere die jüngere koreanische Geschichte bzw. Teilung betreffend – dem empfehle ich diese informative dreiteilige Dokumentation, die bereits mehrfach ausgestrahlt wurde. Heute erneut auf n-tv ab 20:05 Uhr.

Auch auf youtube abrufbar:
Korea – der vergessene Krieg
Teil 1
Teil 2
Teil 3

Eine weitere (diesmal kurze) Dokumentation gibt Einblicke ins heutige Südkorea – aus der sehr persönlichen Sicht eines (in Deutschland lebenden) homosexuellen Koreaners, der nach Jahren seine Familie und Heimat besucht. Thematisiert wird dabei auch ein grundsätzliches Problem der südkoreanischen Gesellschaft: das Ausgrenzen/Totschweigen jeglicher Andersartigkeit und wie sich latente Homophobie in einem solchen Umfeld ausdrückt.

Die Heimkehrer – Chang wagt Korea

Leute, die mich nachhaltig beeindrucken, haben allesamt ein gewisses (für manche sicher besessenes bis unverständliches) Streben nach Perfektion gemein – in welchem Bereich auch immer. Und sei es nur für: the perfect Apple Pie.

Brazilianization of Streuselkuchen oder: Ein Deutschbrasilianer

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Die WM ist bereits eine gefühlte Ewigkeit her. Der Jubel für Deutschland ist leicht verklungen, die Tränen für Südkorea sind längst wieder getrocknet (sagt mir bitte, dass ihr alle die Südkorea-Spiele verpasst habt und das große Grauen nicht miterleben musstet)…

Was haben wir also gelernt? Deutschland kann Fußball. Südkorea kann nicht Fußball (übrigens, jetzt soll Uli Stielike – ich muss zugeben, der Name sagte mir zuvor rein gar nichts, noch nicht mal der Hinweis “das-ist-doch-der-mit-dem-verschossenen-Elfmeter” – als Nationaltrainer retten, was in Südkorea zu retten ist). Und eine weitere Erkenntnis bleibt: Brasilien kann Streuselkuchen! Wer hätte das gedacht?

Mitten während der WM hatte Arte unter dem allzu nüchternen Namen “Kulinarische Reise durch Brasilien” eine wirklich sehenswerte Reportage-Reihe über die vielfältige Esskultur Brasiliens ausgestrahlt. Mit der höchst sympathischen Sterneköchin Bel Coelho konnte man sich auf die Reise begeben und unmittelbar Land und (die ebenso sympathischen wie strahlenden) Leute kennenlernen, nebenbei Historisches und Wissenswertes erfahren. (Wusstet ihr, dass die hier so verbreitete Cashewnuss nur ein Anhängsel/Zipfel einer Frucht ist, die optisch der Kaki-Frucht ähnelt und großartig schmecken soll?)

Fasziniert hat mich (so naiv es klingt, eigentlich Selbstverständliches als Besonderheit zu erachten) die Ursprünglichkeit der Kochstile und die Erkenntnis, wie sehr die (vorgestellten) Menschen dort noch mit ihrer direkten Umwelt verankert sind. Dass die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen des riesigen Landes immer noch in erster Linie bestimmen, was in den einzelnen Regionen auf den Tisch kommt. Und wie stark die wechselseitigen Einflüsse mit der Heimatküche der vielen Zuwanderer waren und noch immer sind. Eine großartige Bandbreite, jenseits von Feijoada.

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In einer jener Folgen war ein Bäcker mit deutschen Wurzeln (ein Deutschbrasilianer in vierter oder fünfter Generation) zu sehen, der seine wolkenweichen Cucas vorstellte – nach dem Hefekuchen-Rezept seiner Vorfahren.

Cucas sind brasilianische Hefekuchen in Kastenform, die oftmals mit verschiedenen Fruchtpürees (Mango, Ananas, Bananen oder eben was das dortige regionale Angebot hergibt) oder mit Schokolade gefüllt werden. Dafür wird der Teig zu einem Rechteck (kurze Seite ungefähr in der Länge der Kastenform) ausgerollt und die Füllung in großen Tupfen aufgetragen. Anschließend wird der Teig von der kurzen Seite in Dritteln eingeschlagen und die Oberfläche erneut mit weiteren Fruchttupfen versehen.

Doch der Bäcker betonte beim Zeigen all der vielen unterschiedlichen Variationen, dass ihm persönlich die schlichteste Sorte – ein nur mit Streuseln gefüllter Cuca – unter allen die liebste sei.
Und Recht hat er! Wer wie ich bei den Stichpunkten Hefeteig und Streusel hellhörig wird, sollte diesen Brazilianization of Streuselkuchen unbedingt probieren. Da das Rezept nicht verraten wurde, habe ich einfach den flaumigsten Hefeteig, den ich kenne, mit meinem Grundrezept für Streusel kombiniert (ich mache meine immer mit flüssiger Butter, so entstehen sofort schöne, kugelige Streusel): 125 g Butter, 200 g Mehl, 100 g Zucker, Prise Salz.

Die Streusel sind, da sie roh eingebacken werden, von der Textur nicht spürbar, verleihen aber einen sehr subtilen Duft, der den Hefekuchen besonders macht. Noch lauwarm in zentimeterdicke, flauschige (oder wie mein Patenkind zu sagen pflegt: “Ganz schön plüschig!”) Scheiben geschnitten, ein kleiner Genuss.

Pfannkuchen, aber was für welche

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Der emsigen Gartenkücheverführerin hatte ich irgendwann koreanische Pfannkuchen versprochen. Und hier kommen sie. Endlich. Nokdu Bindaetteok aka herzhafte Mungbohnen-Pfannkuchen. Hierfür werden eingeweichte, geschälte Mungbohnen gemahlen und mit Lauchzwiebeln, jungen Farnspitzen, Mungbohnensprossen, etwas Schweinefleisch und gut gereiftem Kimchi zu einer Art … Weiterlesen

Planlos

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Was bringt ein Redaktionsplan (das sind diese Listen, die man in übermotivierten Momenten als Foodblogger macht und dann ziemlich schnell wieder vergisst), wenn man sich überhaupt nicht daran hält? Wie auch immer, im Nachhinein hat der Plan wenigstens geholfen, mich … Weiterlesen

WBD 2014: Steamed Flower Buns

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Jetzt aber schnell. Siedend heiß und viel zu spät ist mir der heutige World Bread Day eingefallen. Ein Tag, der dem täglichen Brot (und Essen bzw. der Ernährungssicherung) gewidmet ist. Und ein Tag, an dem ich alljährlich dokumentiere, dass ich … Weiterlesen

Darf ich vorstellen_Ggwaligochu aka Shishito Peppers

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Es wird wieder Zeit für meine sträflich vernachlässigte Reihe “Darf ich vorstellen”, in der ich ab und an koreanische Zutaten, Produkte bzw. koreanische Varietäten einiger Gemüsearten vorstelle. Heute also: Ggwaligochu 꽈리고추 (die erste Silbe “Ggwa” mit dem Doppelkonsonanten wird relativ … Weiterlesen

Ein Sommerregensonntagsessen

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Das gab es zumindest vergangenen Sonntag: Mirabellen-Grießstrudel. Ich bin ohne Grieß bzw. Grießbrei aufgewachsen und dennoch vermittelt mir der Geschmack von Grießbrei ein Stück Nachhausekommen. Ich weiß nicht, woran es liegt. Auf die Möglichkeit den von mir heißgeliebten Grieß in … Weiterlesen

Basics: Dips, Dressings und Saucen der koreanischen Küche

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Nun blogge ich schon ein kleines Weilchen hauptsächlich über koreanische Küche, und dennoch habe ich ein grundlegendes Kapitel bis jetzt außen vor gelassen: Jang. Das muss sich sofort ändern. Jang, das koreanische Wort für Würzpaste bzw. Würzsauce, versteckt sich als … Weiterlesen